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Silber im freien Fall mit mehr als 20% Tagesverlust

16.03.2020  |  Christian Kämmerer
Die Panik an den Märkten und dies insbesondere Anlageklassen übergreifend, hat nunmehr und direkt den Silberpreis erwischt. Heute Morgen noch vor der Unterstützung bei 14,00 USD notierend, brechen derweil alle Dämme und Silber befand sich mittlerweile sogar schon unter 12,00 USD je Unze. Worauf es jetzt zu achten gilt, wollen wir im Nachgang genauer thematisieren.

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Quelle Charts: Tradesignal Web Edition


Fazit:

Neben dem oben aufgeführten Langfristchart wird insbesondere mit Blick auf den heutigen Tageschart deutlich, wie eskalativ die gegenwärtige Situation bei Silber und auch anderen Weißmetallen wie Palladium ist. FYI: Eine Analyse zu Palladium und auch Analysen zu den anderen (Weiß-)Metallen werden zeitnah hier erfolgen - doch zurück zur heutigen Volatilität. Wenn sich hierbei vereinzelte Kryptowährungen um mehr als 20 % an einem Tag bewegen, ist dies bereits keine unbekannte Situation unter Händlern/Tradern. Obgleich nicht minder verrückt.

Das dies jedoch dem Silberpreis im gegenwärtigen Ausmaß wiederfährt, ist definitiv keine Regel und somit sollte man sich im Zuge der aktuellen Lage durchaus bewusst werden, dass hier eine Sondersituation mit ungewissem Ausgang vorliegt. Wie orientieren uns hier am Phänomen der Masse in Form der Technischen Analyse und der dabei ungeschminkten/realen Angebots- und Nachfrage-Preisdarstellung. Gier und Panik wechseln sich dabei anschaulich wie Euphorie und Angst ab.

Unter aktueller Betrachtung ist Cash klar Trumpf und folglich dürfte/muss Silber erst noch, aufgrund der heutigen Aufgabe des Levels von 14,00 USD, einen Boden finden. Die Angst und Panik sind da. Mögliche Haltestellen im Big-Picture sind dabei 11,60 USD und darunter das Niveau von 10,60 USD. Auf der Oberseite kann erst über dem just durchbrochenen Level von 14,00 USD Entwarnung gegeben werden.

Technische Erholungen an dieses Niveau könnten für Short-Seller allerdings als Einstiegsschance für einen erneuten Abwärtsimpuls angesehen werden. Zumindest wenn man diesem möglichen Frieden nicht traut und von einer weiteren Schwäche überzeugt ist. So oder so wäre eine Rückkehr über 14,00 USD als Rettung anzusehen und könnte den heutigen Rutsch als Fake-Out mit Chancen bis 16,00 USD erscheinen lassen.

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Quelle Charts: Tradesignal Web Edition


Long Szenario:

Mit der bisherigen Unterschreitung des Levels von 14,00 USD hat sich die Situation weiter verschlechtern. Einzig ein imposanter Rebound über eben dieses Niveau könnte die heutige Bewegung als Fake-Out entlarven und dann vielmehr schnelle Preissteigerungen in Richtung 16,00 USD initiieren.


Short Szenario:

Der bärische Druck nimmt weiter zu und die Spitze der Panik erscheint ggf. noch nicht gesucht. Mit dem Einbruch unter 14,00 USD wurde jedenfalls ein neues/starkes Verkaufssignal generiert, welches weiter abwärts bis 11,60 bzw. 10,60 USD führen könnte. Im weiteren Verlauf der zusätzliche Test des runden Levels von 10,00 USD je Unze keineswegs ausgeschlossen werden.


© Christian Kämmerer
Head of German Speaking Markets
www.jfdbank.com



Offenlegung gemäß § 34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit investiert.


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