Indien erlaubt Gold- & Silberinvestitionen in Pensionsfonds
08:32 Uhr | Redaktion
Die indischen Aufsichtsbehörden haben die Vorschriften für Pensionsfonds überarbeitet, um Investitionen in börsengehandelte Fonds (ETFs) für Gold und Silber zu ermöglichen. Dies könnte laut FX Street die Nachfrage nach Edelmetallen im Land potenziell ankurbeln. Indien ist der zweitgrößte Goldmarkt der Welt und zählt auch zu den Ländern mit dem höchsten Silberverbrauch.
Die neuen Vorschriften erlauben es staatlichen Pensionsfonds, bis zu 1% ihres Vermögens in Gold- und Silber-ETFs anzulegen, während private Pensionsfonds bis zu 5% zuweisen können. Laut Bloomberg könnte dies eine zusätzliche Nachfrage nach Edelmetallen in Höhe von bis zu 1,7 Milliarden $ auslösen.
Dieser Schritt spiegele die wachsende Akzeptanz von Gold und Silber als gängige Anlagewerte wider und stärke ihre Rolle als wirksame Diversifikatoren für Portfolios, heißt es in dem Bericht. Der indische Markt für Gold- und Silberinvestitionen verzeichne bereits ein deutliches Wachstum. So stiegen die Investitionen in physisches Gold im dritten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 20%, wobei die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen wertmäßig um 67% zunahm.
Unterdessen haben die steigenden Goldpreise viele Anleger zu Silber getrieben. Ein starker Anstieg der indischen Silbernachfrage war einer der Faktoren, die den jüngsten Silberengpass ausgelöst haben. Dieser ließ den Preis erstmals auf über 50 $ steigen.
Gold und Silber sind tief in der indischen Kultur verwurzelt – insbesondere bei Hochzeitszeremonien und religiösen Ritualen sowie als Wertanlage, vor allem in ländlichen Gebieten, so FX Street. Trotz des hohen Goldpreises bleibt die Nachfrage stark: 87% der indischen Haushalte besitzen Gold. Die neu überarbeiteten Vorschriften für Pensionsfonds dürften die Investitionen in Gold und Silber weiter ankurbeln. Allein im Jahr 2025 verzeichneten ETFs einen Rekordzufluss von 276 Milliarden Rupien (umgerechnet 3,1 Milliarden $).
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