Warum die Zentralbanken den Goldpreis steuern
von Dimitri Speck
Kurzbeschreibung:
Warum stieg in der Finanzmarktkrise 2008 der Preis des »sicheren Hafens« Gold nicht? Warum blieb es zuvor hinter den übrigen Metallen zurück? Kann jemand ein Interesse an einem schwachen Goldpreis haben? Wer? Dimitri Speck weist nach, dass die Zentralbanken seit dem 5. August 1993 gegen stärkere Anstiege des Goldkurses intervenieren. Ihre Motive reichen von der Finanzmarktstabilisierung über die Inflationsbekämpfung bis hin zu niedrigeren Renditen am Anleihemarkt. Die Zentralbanken wollen den Gegenspieler ihres Kreditgeldes, das schuldnerfreie und nicht weginflationierbare Wertaufbewahrungsmittel Gold, in Schach halten. Ihre Kur hatte jedoch Nebenwirkungen: Die Goldpreisinterventionen gehören zu den Bausteinen der Finanzblase im Vorfeld der Finanzmarktkrise …
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Kundenrezensionen: Geheime Goldpolitik - keine leichte Kost, 8. August 2010 - Rezension von connor2008@freenet.de aus bei Frankfurt (Deutschland)
Für frische Leser von Dirk Müllers Buch "Finanzc(r)ash" wird das Buch von Dimtri Speck keine leichte Kost darstellen. Sein Ansatz ist ein anderer. Ausgesprochen nüchtern und sachlich, dafür aber sehr detailreich und umfassend geht er der Frage nach ob und wie mögliche Goldinterventionen in den letzten Jahrzehnten stattgefunden haben.
Hier nur soviel: Es gibt zwar eine Antwort auf diese Frage aber gleichzeitig wirft diese Antwort wieder so viele Fragen auf, dass wir am Ende lernen: Die Welt ist meistens komplizierter, als wir sie uns gemeinhin zurecht"denken".
Im Buch sticht eine deutliche Gliederung in zwei Bereiche ins Auge. Im ersten Teil behandelt Speck die neueste Historie des Goldes im letzten Jahrhundert. Im zweiten Teil versucht er einen möglichen Ausblick in eine immer ungewisser werdende Zukunft. Ausgangslage: Everthing could be possible!
Persönlich hat mich der erste Teil fasziniert. Nachdenklich gemacht hingegen der zweite Teil.
Mein Fazit: Lesenswert, auch wenn es mit 50 Seiten weniger eher gewonnen hätte.
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