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BacTech Environmental Corp.
Bergbau
A1H4TY
CA0704901077
AuAgPtPdCuNiZn


Bactech Environmental Corp. - Bio-Auslaugung zur Gewinnung von Gold und Basismetallen

BacTech Environmental Corp. wurde im Dezember 2010 im Zuge einer Unternehmensneuorganisation von BacTech Mining Corp. geschaffen. Das Unternehmen wendet die patentierte BACOX Bio-Auslaugetechnologie für die Verarbeitung von toxischen, arsenhaltigen Minentailings an. Damit gelingt es, das Arsen zu binden (d.h. dessen Unschädlichmachung) und die Schwermetalle herauszulösen. Ein weiterer Vorteil der Bioauslaugung liegt in der Oxidierung der Sulfide in den Minentailings und somit in der Ausschaltung einer der Hauptquellen für saures Sickerwasser.

BacTech Environmental Corp. ist in Kanada an der Canadian National Stock Exchange (CNSX) unter Tickersymbol "BAC" und in Deutschland mit WKN A1H4TY in Stuttgart und Berlin notiert.

Das erste Unternehmen BacTech Mining wurde 1988 gegründet und sein Ursprung liegt in Westaustralien. Die Firmierung in Kanada fand in Ontario Mitte 1997 statt und im September des gleichen Jahres erfolgte der Börsengang. Bevor die Technologie in Australien aufkam, wurde sie am King´s College in London, England, für die Abtrennung von Schwefel aus Kohle entwickelt, um so ein reineres Produkt zur Verbrennung zu erhalten. In Australien wurde die Technologie für die Gewinnung von Gold aus schwer zu verarbeitenden Konzentraten aus Goldminen verwandt.

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Wie funktioniert es?

Bakterielle Oxidation (Markenzeichen BACOX) ist ein sicherer und umweltfreundlicher Prozess. Er hat den Vorteil der Verbesserung der Metallausbeute bei gleichzeitig wesentlich niedrigeren Investitions- und Betriebskosten, verglichen mit der traditionellen Verarbeitung mittels Schmelzen, Rösten und Druckoxidation.

Die Technologie der bakteriellen Auslaugung, auch Biolaugung genannt, wurde ursprünglich von BacTech Mining Corp. (seit 2. Dezember 2010 REBgold Corp.) entwickelt und sie nutzt natürlich vorkommende Bakterien, die für Menschen und Umwelt ungefährlich sind, um Edel- und Basismetalle aus schwer zu verarbeitenden Erzen, Konzentraten und Tailings freizusetzen. Dies ist aber nur ein Vorteil der Bioauslaugung für die Sanierung von Tailings und anderen Lagerrückständen des Bergbaus. Aufgrund seiner Fähigkeit der Neutralisierung der Ursache der sauren Sickerwässer und der Stabilisierung der toxischen Schwermetalle geht die BACOX Bioauslaugung mehre Tailings- und Umweltprobleme gleichzeitig an, während noch Erlöse erzielt werden, die wiederum den Sanierungsprozess finanzieren.

Um es einfach zu sagen, Bioauslaugung nutzt natürlich vorkommende Bakterien in Reaktoren (Tanks), um Sulfide zu oxidieren. Der Schlüssel ist, den Bakterien optimale Arbeits- und Lebensbedingungen in den Tanks zur Verfügung zu stellen, so dass sie in nur 5-6 Tagen die Sulfide oxidieren können. Im natürlichen Umfeld würde dies Jahre dauern. Dies ist eine übliche Verweilzeit in einer kommerziellen Biolaugungs-Anlage und die Kontrolle dessen und der anderer Parameter wie z.B. die Größe der eingebrachten Partikel, sie sind relativ einfach und leicht durch einen gut geschulten Operator durchzuführen. Das eingetragene Warenzeichen für BacTech´s Bioauslaugungstechnologie ist "BACOX".


Wie Bactech Geld verdienen möchte

BacTech Environmental wird jetzt seine Strategie auf Umwelt-Sanierungsdienstleistungen konzentrieren, um das weltweit mit dem Bergbau verbundene Arsen-Problem anzugehen. Diese Entscheidung basierte auf der globalen Nachfrage für die Renaturierung von Bergbaugebieten mit dem gleichzeitigen Eigentum an solchen Projekten gegenüber einer externen Lizensierung der Bioauslaugungstechnologie.

Die historische Herangehensweise bei der Verarbeitung von refraktorischem, arsenhaltigen Erz ist das Schmelzen und/oder Rösten. Dies setzt das Sulfiderz starker Hitze aus und verbrennt die enthaltenen Sulfide, so dass die Metalle zur Gewinnung übrig bleiben. Es gibt strenge Begrenzungen für die Mengen von Arsen, das bei einem Mineral-Verarbeitungsprozess verbrannt werden darf und eine Regel in der Industrie besagt, dass Schmelzereien keine Basis- oder Edelmetallkonzentrate mit mehr als 1,5% Arsengehalt verarbeiten können. Außerdem unterliegen sie auch einer Tonnenbeschränkung für die Produktion in jedem Jahr. Da Bioauslaugung ohne direkte Hitze auskommt, fallen bei dem Prozess keine Arsentrioxid (As203)-Gase an. Tatsächlich kann Bioauslaugung Konzentrate mit viel höheren Arsengehalten verarbeiten, als es bei einem polymetallischen Verbrennungsprozess der Fall wäre.

