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Platin und die verfehlte 1.000 USD-Marke

03.10.2019  |  Christian Kämmerer
Platin zeigte sich ja auf breiter Flur höchst schwach im Vergleich zur Entwicklung der anderen Metalle. Im Verlauf des vergangenen Monats erfolgte jedoch die Überraschungsoffensive und führte das Edel- wie auch Industriemetall mit einer Performance von knapp 20% seit dem August-Tief empor. Die Marke von 1.000 USD wurde jedoch verfehlt und so waren die Wochen nach diesem Anstieg von wiederkehrender Schwäche geprägt. Doch schauen wir jetzt auf die aktuelle Situation.

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Quelle Charts: Tradesignal Web Edition


Fazit:

Seit der knapp verfehlten 1.000 USD-Marke, verlor Platin bereits mehr als 12% an Wert und touchierte hierbei das Level von 880 USD je Unze. Rund um dieses Niveau herum lässt sich eine Horizontalunterstützung definieren, welche durchaus als Sprungbrett einer neuerlichen Attacke dienen könnte. Im Kontext dieses Rücklaufs wurde auch eine Art Pullback an das vorherige Ausbruchslevel vollzogen, sodass die Rahmenbedingungen einer Stabilisierung bzw. eines erneuten Aufwärtsimpulses durchaus gegeben sind. Die Preisziele einer solchen Erholung lassen sich bei zunächst 930 USD und darüber bei 955 USD definieren.

Oberhalb von 960 USD wäre der Impuls in Richtung 1.000 USD zu erwarten. Die Eroberung dieses vierstelligen Niveaus wäre natürlich positiv zu sehen. Wobei es insbesondere auf den Anstieg über den Widerstand bei 1.015 USD ankommen dürfte. Denn erst oberhalb davon wären die Bullen tatsächlich in der Lage, eine weitere Performance bis 1.100 USD und darüber hinaus zu forcieren.

Kurse unterhalb von 860 USD wären hingegen kritisch zu sehen. Hierbei dürfte nur noch der gleitenden 200-Tage-Durchschnitt (SMA aktuell bei rund 850 USD) eine stützende Funktion besitzen, bevor im weiteren Verlauf Notierungen bei 800 bzw. 785 USD zu erwarten wären. Unterhalb von 785 USD hätten die Bären das Ruder wieder klar übernommen und die übergeordnete Preisschwäche dürfte in eine der nächsten Runden übergehen.

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Quelle Charts: Tradesignal Web Edition


Long Szenario:

Die jüngsten Verluste erlauben im Zusammenhang der dabei erreichten Marke von 880 USD durchaus wieder Spekulationspotenzial auf der Oberseite. Glückt die gegenwärtige Stabilisierung, könnte sich im weiteren Verlauf eine Performance bis 930 bzw. 955 USD eröffnen. Oberhalb dessen wäre die Marke von 1.000 USD wieder im Visier der Bullen.


Short Szenario:

Preise unterhalb von 860 USD lassen die mögliche Stabilisierungschance verstreichen. Vielmehr hilft dann einzig der noch darunter befindliche SMA200 bei rund 850 USD, bevor es bei weiteren Verkaufsaktivitäten zu einem Test des Levels von 800 bzw. 785 USD kommen dürfte. Unterhalb von 785 USD wären die Bären wieder klar im Vorteil.


© Christian Kämmerer
Head of German Speaking Markets
www.jfdbank.com



Offenlegung gemäß § 34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.


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