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David Brady: Gold - März oder Oktober 2008?

04.04.2019  |  Presse anonym
Letzte Woche sagte ich: "Das Gesamtbild bleibt unverändert: Wenn die US Federal Reserve (Fed) zur Quantitative Lockerung (QE) zurückkehrt und der Dollar abstürzt, werden Gold und alles andere noch oben schnellen. Ich glaube, eine Rückkehr zur QE ist an diesem Punkt unausweichlich." Jegliche Rücksetzer im Goldkurs bieten eine letzte Chance zu "BTFD", sprich Kaufen, sobald der Preis sinkt.

Nun, die Fed machte am Mittwoch einen großen Schritt in diese Richtung. Sie verkündete:
  • Keine weiteren Zinserhöhungen 2019.
  • Das Programm zur Bilanzreduzierung endet im September, früher als erwartet.
  • Die Prognose zum Wirtschaftswachstum wurde herabgesetzt.

Sie bewegt sich Stück für Stück auf Zinssenkungen und die Rückkehr zu QE zu. Allerdings wird die Fed einen Vorwand brauchen, damit das geschieht, wie z. B. einen beachtlichen Rückzug der Aktienkurse oder einen weiteren Aktienkursverfall um ca. 20%.

Bärenmärkte sind von Natur aus deflationär und neigen dazu, alle Märkte, einschließlich Gold, mit sich herunterzuziehen, so wie sie es von März bis Oktober 2008 getan haben, als der Goldpreis um 30% von 1.000 $ auf 700 $ fiel. Bullionbanken fänden diese Gelegenheit reizvoll, um den Goldpreis ein weiteres Mal zu drücken.

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Allerdings bildete der Goldkurs im Oktober 2008 einen Boden, sechs Monate vor der Einführung von QE im März, und baute seinen Anstieg aus, bis er in drei Jahren beinahe um das Dreifache auf 1.900 $ stieg. Der Goldkurs wartete nicht, bis QE einsetzte, er nahm sowohl die Lockerung als auch den nachfolgenden Abstieg des Dollar-Index um 15% von 88 auf 75 vorweg.

Die Frage lautet also: Wo befindet sich Gold nun? Im März 2008 oder Oktober 2008?

Untersuchen wir die vorliegenden Daten.


Technische Daten

Täglich: Der Goldpreis hat immer noch keinen Schlusskurs über dem Schlüsselwiderstand bei 1.316 trotz seines Abprallers von der Unterstützung bei 1.280. Der RSI (Relative-Stärke-Index) ist bei neutralen 50. Die extrem überverkaufte Situation im MACD-Histogramm wurde vollends zurück auf null korrigiert, ebenfalls neutral. Auch die MACD-Linie ist bei null. Hier gibt es nichts zu sehen.

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Wöchentlich: Der Goldpreis ist immer noch nicht wieder über den wöchentlichen Trendlinienwiderstand gebrochen. Ein Test ist in Arbeit. Der RSI sank von extrem überkauften 77 auf 55 und kam nun wieder auf 61 hoch. Von hier aus könnte er sinken oder die Gelegenheit für ein negativ divergentes höheres Hoch über 1.350 bieten, bevor er wieder sinkt. Das wöchentliche MACD-Histogramm korrigierte seinen überverkauften Zustand zurück auf nahe null. In der Zwischenzeit steht die MACD-Linie vor einem Wendepunkt, aufwärts oder abwärts. Leider gibt es hier wieder nichts Eindeutiges.


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