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Was bedeutet die Große Deflation für Gold und den US-Dollar?

07.06.2017  |  Steve St. Angelo
Die kommende Große Deflation wird sich ganz anders auf den Wert von Gold und den Wert des US-Dollars auswirken, als die meisten Analysten vorhersagen. Leider versteht der Großteil der Marktbeobachter nicht, welcher wahre Wert dem Dollar und Gold zugrunde liegt, weil sie ihre Prognosen auf falsche oder ungenaue Informationen stützen.

Die Ursache dafür sind zwei fehlerhafte Konzepte:

    1. die gegenwärtige Ausrichtung der Geld- und Währungspolitik
    2. die Wirkung von Angebot und Nachfrage am Markt

Manche Aspekte der Geldpolitik und der Nachfrage- und Angebotskräfte haben tatsächlich einen (kurzfristigen) Einfluss auf die Preise von Gütern und Dienstleistungen, doch der wichtigste Faktor - die Energie - wird dabei zumeist völlig übersehen. Sie werden beispielsweise nicht hören, dass Peter Schiff den Faktor Energie berücksichtigt, wenn er über die US-Notenbank Federal Reserve, die Geschäftsbanken, das Gelddrucken oder die Schulden spricht. Wie die meisten anderen Kommentatoren konzentriert er sich auf oberflächliche monetäre Daten, die nicht bis zur Wurzel des Problems vordringen.

Auch die meisten Anhänger der Österreichischen Wirtschaftsschule versäumen es, den Energiesektor in ihren Analysen zu berücksichtigen. Aus irgendeinem Grund glauben die meisten Marktbeobachter, dass die Welt von einer - wie Louis Arnoux es ausdrückt - "Energiefee" angetrieben wird, die alle Wünsche erfüllt. Doch ohne billige, im Überfluss vorhandene Energie sind alle geldpolitischen Theorien und alle Analysen zu Angebot und Nachfrage wertlos.

Die Frage, ob der Welt nun eine Inflation, eine Hyperinflation oder eine Deflation bevorsteht, wird vorerst weiterhin hitzig debattiert werden. Ich kann Ihnen jedoch garantieren, dass wir eines Tages die Mutter aller Deflationen erleben werden. Grund dafür ist der Energiesektor, der schon jetzt erste Auflösungserscheinungen zeigt und in Zukunft nicht mehr in der Lage sein wird, den Märkten Netto-Energie in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen.

Die sinkende Netto-Energie und der fallende Erntefaktor, auch bekannt als EROEI (Energy Returned on Energy Invested), werden den Märkten den Boden unter den Füßen wegziehen. Das lässt sich bereits daran erkennen, dass die Vereinigten Staaten 2016 für jeden durch die Erhöhung des Bruttoinlandsprodukts hinzugewonnenen Dollar 4 $ an Schulden aufnahmen. In einem auf ZeroHedge veröffentlichtem Artikel ("Um 1 $ Wirtschaftswachstum zu erzeugen, waren 4 $ Schulden nötig") heißt es dazu:

"Zur Erinnerung: Gemäß den zuletzt vom Bureau of Economic Analysis überprüften Daten belief sich das nominale Bruttoinlandsprodukt der USA 2016 auf 18,86 Billionen $, was einem Zuwachs um 632 Milliarden $ gegenüber dem Jahr 2015 entspricht. Die Frage ist nun, wie viele Schulden nötig waren, um dieses Wachstum zu erzeugen. Nun, das Gesamtkreditvolumen erhöhte sich den Angaben nach auf ein Rekordhoch von 66,1 Billionen $ - ein Anstieg um 2,51 Billionen $ im vergangenen Jahr. Das bedeutet, dass es 2016 einer Neuverschuldung von 4 $ bedurfte, um ein Wirtschaftswachstum von 1 $ zu generieren."

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Wie wir unschwer erkennen können, ist eine Neuverschuldung von 4 $ zur Erzeugung eines künstlichen Wachstums von 1 $ kein nachhaltiges Geschäftsmodell. Ich muss lachen, wenn ich höre, wie die Verschwörungstheoretiker erklären, dass die "Elite" die Übernahme von langer Hand geplant und die Märkte völlig unter ihre Kontrolle gebracht hat. Sicher gibt es reale Verschwörungen, aber die Eliten schießen einfach nur aus der Hüfte und improvisieren, um zu verhindern, dass der gesamte Markt implodiert!

Wenn Sie glauben, dass die Eliten einen Marktcrash verursachen wollen, damit sie anschließend Assets zu einem Bruchteil der aktuellen Preise aufkaufen können, dann kann ich Ihnen hiermit versichern, dass das nicht geschehen wird. Als die Einwohnerzahl der antiken Metropole Rom rasant von einer Million auf gerade einmal 12.000 fiel, bedeutete das auch für den Großteil der Elite den völligen Ruin, soviel ist sicher. Die Immobilienwerte und Einkommensströme des Alten Roms lösten sich in Luft auf. Es gab keinen Wiederaufschwung, keinen Plan B. Das große Römische Reich war unwiderruflich am Ende.

Doch wie dem auch sei - die Große Deflation wird den Wert der meisten Vermögenswerte im folgenden Chart fraglos vernichten:

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