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David Brady: Gold wird steigen, da Zentralbanken wieder versuchen, Gott zu spielen

18.03.2019
Meine Leitthese für "das Tief" des Goldpreises war eine Umkehrung der Politik der Fed zu Zinssenkungen und quantitativer Lockerung (QE), was den Dollarkurs zum Sinken bringt und den Goldpreis (sowie alles andere) nach oben treibt. An dieser Ansicht hat sich nichts geändert.

Open in new windowWas sich änderte, ist, dass Zentralbanken bereits die Geldhähne wieder aufdrehen - alle außer der Fed. Am 7. März 2019 gab die EZB neue Stimulusmaßnahmen bekannt; nur zwei Monate nachdem sie angeblich ihr QE-Programm auf null zusammenstrich. Das müssen Sie sich einmal vor Augen führen. Sie stellen die Geldhähne für sprichwörtliche fünf Minuten ab und Wirtschaftsdaten von Deutschland und der EU gehen zusammen mit der Inflation weiter den Bach runter.

Also macht die EZB eine Kehrtwende zurück zu QE und wahrscheinlich auch zur negativen Zinspolitik (die beide offensichtlich nicht funktionieren, aber was könnte sie sonst tun?). Das ist die Definition eines "Ponzi-Schemas". Ohne wachsenden Barmittelzufluss bricht es ein. So sehen EU- und Weltmärkte heutzutage aus.

Was steht der EU, und sicherlich der Welt, bevor: Japanisierung? Eine jahrzehntelange Zombieweltwirtschaft? Oder eventuell wuchernde Stagflation, in der Preise in die Höhe schnellen und die Konjunktur künstlich am Leben gehalten wird, bis es sich erweist, dass QE nie eine Heilung war, sondern Gift, das nun aufgehalten werden muss. An diesem Punkt sind die Zentralbanken machtlos, das System bricht zusammen und wir haben einen globalen geldpolitischen Neustart. Unter solchen Umständen steigen Gold- und Silberpreise ins Unermessliche.

Zurück zur Gegenwart. Die EZB druckt also wieder. Die chinesische Zentralbank (PBOC) hat auch wieder angefangen. Sie druckte allein im Januar (als der S&P und globale Aktienmärkte verzweifelt Auftrieb brauchten) 5% ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) in neuen Schuldverschreibungen - wirklich massive Kreditschöpfung.

Die Bank of Japan (BoJ) hörte nie mit dem Drucken auf. Und zuletzt machte auch die Fed eine "verbale" Kehrtwende, indem sie vorerst auf Zinserhöhungen verzichtet, aber weiterhin ihre Bilanz reduziert. Sie versucht, das zu wiederholen, was sie 2016 nach dem geschichtsträchtigen Ausverkauf im Januar, machte, um weitere Zinserhöhungen in der Zukunft zu ermöglichen.

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Warum? Um Munition bereitzustellen, damit sie mit der bereits einsetzenden Krise fertig wird. Genau, Zinsen erhöhen, damit sie später gesenkt werden können. So verzweifelt wollen Zentralbanker dieses Ponzi-Schema am Laufen halten, aber sie können Mutter Natur, die Wirtschaft und Märkte nicht ewig bekämpfen. Die Zeit wird knapp. Aus all diesen Gründen sind Gold und Silber sowie andere harte Vermögenswerte die neuen "alternativlosen" (oder "TINA-") Vermögenswerte für das, was auf uns zukommt.

China und Russland wussten das mindestens seit der von den USA angeführten Finanzkrise 2008, und rechneten damit, dass die USA massenhaft Dollars drucken müssten, um ihre Defizite und Schulden zu bezahlen, insbesondere die ungedeckten Verbindlichkeiten, die nächstes Jahr in großem Stil fällig werden.

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Bis dahin versucht die Fed, noch eine oder zwei Zinserhöhungen dazwischen zu zwängen und ihre Bilanz etwas mehr zu verringern. In der Zwischenzeit helfen ihr die anderen Zentralbanken, indem sie wieder Währungen drucken und Dollar kaufen, die sie für den Kauf von US-Vermögenswerten einsetzen; hauptsächlich Aktien, meiner Meinung nach. "Carry Trade", nur heftiger. Das schiebt den S&P höher, den Hauptauftrag der Fed, und ermöglicht weitere Zinserhöhungen.

Die anderen Zentralbanken drucken auch, um ihre eigenen Märkte zu unterstützen und das Vertrauen in das System in seiner Gesamtheit aufrechtzuerhalten. Das Risiko für einen Vertrauensverlust in Zentralbankpolitik wächst, da es zunehmend durchschaubarer wird, dass ihre Politik nichts für die Wirtschaft tut, außer mehr Schulden und höhere Assetpreise zu kreieren.


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