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Die endgültige Bestätigung

24.06.2015  |  Theodore Butler
Für mich gab es in den vergangenen 30 Jahren immer ein zentrales Thema: Der Silberpreis wurde und wird an der COMEX in die Tiefe manipuliert. Einen guten Teil dieser drei Jahrzehnte habe ich große Anstrengungen auf die Analyse der tatsächlichen, fundamentalen Angebots- und Nachfragedaten für den Silbermarkt verwendet. Darunter fielen auch Produktions- und Verbrauchertrends, die sich daraus ergebenden Jahresüberschüsse bzw. -defizite, wie auch Lagerbestände, Investitionsnachfrage, etc.

Diese Fundamentaldaten zeigen, dass der Silberpreis in Zukunft drastisch steigen muss; die Manipulation ist somit Ursache und zugleich Erklärung für die anhaltend niedrigen Preise.

Auch wenn ich die tatsächlichen Fundamentaldaten weiterhin genau verfolge, so schreibe ich zunehmend weniger über ihre Preiswirkung. Und warum auch nicht? Ich zumindest kann mich nicht daran erinnern, dass die tatsächlichen Fundamentaldaten in den letzten Jahren sich auch nur einmal auf die Kursgestaltung ausgewirkt haben; die Silberpreise (und Goldpreise) werden an der COMEX bestimmt, wenn Spekulanten ihre Terminpositionen neu ausrichten.

Richtig ist, dass die Fundamentaldaten den zukünftigen Silberpreis diktieren werden. Allerdings haben sie überhaupt keinen Einfluss auf die kurz- bis mittelfristige Preisgestaltung. Deswegen konzentriere ich mich auch so sehr auf die Terminkontraktpositionierung an der COMEX.

Mit etwas Abstand betrachtet, verblüfft es mich aber, wie viele Menschen heute, im Vergleich zu vor fünf oder zehn Jahren, die Existenz der Silber- und Goldpreismanipulation im COMEX-Handel akzeptieren. Noch vor zwanzig oder dreißig Jahren konnte man die Zahl der Marktbeobachter, die an eine Manipulation der Silber- und Goldmärkt glaubten, an einer Hand abzählen.

Trotz der wachsenden Akzeptanz glauben noch immer nicht alle an eine Silberkursmanipulation, meiner Meinung nach bewegen wir uns aber auf eine allgemeine Akzeptanz zu, je mehr Fakten enthüllt werden.

Zu den augenscheinlichsten Fakten, die eine Silberkursmanipulation belegen, gehören die statistischen Angaben, welche zeigen, dass die COMEX zu einer rein spekulativen Einrichtung geworden ist, an der Spekulanten aus der Kategorie des ‘Managed Money' gegen die meist aus dem Bankenbereich stammenden Spekulanten antreten, welche die Bezeichnung ‘Commercials‘ tragen.

Ein weiterer solcher Fakt ist die Tatsache, dass der COMEX-Silbermarkt über die größte konzentrierte Short-Position unter allen Rohstoffterminmärkten verfügt. Zusammengenommen beweisen diese beiden Fakten, dass der Silberkurs mit Sicherheit manipuliert wird. Jetzt ist ein neuer Fakt aufgetaucht, der die beiden anderen Fakten verbindet. Es verdeutlicht und beweist wie nie zuvor die Existenz von Manipulation.

Wir ich kürzlich herausgefunden habe, haben JP Morgan und andere Mitglieder der Gruppe der größten 4 COMEX-Leerverkäufer in den letzten sieben Jahren nicht ein einziges Mal Verluste mit einer neu nachgekauften COMEX-Silber-Short-Position gemacht!

Noch einmal zur Verdeutlichung: JP Morgan und andere Commercial-Trader aus der Kategorie der großen 4 Händler haben noch nie eine Leerverkaufsposition zu einem höheren Kurs als den ursprünglichen Verkaufskurs glattgestellt (was einem Verlust entspräche). Sie haben die Silberleerverkaufspositionen immer! zu einem niedrigeren Kurs als dem ursprünglichen Verkaufskurs glattgestellt.

Mit anderen Worten: Die großen COMEX-Silber-Shorts haben die perfekte Trading-Erfolgsgeschichte - sprich überhaupt keine Verluste! (Klar, würde ein Trader aus der Kategorie des Managed Money in den Rang der größten 4 Trader auf seiner Seite aufsteigen, dann würde dieser wahrscheinlich Verluste einfahren: Ich spreche hier also nur von den größten Tradern aus der Kategorie 'Commercials').

In Bereich Baseball entspräche das einem Oberliga-Werfer, der eine ganze Saison lang nur perfekte Würfe macht oder einem Schlagmann, der in einem Jahr 1.000 Würfe verwandelt. Eine statistische Unmöglichkeit - mit anderen Worten.

Sie denken ich würde hier ein wenig übertreiben? Gut, dann stellen Sie sich jemand vor, der inhärent gefährliche Trades macht (der z.B. die am stärksten unterbewerteten Vermögensanlagen leerverkauft) - mehrmals im Jahr, und das Jahr für Jahr, und dabei aber immer Gewinne macht und niemals einen einzigen Verlust wegstecken muss.

Sind Sie der Meinung, dass Sie oder irgendjemand anders das schaffen könnte? Genau das und nicht anderes haben JPMorgan und die anderen drei größten Commercial-Trader beim COMEX-Silber aber geschafft.

Den Beweis dafür findet man in den Daten der CFTC - in jenem Abschnitt des COT-Berichts, der sich mit der Marktkonzentration befasst. Immer wenn die großen 4 ihre konzentrierte Short-Position beim COMEX-Silber ausgebaut hatten, was nur bei steigenden Kursen passiert, wurden diese Leerverkäufe anschließend niemals zu Kursen glattgestellt, die über dem angegebenen Verkaufskurs lagen - immer nur zu niedrigeren Kursen!

Das Verblüffendste an dieser Sache ist aber, dass mir das noch nicht aufgefallen war, obwohl ich diese Daten nun schon lange studiere. Ich hatte in der Vergangenheit oft darauf hingewiesen, dass die großen 4 ihre Silberleerverkäufe nie bei steigenden Kursen glattstellen, sondern nur bei fallenden Kursen. Meine COT-Analyse gründet ja auch auf der Grundannahme, dass sich immer dann, wenn die Größe der konzentrierten Short-Position wächst, negative Kursaussichten ergeben. Eine schrumpfende Position ist hingegen ein gutes Zeichen, dass steigende Silberkurse anstehen.

Wahrscheinlich bedeutet das auch, dass ich trotz meines Verständnisses für die Funktionsprozesse des Silbermarktes ein augenscheinliches Merkmal nicht richtig eingeordnet habe: JPMorgan und der Rest der großen 4 haben als Gruppe das statistisch Unmögliche vollbracht - sie haben noch nie einen Verlust erlitten.

Meine Behauptung lässt sich recht problemlos überprüfen. Man muss nur die Veränderungen der konzentrierten Short-Position und die Kursbewegungen ins Verhältnis setzen; und es ist einfach nur beschämend, dass ich der Einzige sein muss, der das der CFTC erklärt. Genauso beschämend ist es, dass diese Behörde ihre eigenen Daten nicht gründlich analysiert und auswertet.


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