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Schulden, Schulden und noch mehr

17.12.2002  |  Uwe Warmbein
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Während eines Crash ist es schwer zu verkaufen. Die Banken sind überlastet, es geht niemand an das Telefon, während Ihre Papiere stetig weiter fallen. Ihr Fax bleibt womöglich einige Stunden liegen, bis es jemand liest - wenn überhaupt. Die Online-Banken schalten einfach Ihre Computer ab. Das tun sie jetzt schon hin und wieder, wenn größere Volatilität am Markt auftritt. Dagegen können Sie nichts unternehmen. Sie können lediglich zusehen, wie der Markt weiter fällt oder resignieren.

Nach dem 11. September wurden die Börsen einfach geschlossen. Für 1 Woche !!! Das kann also jederzeit wieder passieren. In einer Woche kommen dann jede Menge Verkaufsorders an die Börse, Margincalls (Zwangsverkäufe) werden ausgelöst. Wird die Börse dann wieder geöffnet, beginnen die Kurse ihren weiteren Weg nach unten - vielleicht mit einem großen Gap (Kurslücke). Jeder sollte sich einmal diese Dinge durch den Kopf gehen lassen. Ein ordentlicher Handel an der Börse, wie wir ihn kennen, ist dann nicht mehr möglich. Es herrscht Panik und jeder möchte durch das "Nadelöhr". Treffen Sie Ihre Vorbereitungen rechtzeitig.

In Argentinien ist bereits für jeden sichtbar, wie es mit dem Recht bestellt ist, an sein wohlverdientes Geld heranzukommen. Die Banken werden geschlossen. Warum? Jeder möchte seine "Mäuse" in Sicherheit bringen, weil das Vertrauen in das System erschüttert ist - zu recht. Doch dieses Recht wird dem Individuum verwehrt. Die Banken und das Bankensystem würden zusammenbrechen. Bankenpleiten wären in kurzer Zeit die Folge. Wie kommen Sie dann z.B. an Ihre 150.000 Euro ? Auch darüber sollte man mal nachdenken.

In Deutschland haben wir eine Einlagensicherung - yeah prima. Doch zum Einen kann ein Gesetz jederzeit geändert werden und zum Anderen ist diese Einlagensicherung bis auf einen bestimmten Betrag begrenzt. Eine gute Möglichkeit ist diejenige, sich um eine bzw. mehrere gute Banken zu kümmern und nicht alles bei einer Bank liegen zu haben.

Sie haben z.B. Gold gekauft und es bei der Bank in Verwahrung gegeben. Sie denken, sie haben physisches Gold, aber dem ist nicht so. Die Bank hat einen Zettel auf dem steht Ihr Anspruch auf das gekaufte Gold? Auch darüber sollte man mal nachdenken. Kaufen Sie physisches Gold, doch deponieren Sie es nicht bei einer Bank. Vergraben Sie es im Vorgarten oder irgendwo, wo sie es jederzeit wieder hervorholen können.


Cash, Cash und nochmals Cash

Ich kann es nicht oft genug wiederholen. halten Sie Cash und abermals Cash. Versuchen Sie nicht in einen Crash hinein zu kaufen, auch wenn Sie besonders schlau sein wollen. Üben Sie sich in Geduld, denn der Markt wird in den ganzen kommenden Jahren per saldo fallen.

Das folgende Schema stellt den DOW JONES seit 1800 dar. Die Kurse sind inflationsbereinigt. In den letzten 200 Jahren bewegten sich die Kurse in dem eingezeichneten Trendkanal. Ein "Überschießen" aus diesem Kanal ist in der Vergangenheit schon mehrmals vorgekommen. Doch hatte dies niemals zur Folge, dass die zyklischen Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt wurden. Die Kurse fanden immer wieder den Weg zurück an die untere Trendlinie.

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Sie sehen also, dass ein Crash, was nichts anderes als schwere Kursverluste bedeutet, vom jetzigen Niveau gesehen, so unwahrscheinlich nicht ist. Er ist wahrscheinlicher als neue Höchstkurse.

Doch der gewöhnliche Anleger ist nicht darauf vorbereitet. Er hört täglich das Märchen vom neuen Aufschwung. In den kommenden Jahren wird wieder das Wort "Massenpsychologie" die Runde machen. Den Folgen eines derartigen Rückgangs der Börsenpreise kann sich wohl niemand ganz entziehen, denn es wird die Wirtschaft mit ihren Arbeitsplätzen treffen, die sozialen Errungenschaften und das gesamte gesellschaftliche und politische Leben.

Doch Sie können sich aus der Masse herausheben und Vorsichtsmaßnahmen entwickeln. Tun Sie es bald.


© Uwe Warmbein



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