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Der Marktcrash 2016 und der Beginn des "Goldenen Zeitalters"

18.02.2016  |  Chris Vermeulen
Die meisten Aktienindices dieser Welt haben ihren Höchststand am Montag, den 1. Februar 2016 überschritten, nachdem sie infolge einer stark überverkauften Marktlage noch einmal gestiegen waren. Verschiedene Indices testen derzeit erneut ihre jeweiligen Tiefs der letzten Monate, die als Unterstützung dienen sollten.

Ich denke, dass die US-Notenbank Federal Reserve angesichts der "globalen Kontraktion der Wirtschaft" ihren Plan aufgeben wird, den Leitzins im März 2016 erneut anzuheben. Die besorgniserregenden Wirtschaftsdaten schließen auch den Baltic Dry Index und die Lage des Bankensystems der Europäischen Union mit ein.

Der im folgenden Chart dargestellte Baltic Dry Index zeigt, dass weltweit ein starker Konjunkturrückgang eingesetzt hat. Der Index ist erstmals unter die Unterstützungslinie bei 300 Punkten gesunken und befindet sich weiter auf dem Weg nach unten. Der Baltic Dry Index misst die Kosten für die Verschiffung von Rohmaterialien auf den wichtigsten Handelsrouten und stellt damit einen guten Indikator für die weltweite Wirtschaftsaktivität dar. Er ist der Puls des Welthandels. Zur Zeit signalisiert er, dass die Nachfrage nach Gütern förmlich kollabiert.

Der BDI ist einer der Schlüsselindikatoren, die die Experten heranziehen, wenn sie herausfinden wollen, wie sich die Weltwirtschaft in Zukunft entwickeln wird. Aktuell zeigt er an, dass auf globaler Ebene ein ernster wirtschaftlicher Abschwung bevorsteht. Davor hatte ich bereits in meinem Bericht "The Collapsing Global Trade" vom November 2015 gewarnt.

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Die europäischen Bankenaktien mussten enorme Verluste verzeichnen. Vor allem die deutschen Banken sind aufgrund der umfassenden Geschäftsbeziehungen zwischen Deutschland und China gewaltigen Risiken ausgesetzt. Die Aktien der Deutschen Bank sowie die von Credit Suisse, Santander, Barclays und RBS zählen zu denen, die am stärksten eingebrochen sind und die gesamte Finanzwelt erzittern lassen.

Die Deutsche Bank ist nicht nur die größte Bank Deutschlands, sondern auch die mit dem weltweit größten Exposure gegenüber den Derivatemärkten. Die Credit Default Swaps der Bank spiegeln wider, dass sie in ernsten finanziellen Schwierigkeiten steckt und praktisch jederzeit völlig zusammenbrechen könnte.

Im Jahr 2015 hatte die Deutsche Bank Verluste in Höhe von 6,8 Milliarden Euro zu verbuchen. Die wichtigste Bank Deutschlands gerät immer tiefer in die Klemme. Im Falle eines Kollaps könnte sie die gesamte Europäische Union mit sich reißen. Auch Credit Suisse hat den Abbau von 4.000 Stellen angekündigt. Die meisten Geschäftsbanken in den USA entlassen ebenfalls Angestellte und verkleinern ihre Zweigstellen. Die Bank of America und Citibank haben insgesamt 20.000 Arbeitsplätze gestrichen; JP Morgan Chase hat sich von 6.700 Mitarbeitern getrennt.

Die Welt wird derzeit von der 200-Billionen-Dollar-Kreditblase bedroht, die bereits beginnt zu platzen. Verantwortlich für die Blase sind die Fed und die anderen Zentralbank dieser Welt. Trotz all der quantitativen Lockerungen in Billionenhöhe haben wir nie die vollständige wirtschaftliche Erholung erlebt, die uns immer wieder versprochen wurde.

Das chinesische Bankensystem ist nur wenige Monate vom Tag der Endabrechnung entfernt. Mit seinen ausfallgefährdeten Krediten in Höhe von 5 Billionen Dollar wird es das ganze globale Finanzsystem zum Einsturz bringen. Die Schuldenexzesse Chinas beginnen, sich zu rächen.

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Das ist nur ein weiterer Beleg dafür, dass der Welthandel langsam aber sicher zum Erliegen kommt und 2016 ein vernichtendes Jahr für die Weltwirtschaft wird.

Während diese Ängste zunehmend Realität werden, wird die Fed voraussichtlich eine Kehrtwende vollführen und vielleicht auch in den USA negative Nominalzinssätze einführen. In einer Rede an der Universität von San Diego am 22. Februar 2010 sagte die Vorsitzende der Notenbank Janet Yellen: "Wenn es positive wäre, die Zinsen in den Minusbereich zu senken, würde ich dafür stimmen."




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