Casa Nacional De Moneda

Auf der Suche nach Gold und Silber unterwarfen spanische Eroberer große Teile Mittel- und Südamerikas. Im Jahr 1542 gründeten diese für die spanische Krone das Vizekönigreich Peru.

Während des 17. Jahrhunderts umfasste Neu-Kastilien (Virreinato de Nueva Castilla), wie das Vizekönigreich auch hieß, sechs Audiencias oder provinzielle Verwaltungseinheiten: neben Lima (heutiges Peru), Panamá, Santa Fe de Bogotá (Kolumbien), Quito (Ecuador), Charcas (Argentinien, Bolivien, Paraguay und Uruguay) sowie Chile.

Die Prägestätte "Casa Nacional De Moneda" wurde am 21. August 1565 in Lima, der heutigen Hauptstadt von Peru, gegründet. Die Münzherstellung erfolgte auf die damalige Art - mit Hammer und Amboss, die unter der Bezeichnung "Macuquinas" (spanisch-mexikanischer Ausdruck für "beschnittenes Stück"; engl. Hammered Coinage) bekannt ist. Bei einem Erdbeben im Jahr 1746 wurde die Prägestätte zerstört. Der Grundstein für einen Neubau wurde am 2. November 1748 gelegt. Die Bauarbeiten dauerten zwölf Jahre an.

Die Macuquinas aus Gold wurden bis ins Jahr 1751 und die aus Silber bis ins Jahr 1752 hergestellt. Mit dem Ende der Macuquinas wurde die "Moneda de cordoncillo" eingeführt. Das neue Herstellungsverfahren mittels Prägepressen erlaubte es erstmalig exakte runde und einheitlich große Münzen aus den beiden Edelmetallen Gold und Silber zu prägen.

Die ersten Münzen zierte das Konterfei des spanischen Monarchen Fernando VI. (im deutschen bekannt als König Ferdinand VI.). Die für die damalige Zeit typische Perücke gab der Münze ihren Spitznamen: "Peluconas" (la peluca; die Perücke). Die Münze (1 Escudo = 2 Pesos = 16 Reales) wurde in Lima bis ins Jahr 1772 geprägt und durch das Porträt des Monarchen Carlos III. abgelöst.

Die Casa Nacional De Moneda unterstand der spanischen Krone bis zum Jahr 1821. Nach der Unabhängigkeitserklärung übernahm das Land die Währungseinheit und prägte in 1822 die erste peruanische (Kupfer-)Münze (¼ Real). Noch im selben Jahr folgten die ersten Gold- und Silbermünzen.

Peru änderte im Jahr 1863 den Währungsnamen in "Sol" (die "Sonne", das Symbol Perus seit der Inkazeit). Der Währungstausch erfolgte im Verhältnis: 1 Sol = 10 Reales. Gleichzeitig mit dem Sol wurde auf das Dezimalsystem (1 Sol = 10 Dineros = 100 Centavos, sowie 10 Soles = 1 Libra) umgestellt. (Bis 1917 entsprach eine 1-Sol Goldmünze (25 g, Feingehalt .900) der 5-Franc-Goldmünze der Lateinischen Münzunion.)

Im Jahr 1922 wurde die Zentralbank Banco de Reserva gegründet. Seit einem Gesetzesentwurf im Oktober 1977 untersteht die peruanische Prägestätte Casa Nacional De Moneda vollständig der staatlichen Zentralbank.

Als Anlagemünzen eignen sich nur die in den Jahren 1898-1969 geprägten Libra Münzen (916 Feingold, 1/5, ½ und 1 Libra) und die in den Jahren 1956-1979 geprägten Soles Münzen (900 Feingold: 5,10, 20, 50, 50, 100 Soles und 916 Feingold: 50.000 und 100.000 Soles). Auf den Libra Goldmünzen ist das Porträt eines Indianers und das Staatswappen Limas abgebildet. Die 5, 10 ,20, 50 und 100 Soles Goldmünzen werden von der Liberty geziert.

Staatliche Münzprägestätte, Peru


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