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Historische Dokumente zeigen: Der Goldpreis sollte 20mal höher sein

30.01.2017  |  Steve St. Angelo
Offiziellen historischen Dokumenten zufolge sollte der Goldpreis 20mal höher sein als der aktuelle Marktpreis. Viele Edelmetallinvestoren haben zwar von der Idee gehört, das gelbe Metall auf Grundlage der in Umlauf befindlichen Fiatgeldmenge neu zu bewerten, doch meine Analyse konzentriert sich auf die globalen Reserven an monetärem Gold im Verhältnis zur weltwirtschaftlichen Gesamtleistung. Um zu verstehen, wie sich das globale Bruttoinlandsprodukt im Verhältnis zu den staatlichen Goldbeständen entwickelt hat, müssen wir uns die Information ansehen, die die Bergbaubehörde U.S. Bureau Of Mines in ihrem "Mineral Yearbook 1932-33" zu Gold und Silber veröffentlicht hat:

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Wie Sie dem Text entnehmen können, hat Großbritannien den Goldstandard im Jahr 1931 abgeschafft. Der interessanteste Satz ist jedoch dieser: "Es ist überraschend, dass 42 Länder den Goldstandard innerhalb eines Jahres abgeschafft haben oder ihn nur noch künstlich aufrechterhalten." Im Grunde genommen hat sich die Welt also Anfang der 1930er Jahre vom Goldstandard verabschiedet, auch wenn der goldgedeckte US-Dollar 1944 im Rahmen der Bretton-Woods-Vereinbarung zur globalen Reservewährung erkoren wurde.

Die Zentralbanken und die Finanzeliten hatten damals einen sehr guten Grund, den Goldstandard außer Kraft zu setzen. Mit dem Drucken von Geld und dem Erheben von Zinsen konnten sie enorme Gewinne machen - aber nur, wenn das Geld nicht Gold oder durch Gold gedeckt war. Schließlich begrenzte die jährlich geförderte Goldmenge den möglichen Zuwachs der überirdischen Goldreserven.

Darüber hinaus hatte die industrielle Revolution die Weltwirtschaft und das globale Wirtschaftswachstum revolutioniert. In der Vergangenheit war der internationale Handelsverkehr größtenteils mit Hilfe von Gold oder Wechseln abgewickelt worden. Doch da Kohle und Öl während der industriellen Revolution als Mittel zur Energieerzeugung breite Anwendung fanden, stieg das Wirtschaftswachstum weltweit sprunghaft an. Diese beiden Energiequellen erlaubten es, das Wachstum massiv zu erhöhen im Vergleich der Zeit, in der Energie vor allem durch menschliche und tierische Arbeitskraft erzeugt wurde. Zuvor war körperliche Arbeit jahrtausendelang die Grundlage der Ökonomie gewesen.


Ölwirtschaft für Anfänger

Ein Barrel Öl stellt die gleiche Energiemenge zur Verfügung, wie 23.200 Stunden menschlicher Arbeitskraft (Quelle). Wenn wir diese durch den typischen 8-Stunden-Tag teilen, entspricht ein Barrel Öl der Arbeit, die 2.875 Menschen an einem normalen Arbeitstag verrichten können. Wenn wir noch einen Schritt weitergehen und uns ansehen, welcher Arbeitskraft der tägliche Ölbedarf allein in den USA entspricht, erhalten wir folgendes Ergebnis:

19 Millionen Barrel Öl pro Tag x 2.875 Menschen = 54,6 Milliarden Menschen

Die Vereinigten Staaten verbrauchen Tag für Tag 19 Millionen Barrel Öl. Wenn wir diese Zahl mit den 2.875 Menschen multiplizieren, die einen Tag lang arbeiten müssten, um die gleiche Energie wie 1 Barrel Öl zu erzeugen, kommen wir auf ein Ergebnis von unglaublichen 54,6 Milliarden. Die USA benötigen also täglich eine Energiemenge, die der Arbeitskraft von 54,6 Milliarden Menschen entspricht. Das ist eine kaum vorstellbare Menge an Arbeit - besonders wenn man bedenkt, dass die USA nur 320 Millionen Einwohner haben.

Jetzt haben Sie jedenfalls eine gewisse Vorstellung davon, wie enorm unser Energiebedarf ist. Ich staune allerdings noch immer über das mangelnde Interesse und die völlige Unwissenheit vieler Anleger hinsichtlich der Energiethematik. Wenn wir das Öl aus der Gleichung herausstreichen, fällt die gesamte Weltwirtschaft einfach in sich zusammen.

Doch wie dem auch sei. Betrachten wir nun die historischen Daten, die uns zeigen, dass der Goldpreis eigentlich beim 20fachen seines derzeitigen Wertes liegen sollte.


Gold: Extrem unterbewertet im Verhältnis zum Bruttoweltprodukt

Hier ist ein weiterer Auszug aus dem Mineral Yearbook 1932-33, welches das U.S. Bureau of Mines zum Thema Gold und Silber veröffentlicht hat. Dem Bericht zufolge lag das Bruttoweltprodukt 1929 bei 32 Milliarden Dollar, während die sich der Wert der Währungsreserven, die weltweit in Form von Gold vorgehalten wurden, auf 11 Milliarden Dollar belief.

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Der letzte Satz des Abschnitts besagt: "Diese Hilfsmittel haben die Erwartungen nicht erfüllt." Die Autoren drücken damit im Grunde genommen aus, dass Behelfszahlungsmittel wie internationale Wechsel, Schecks und kurzfristige Forderungen in Fremdwährungen nicht ausreichten, um den Handel aufrechtzuerhalten und den monetären Erwartungen der Handelspartner zu entsprechen.


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