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Der vierte apokalyptische Reiter hat in 2016 bereits sein Pferd bestiegen

04.04.2017  |  Uwe Bergold
Im Mai 2015 publizierten wir einen Marktkommentar mit dem Titel "Die vier apokalyptischen Reiter der globalen Verschuldungskrise" (Die vier apokalyptischen Reiter). Hierin konnte man lesen:

"Es gibt eine allgemeine Lebensweisheit, die besagt, dass jede dritte Generation wieder von vorne beginnt. Bei einem durchschnittlichen Generationenabstand von zirka 25 Jahren, kommt man bei drei Generationen auf etwa 75 Jahre. Also in jedem siebten Jahrzehnt ("Sabbat-Jahrzehnt") kommt es zu politischen und wirtschaftlichen Ereignissen, die dazu führen, dass das Publikum massive Vermögensverluste erleidet ("Massenenteignung").

Wir beschäftigten uns mit diesem finanzhistorischen Phänomen (Makroökonomische Zyklik) bereits seit Ende der 90er Jahre. Dies war u.a. auch ein Grund dafür, dass wir das reale (inflationsbereinigte) Jahrhunderthoch am Aktienmarkt (Vorlauf auf die Weltwirtschaft) im März 2000 (Verkaufsempfehlung in der FHZ Weiden am 15.03.2000) rechtzeitig diagnostizieren konnten.

Solch ein epochales Aktienhoch (Beginn einer Weltwirtschafts- und Weltverschuldungskrise) wie zum Millenniumswechsel taucht nur alle sieben Jahrzehnte einmal auf. Zuletzt war dies 1929 der Fall (siehe hierzu bitte Abb. 1)."

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Abb. 1: Drei-Generationen-Zyklus anhand des UK-/US-Aktienmarktes von 1695 bis 2000
Quelle: Der Standard - 2003, Prof. Dr. Bernt Mayer, Uwe Bergold


"In jedem Sabbat-Jahrzehnt der vergangenen 300 Jahre tauchten, neben der jeweils epochalen Gesamtverschuldung, immer vier "apokalyptische Reiter" - in Form von vier aufeinanderfolgenden Finanzmarktblasen - auf. Als erstes erschien die Aktienblase, gefolgt von einer Immobilien- und daraufhin erscheinenden Anleihenblase. Der letzte "Reiter" tauchte immer in Form einer Rohstoffpreisblase, begleitet von extremer Währungsabwertung und großem Krieg auf ("Continentals"-Abwertung vor dem Unabhängigkeitskrieg, "Greenback"-Abwertung vor dem Sezessionskrieg, "Dollar"-Abwertung vor dem 2. Weltkrieg, "Globales QE" vor dem ?-Krieg)."


Prognose (05/2015) versus realer Entwicklung (04/2017)

Betrachtet man nun knapp zwei Jahre später die Entwicklung der Rohstoffe und die der Geopolitik, so lässt sich daraus eindeutig ableiten, dass die finale Rohstoff-Hausse (Beginn der finalen epochalen Blase) und die extreme Zuspitzung der Geopolitik letztendlich begonnen haben.

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Abb. 2: Rohstoffpreisentwicklung in USD, inkl. signifikanter Kriegsereignisse von 1770 bis 2014
Quelle: GR Asset Management


Den drei Generationen-Zyklus kann man nicht nur bis zum Ende des 18.Jahrhunderts (siehe hierzu bitte Abb. 2), sondern auch noch weiter, bis zum Beginn der Neuzeit, zurückverfolgen. Er läuft wie ein Schweizer Uhrwerk ab und wird trotzdem für das Publikum immer nur im Finale sichtbar. Die Masse hat keine Ahnung vom Drehbuch, nach welchem bereits seit über 400 Jahren (Börsenbeginn war 1603) immer dasselbe Stück aufgeführt wird. Ohne jegliche Vorwarnung, ist jede dritte Generation dazu verdammt, wieder von vorne zu beginnen. Auch dieses Mal wird es nicht anders sein.

"Taktik lässt sich von Erfolg ableiten. Strategien nicht. Strategie ist die langfristige, nicht unmittelbar erkennbare Führung eines Systems. Strategie muss in erster Linie auf Logik aufbauen, weniger auf intuitiv abgeleitete Erfahrung."
Bolko von Oetinger (Boston Consulting Group)


Finale zyklische Rohstoff-Hausse wird in einer historisch einmaligen Blase enden

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Abb. 3: Rohstoffpreisentwicklung in USD von 06/2001 bis 03/2017
Quelle: GR Asset Management



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