Martin Armstrong: Europa wird nicht überleben
12.12.2025 | Redaktion
In einem ausführlichen Interview mit Tom Bodrovics spricht der Ökonom Martin Armstrong über die geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Er argumentiert, dass Kriege historisch gesehen nie ohne wirtschaftliche Motivation geführt wurden. Im Falle der Ukraine betrachtet er den NATO-Beitritt als einen strategischen Schachzug des Westens, um Russland zu isolieren und eine geopolitische Machtbalance zu schaffen. Die USA und die NATO hätten ein starkes Interesse daran, Russland wirtschaftlich zu schwächen und den Einfluss Chinas in Europa zu begrenzen.
Mit Blick auf Venezuela merkt er an, dass es dabei mehr um Energie als um Drogen gehe. Armstrong verweist auf die enormen Ölreserven Venezuelas als möglichen Anreiz für internationale Interventionen. Der Konflikt könne auch als geopolitische Taktik gegen China verstanden werden, da Venezuela dessen größter Ölpartner sei.
Armstrong warnt außerdem vor einer globalen Rezession bis 2028 und prognostiziert ein wachsendes Maß an internationalen Spannungen sowie mögliche Bürgerkriege. Armstrong sieht diese Konflikte als Ergebnis wirtschaftlicher Unsicherheit und historischer Rivalitäten. Besonders in Europa und Asien sei mit einem Anstieg autoritärer Regime zu rechnen, die als Reaktion auf die wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung mehr Kontrolle suchen könnten.
Die Märkte, insbesondere der Silbermarkt, könnten durch geopolitische Unsicherheiten beeinflusst werden, da die physische Lieferung von Edelmetallen wie Gold und Silber zunehmend gefragt ist. Laut Armstrong werden der Krieg und die mögliche Zersplitterung der EU die Nachfrage nach sicheren Anlageformen anheizen.
Abschließend warnt er vor einer Zunahme von Überwachung und autoritärer Kontrolle in westlichen Ländern, die in der kommenden Zeit stärker in den Fokus geraten könnten. Dabei verweist er auf die britische Regierung und deren zunehmende Überwachungsmaßnahmen. Armstrong ruft dazu auf, sich auf mehr Volatilität und Unsicherheit vorzubereiten, während die politische und wirtschaftliche Lage weiter eskaliert.
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