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Die wahre Lehre vom Geld: Vor 100 Jahren erschien Ludwig von Mises' "Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel"

27.11.2012  |  Presse
Dieser Beitrag wurde am 2. November 2012 auf der Internationalen Edelmetall- und Rohstoffmesse in München vorgetragen.


Einleitung

Open in new windowVor 100 Jahren, im Jahr 1912, veröffentlichte Ludwig von Mises das Buch "Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel". Es ist seine Habilitationsschrift, ein bahnbrechendes, zeitloses Werk. Das Buch beinhaltet wichtige Erkenntnisfortschritte über Wesen und Wirkung des Geldes in einer arbeitsteilig organisierten Volkswirtschaft.

Wer Mises‘ "Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel" gelesen hat, der konnte alle monetären Katastrophen des 20. Jahrhunderts vorhersehen, konnte erkennen, welche monetären Architekturen Bestand haben würden, und welche zerfallen mussten.

Und auch hundert Jahre danach ist der Wissenswert von Mises‘ geldtheoretischen Einsichten ungeschmälert. Gerade in der heutigen Finanz- und Wirtschaftskrise helfen Mises‘ geldtheoretische Einblicke, die Ursache der Finanz- und Wirtschaftskrise (besser) zu verstehen und konstruktive Lösungswege zu formulieren.

Sie lassen aber auch das Ausmaß der kommenden Katastrophe erahnen, die nach Jahrzehnten des ungedeckten Papiergeldsystems drohend am Horizont erkennbar ist, wenn Regierungen und Zentralbanken ihre bisherigen Politiken fortsetzen.


Zu Mises’ Person und Leben

Mises wurde 1881 in Lemberg geboren und war der bedeutendste Ökonom und Gesellschaftstheoretiker des 20. Jahrhunderts. 1919 erbrachte er die wissenschaftliche Begründung, dass der Sozialismus unmöglich ist, dass er scheitern muss – zu einer Zeit, in der viele Intellektuelle den Sozialismus als neue Heilslehre priesen.

Mises zeigte zudem, dass der "dritte Weg", das Gesellschaftsmodell also, das versucht, zwischen Kapitalismus und Sozialismus zu manövrieren, zum Scheitern verurteilt ist; seine "Kritik des Interventionismus" (1929) lässt sich noch heute mit Gewinn lesen .

Am wohl beeindruckendsten sind jedoch wohl Mises‘ (wirtschafts-)wissenschaftstheoretische Arbeiten. Mises rekonstruierte die Volkswirtschaftslehre als logisch-deduktive Wissenschaft. Er nahm damit eine "Gegenposition" gegenüber der damals herrschenden Lehre ein – was ihm viele intellektuelle Feindschaften eintrug.

Mises war ein scharfer Denker und Schreiber. Er war intellektuell aufrichtig, der Wahrheit verpflichtet, unbeugsam, mutig. Kurzum: Mises war ein – wie man es heute sagen würde – "Role Model" eines Gelehrten.

Mises starb 1973 in New York. Nachdem seine Beiträge über viele Jahre hinweg weitgehend aus dem Lehr- und Wissenschaftsbetrieb verschwunden waren, ist nun aber eine fulminante Renaissance im Gange. Das Interesse an der Österreichischen Schule der Nationalökonomie und insbesondere an Mises‘ Arbeiten steigt stark an.

Das zeigt sich unter anderem an der zunehmenden Zahl von Ludwig von Mises Instituten, die mittlerweile weltweit, von Lateinamerika bis Osteuropa aktiv geworden sind. Seit dem 21. Oktober 2012 gibt es nun auch das "Ludwig von Mises Institut Deutschland". Es hat die Website-Adresse www.misesde.org.

Das Institut macht sich zur Aufgabe, die liberale-libertäre Wirtschafts- und Gesellschaftslehre in der Tradition der "Österreichischen Schule der Nationalökonomie", wie sie insbesondere von Ludwig von Mises (1881 – 1973) entwickelt und vertreten wurde, zu lehren und ihre Erkenntnisse zur Erörterung aktueller Fragestellungen einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.

Im Folgenden sollen die wichtigsten geltheoretischen Erkenntnisse, die Mises in "Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel" vorlegte, aufgezeigt werden, beginnend mit der grundlegenden Frage: Was ist Geld?


Was ist Geld?

Mises gibt eine klare Definition von Geld. Geld, so Mises, ist das allgemein akzeptierte Tauschmittel.

Geld ist ein Gut wie jedes andere Gut auch, mit der Besonderheit, dass es das Gut ist, das sich am einfachsten gegen andere Güter eintauschen lässt.

Geld ist, so Mises, weder ein Produktions- noch ein Konsumgut. Damit folgt Mises der von Karl Gustav Adolf Knies (1821 – 1898) vorgeschlagenen "Dreiteilung" der Güter: Produktionsgüter, Konsumgüter und Tauschmittel.

Geld ist kein "Recht" oder ein "Anspruch" auf das Volkseinkommen – eine Interpretation, wie sie von einigen Ökonomen zuweilen immer noch vertreten wird; das wird im Folgenden noch deutlich werden.




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