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Gold: Beim nächsten Preisschwung geht es 10% tiefer

09.03.2016  |  Chris Vermeulen
Gold hatte seit Anfang dieses Jahres enormen Aufwind. Mit einem Kursgewinn von 16% in zwei Monaten ist es bislang das Asset mit der besten Performance. Wenn Sie jedoch vorhaben, beim aktuellen Preisniveau in den Goldmarkt einzusteigen, steht Ihnen wahrscheinlich eine große Überraschung bevor. Gold ist überkauft und die technische Analyse weist auf einen Einbruch des Kurses bis in den Bereich von 1.150 Dollar je Unze hin. Gegenüber den aktuellen Preisen entspräche das einem Rückgang um gut 10%.

Die Aktienmärkte befinden sich derzeit in einer Erholungsphase bzw. Rally und werden voraussichtlich noch bis Ende März voller Schwung bleiben. Auch die Ölpreise, die weltweit für Schrecken gesorgt hatten, sind mittlerweile wieder auf dem Weg der Besserung. Ein Boden wurde wahrscheinlich bei 26 US-Dollar je Barrel gebildet.

Die neusten Lohn- und Gehaltszahlen aus den USA, die am 4. März veröffentlicht wurden, haben der Notenbank Fed grünes Licht für die nächste geplante Zinserhöhung gegeben. Ob die Federal Reserve den Leitzins tatsächlich anpasst oder die Anhebung bis zu ihrer nächsten Sitzung verschiebt, ist schwer zu sagen, doch so lange die Möglichkeit einer weiteren Straffung der Zinspolitik auf dem Tisch ist, wird dies ein bullischer Faktor für den US-Dollar sein.

Ein starker Dollar dämpft jedoch wiederum den Glanz des gelben Metalls. Wenn die amerikanische Währung ihre Stärke bewahren kann, wird Gold also wahrscheinlich in Richtung unseres Zielbereiches von 1.150 USD fallen.

Technisch gesehen ist der Goldkurs ausgehend von seinen Tiefs ohne Retracements immer weiter nach oben geklettert, wie der folgende Chart zeigt. Obwohl das Edelmetall aus seinem langfristigen Abwärtstrend ausgebrochen ist, sollten Marktteilnehmer weiterhin Vorsicht walten lassen. Wenn der Goldkurs sich dem nächsten Widerstand nähert, werden viele Investoren mit Long-Positionen ihre Gewinne einstreichen wollen. Zudem werden bearishe Spekulanten in der Nähe einer Widerstandslinie eher geneigt sein, Gold zu shorten. Wenn diese beiden Umstände aufeinandertreffen, wird der Goldkurs korrigieren und wieder auf das Niveau fallen, bei dem er aus dem langfristigen Abwärtstrend ausgebrochen ist.

Wenn sich der Goldpreis dem früheren Widerstand bei 1.190 Dollar annähert, werden die Goldbullen verstärkt kaufen und versuchen, dieses Niveau zu verteidigen und den Markt zu stützen. Dann wird sich entweder bei 1.190 USD je Unze eine Unterstützungslinie herausbilden, oder der Kurs wird bis auf 1.150 Dollar einbrechen und viele Inhaber von Long-Positionen abschütteln, bevor er schließlich wieder zu steigen beginnt.

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Werfen Sie einen Blick auf meinen Analyse der Gold-Zyklen. Die pinke Linie repräsentiert eine Kombination mehrerer verschiedener Zyklen und spiegelt den tatsächliche Goldpreis sehr gut wider. Sie erlaubt mir, Prognosen darüber zu treffen, ob der Kurs künftig eher steigen oder fallen wird.

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Sowohl die Société Générale als auch Goldman Sachs sehen die Entwicklung im Goldsektor pessimistisch und haben Kursziele von 1.150 USD und 1.000 USD angegeben. Den langfristigen, negativen Preisprognosen der Banken stimme ich keineswegs zu - ich möchte klarstellen, dass ich die Kursentwicklung von Gold auf lange Sicht ganz und gar nicht bearish einschätze. In den kommenden Monaten wird Gold auf neue Hochs steigen. Nichtsdestotrotz wird der Kurs beim nächsten Preisschwung 10% fallen, nicht steigen.

Ich möchte, dass meine Leser ihre Long-Positionen möglichst in der Nähe des Bodens zukaufen, damit sie ihre Gewinne maximieren können. Warten Sie daher, bis sich im Bereich von 1.150-1.190 Dollar eine gute Einstiegsgelegenheit eröffnet. Das wird die letzte Chance auf günstige Käufe sein, bevor am Goldmarkt eine neue, langfristige Hausse beginnt.


© Chris Vermeulen
www.TheGoldAndOilGuy.com


Der Artikel wurde am 7. März 2016 auf www.thegoldandoilguy.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.



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