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Gold und Silber - Bringt der Sommer eine Neubewertung?

17.06.2011  |  Marcel Torney
Die Krise in der Euro-Zone spitzt sich zu. Der Ausgang des Ganzen ist ungewiss. Nur eines steht mit hoher Wahrscheinlichkeit fest: für den steuerzahlenden Bürger dürfte es zu neuen Belastungen kommen. Die Gespräche über Rettungspakete und damit unweigerlich über die Zukunft Griechenlands laufen auf Hochtouren. Möglicherweise gibt es bereit in den nächsten Tagen Entscheidungen. Nun darf man sich von diesen nicht allzu viel erwarten. Im Zweifel wird sich neue Zeit erkauft. Das wiederum wäre nicht sonderlich schlimm, wenn dann die Verschnaufpause für sinnvolle strukturelle Maßnahmen und wegweisende politische (auch schmerzhafte) Entscheidungen genutzt werden würde. Allein der Glaube daran fehlt…

In unseren beiden kürzlich veröffentlichten Strategiepapieren zu Gold und Silber (beide können von interessierten Lesern unter RohstoffJournal.de angefordert werden) haben wir die beiden Edelmetalle einmal genauer unter die Lupe genommen. Obwohl wir den ganz großen Knall noch nicht einmal eingepreist haben, dürften sich für beide Metalle die nächsten Monate bis zum Jahresende äußerst positiv darstellen.

Gold, welches ja im Allgemeinen in den Sommermonaten ohne größere Inspiration seitwärts tendiert, sehen wir angesichts der aktuellen Schuldenproblematik (das betrifft ja nicht nur den Euroraum) sogar vor einer Sommerrally stehen. Denn wenn man sich auf die Suche nach Jahren begibt, in denen der Goldpreis im Sommer deutlich zulegen konnte, landet man unweigerlich in den 80er Jahren; exemplarisch das Jahr 1982. Der Auslöser für den Goldboom 1982 lieferte die Finanzkrise Lateinamerikas. Genauer gesagt, stellte Mexiko 1982 die Bedienung der Staatsschulden ein. Auch wenn man die damalige Situation Lateinamerikas nicht 1 zu 1 mit den heutigen Problemen in der Euro-Zone vergleichen kann, Parallelen sind zu erkennen. Und unterm Strich galt damals, wie heute: Wer sein Kapital in Sicherheit bringen möchte, kommt an Gold schlichtweg nicht vorbei. Damals legte der Goldpreis in den Sommermonaten um fast 50% zu. Für den Sommer 2011 erwarten wir einen 50%-igen Preisanstieg zwar nicht unbedingt, aber ganz ehrlich, ganz ausschließen möchten wir diesen auch nicht.

Der Druck im Euro-Kessel nimmt stetig zu. Löcher, die sich auftun, werden nur geflickt, statt handfeste Lösungen herbeizuführen. In den USA sieht es aufgrund der Staatsverschuldung ja nicht viel besser aus.

Die US-Schuldenkrise und der politische Umgang mit ihr geben ebenfalls mögliche Katalysatoren für einen Goldpreisanstieg ab. Kommt es so, wie es sich abzeichnet, dann muss die USA in 2011 fast 1,6 Billionen US-Dollar neue Schulden machen. Die Gesamtschulden der USA würden die 15,0 Billionen-Marke erreichen und damit die Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen US-Dollar reißen. Um die Zahlen einmal ins Verhältnis zu setzen: Die Neuverschuldung 2011 beträgt in etwa 11 Prozent des für 2011 zu erwartenden Bruttoinlandsproduktes der USA. Die Gesamtschulden sind demnach in etwa so hoch, wie das Bruttoinlandsprodukt selbst. Trotz der durchaus vorhandenden politischen Widerstände gehen wir davon aus, dass die Anhebung der Schuldenobergrenze durchgedrückt und gleichzeitig das Gelddrucken munter weitergehen wird.

Und was das wiederum bedeuten würde, kann sich jeder an 10 Fingern abzählen. Insofern ist es auch kein Wunder, dass immer mehr Privatanleger Edelmetalle, in welcher Form auch immer, zur Kapitalabsicherung nutzen…

Weitere Details und konkrete Handelsempfehlungen zu Gold(aktien) und Silber(aktien) finden interessierte Leser in unseren börsentäglichen Publikationen und in unseren aktuellen Strategiepapieren zu Gold und Silber sowie im Gold- und Silberaktienjournal. Diese können unter RohstoffJournal.de angefordert werden.


© Marcel Torney
www.rohstoffjournal.de[/i]


Weitere Details und konkrete Handelsempfehlungen lesen Sie in den aktuellen Ausgaben des Rohstoffbörsenbriefes (unter www.rohstoffjournal.de).



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