Goldman Sachs: Amerikaner besitzen kaum Gold – großes Potenzial für den Goldpreis
16.12.2025 | Redaktion
Die Rekordrally von Gold im Jahr 2025 hat zwar Aufmerksamkeit erregt, doch haben US-Investoren ihre Bestände noch nicht wesentlich aufgestockt, so Business Insider. Dies deute darauf hin, dass der Goldpreis noch Spielraum nach oben hat. Trotz neuer Höchststände ist der Goldbesitz in den USA nach wie vor gering: Gold-ETFs machen im zweiten Quartal lediglich 0,17% der US-Finanzportfolios aus. Dies liege noch immer 6 Basispunkte unter dem Höchststand von 2012, obwohl der Goldpreis in den letzten zehn Jahren stark gestiegen ist.
Laut Goldman Sachs sind auch institutionelle Anleger in den USA untergewichtet: Weniger als die Hälfte der großen Institutionen hält Gold-ETFs und diejenigen, die dies tun, weisen ihnen in der Regel nur 0,1% bis 0,5% ihres Portfolios zu. Im Vergleich zu den globalen ETF-Flows, die sich seit Jahresbeginn auf insgesamt rund 400 Tonnen belaufen, ist die Nachfrage nach physischem Gold in den USA minimal (11-15 Tonnen in den letzten 12 Monaten).
Goldman Sachs geht davon aus, dass die Kluft zwischen den Empfehlungen von großen Marktteilnehmern wie Citi, UBS und BlackRock und den tatsächlichen Goldbeständen die nächste Phase der Rally antreiben könnte. Die Bank schätzt, dass eine Erhöhung des Goldanteils in US-Portfolios um einen Basispunkt die Preise um 1,4% in die Höhe treiben könnte.
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