BacTech Environmental wird sich bemühen, eine Eigenkapitalposition an jedem Projekt zu erlangen, was bei der Metallgewinnung zu zusätzlichem Cashflow führt. Wo es möglich ist, wird das Unternehmen mit nationalen und lokalen Regierungen und auch mit Nicht-Regierungs-Organisationen zusammenarbeiten, um Teile der Projekte zu finanzieren.


Snow Lake Projekt

Im April 2011 erhielt BacTech Environmental einen Vertrag von der Minenabteilung des Manitoba Department of Innovation, Energy and Mines (Ministerium für Innovation, Energie und Minen von Manitoba) für die Behandlung eines Haufens Arenopyrit-Konzentrats in der Gemeinde von Snow Lake im Norden Manitobas. BacTech hat einen Vorschlag, der "keine Kosten für den Steuerzahler" beinhaltet, für die Säuberung abgegeben. Das Unternehmen wird die gewinnbaren Metalle aus dem Konzentrathaufen für sich selbst verbuchen und das enthaltene Arsen behandeln. Die Biooxidationstechnologie des Unternehmens wird in der Goldindustrie seit vielen Jahren erfolgreich genutzt, um Gold aus arsenhaltigen Konzentraten zu extrahieren, während man gleichzeitig das Arsen in fester Form stabilisiert.

BacTech antwortete auf eine Anfrage für ein Angebot von der Minenabteilung am 21. Dezember 2010. BacTechs Interesse an dem Projekt kommt von Testarbeiten, die 2010 abgeschlossen wurden und bei denen man herausfand, dass die Biolaugungstechnologie gut geeignet ist, um das hochgradige Arsen der Halde zu stabilisieren.

Die Halde von Snow Lake entstand in den 1950er Jahren als Beiprodukt der Goldproduktion aus der Nor Acme Mine. Aufgrund der refraktorischen (gebundenen) Natur des Erzes und einem hohen Arsengehalt wurde zu dieser Zeit entschieden, mittels Flotation ein Arsenopyrit-Konzentrat herzustellen und es später weiterzuverarbeiten. Die Halde ist 6 bis 10 m hoch und umfasst ein Gebiet von ca. 19.500 m².

Im Oktober 2011 veröffentlichte BacTech eine NI 43-101 Ressourcenschätzung für Snow Lake:

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Am 27. August 2012 gab BacTech die Ergebnisse einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsstudie für das Projekt bekannt. Bei einer Verarbeitung von 109 t Haldenmaterial hätte das Projekt eine Lebensdauer von ca. 7 Jahren und die jährliche Goldproduktion läge bei 10.400 oz. Im Basisszenario von 1.396 US$/oz Gold und einer Ausbeute von 88,6% betragen die Betriebskosten 671 US$/oz und die totalen Kosten 973 US$/oz. Die nötigen Investitionen für die Anlage beliefen sich auf ca. 21,4 Mio. CAD.

Die Anlage könnte auch einen zusätzlichen Wert haben, wenn sie andere Arten von Refraktor-Gold-Erz bzw. -Halden und Abfälle in der Region verarbeitet werden können. Dies zu erreichen, wurde im Februar 2013 eine Absichtserklärung mit Hudbay Minerals geschlossen, denen die Anderson Lake Tailings in Snow Lake gehören und die potentiell ebenfalls für Bioauslaugung in Frage kommen.


Weitere Projekte

Im Januar 2013 unterzeichnete BacTech eine Absichtserklärung mit Corporación Minera de Bolivia ("COMIBOL") über eine mögliche Sanierung der Telamayu Tailings in Bolivien.

Telamayu ist Standort einer früheren Mine und besitzt zwei Tailings. BacTech nahm im Mai 2012 Proben, die 282 g/t Silber und 1,7% Kupfer enthielten. Dies passt zu älteren Ergebnissen von Comibol, die 258 g/t Silber und 1,05% Kupfer auswiesen. Laut Schätzungen von COMIBOL liegen ca. 2,3 Mio. t Material mit diesen Gehalten in den Becken.

Die Absichtserklärung sieht vor, dass man eine 50/50 Jointventure bilden werde, COMIBOL die Tailings und Infrastruktur stellen wird und Bactech die Mittel für die nötigen Studien und Flotations- und Bioauslaugungs-Testarbeiten bereitstellen wird. Innerhalb von 50 km von Telamayu befinden sich weitere Tailings, die ggf. für eine Bearbeitung mittels Bioauslaugung in Frage kommen.

Am 12. Februar 2013 meldete BacTech eine weitere Absichtserklärung mit Hudbay Minerals (TSX: HBM) bezüglich der Anderson Lake Tailings in Snow Lake. Die Tailings beinhalten die Reste von 10 früheren Minen. BacTech wird ein Bohrprogramm durchführen und Proben nehmen und so den Edelmetallgehalt feststellen. Auf diese Weise soll bestimmt werden, ob sich das Gold-Sulfidmaterial für die Verarbeitung in der zu errichtenden Snow Lake Anlage eignet.




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