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Der schlimmste Crash unseres Lebens steht bevor

06.07.2017  |  Uwe Bergold
Nachdem ich im letzten Monat auf die drei epochalen Blasen am Aktien-, Immobilien- und Anleihenmarkt hinwies (Epochale Bewertungsanomalien), gab nun im Juni die Investor-Legende Jim Rogers bei Business Insider ein Interview, welches die Headline "Jim Rogers: The worst crash in our lifetime is coming" (Link) trug.

Jim Rogers (Link zu Wiki), den ich auf mehreren Gold- & Rohstoffkonferenzen, Mitte der 2000er Jahre, persönlich kennen lernen durfte, ist nicht nur irgendein Milliardär und Hedgefondsmanager, sondern ein nachweislich genialer Stratege. Dies bewies er besonders beim - zusammen mit George Soros gemanagten - Hedgefonds Quantum Funds (Link zu Wiki) und bei der - genau am strategischen Rohstoffpreistief 1998 - Gründung seinesRogers International Commodity Index (Link zu Wiki).

Sein zusammengefasstes Statement am 09.06.2017 lautet wie folgt (GoldSeiten.de): Der CEO von Business Insider Henry Blodget sprach im Interview mit Jim Rogers jüngst über dessen aktuelle Einschätzung der weltweiten Finanzmärkte. Rogers erklärt im Gespräch, dass einige amerikanische Aktien derzeit in eine Blase geraten und es zu einer großen Blase kommen wird, die schließlich platzen muss.

Laut dem erfolgreichen Investor steht insgesamt ein großer Zusammenbruch bevor. Er rechnet damit noch in diesem oder im kommenden Jahr. Auslöser könnte beispielsweise die Pleite eines US-Pensionsfonds sein, der Bankrott eines nicht viel beachteten Staates, wie 2007 Island, oder - wenn auch weniger wahrscheinlich - ein Krieg. Auf die Frage, wie groß der Crash ausfallen wird, erklärt Rogers: "Es wird der schlimmste deines Lebens - auch meines Lebens. Sie sollten sich Sorgen machen."



Robert Shiller warnt ebenfalls vor hohen Marktbewertungen und möglichem Crash

Auch von der akademischen Seite wird Jim Rogers Warnung unterstützt. Der Nobelpreisträger und Yale-Professor Robert J. Shiller Link zu Wiki, welcher die - von mir seit 1999 strategisch verwendete - Bewertungskennzahl CAPE (siehe hierzu bitte Abbildung 1) entwickelte, gab ebenfalls im Juni ein Interview auf CNBC mit der Headline "Robert Shiller urges caution on the market" (Link).

Sein zusammengefasstes Statement am 29.06.2017 lautet wie folgt (GoldSeiten.de): Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller warnte gestern in einem Interview mit CNBC vor den hohen Marktbewertungen an den Aktienmärkten. Das von Shiller gemeinsam mit John Campell entwickelte Shiller-KGV, bei welchem der Kurs einer Aktie zum inflationsbereinigten, durchschnittlichen Gewinn der letzten zehn Jahre ins Verhältnis gesetzt wird, sei derzeit "ungewöhnlich hoch".

Das Shiller-KGV ist aktuell an den US-Aktienmärkten zum ersten Mal seit September 2011 wieder auf über 30 gestiegen. Der Yale-Professor wies nun darauf hin, dass es in der Geschichte der Märkte nur zweimal höher war als heute: 1929 und 2000. Das hohe Niveau der Kennziffer ist in seinen Augen "ein Grund zur Beunruhigung." Der Experte macht jedoch auch darauf aufmerksam, dass das Shiller-KGV in den späten 1990ern noch einige Jahre lang weiter anstieg, nachdem es auf über 30 geklettert war. Der hohe Wert allein sei folglich kein definitives Anzeichen einer unmittelbar bevorstehenden Gefahr für die Kurse. Anleger sollten aber vorsichtig sein.

Zu bedenken ist zudem, dass es sich heute im Gegensatz zum Jahr 2000 nicht um eine reine Aktienblase handelt. Verschiedenen Marktbeobachtern zufolge hat sich auch an den Anleihe- und Immobilienmärkten eine Spekulationsblase gebildet. Ein Crash hätte daher höchstwahrscheinlich weitreichende Folgen.


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Abb. 1: Q-Ratio (Substanzbewertung - blau) versus CAPE (Ertragsbewertung - rot) von 1900 bis 2016
Quelle: Andrew Smithers, bearbeitet durch GR Asset Management


Wie haben sich nun Goldminen bei der Auflösung epochaler Bewertungen entwickelt?

Nachdem wir im letzten Monatskommentar die Entwicklung von Gold nach den letzten beiden Bewertungshochs seit dem Jahrtausendwechsel betrachtet haben, wollen wir dieses Mal die Entwicklung der Goldminen nach epochalen Bewertungen, seit Beginn der letzten Weltwirtschaftskrise 1929, betrachten (siehe hierzu bitte Abb. 1).

Im September 1929 markierte das Shiller-KGV (CAPE) ein, bis dahin noch nie erreichtes, säkulares Hoch von 32 (zweiter roter Kreis von links in Abb. 1). Die Goldminen stiegen im Anschluss daran, trotz des goldgedeckten US-Dollars (Deflation), um bis zu 500 Prozent (siehe hierzu bitte Abb. 2).


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