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Die weltweite Silberproduktion in drei interessanten Charts

25.12.2017  |  Steve St. Angelo
Das Tempo, in dem sich die weltweite Silberproduktion insbesondere im Laufe des letzten Jahrhunderts erhöht hat, ist ziemlich beeindruckend. Als Columbus im Jahr 1492 Amerika erreichte, belief sich der Ausstoß der globalen Silberminen auf nur 7 Millionen Unzen im Jahr. Heute wird allein in der weltweit größten Silbermine, der Mine Saucito von Fresnillo, jedes Jahr das Dreifache dieser Menge gefördert (22 Millionen Unzen im Jahr 2016). Ja, im Bergbau wurden in den letzten 500 Jahren erstaunliche Fortschritte erzielt.

Denken Sie einmal einen Moment darüber nach. Eine einzige Mine produziert heute so viel Silber wie 1493 auf der ganzen Welt gewonnen wurde. Einem Bericht der US-Bergbaubehörde aus dem Jahr 1930 zufolge lag die jährliche Silberfördermenge zwischen 1493 und 1600 bei durchschnittlich 6,9 Millionen Unzen. Der folgende Chart zeigt uns, wie die Fördermenge im Laufe der letzten 500 Jahre angewachsen ist.

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Wie wir sehen können, hat sich die jährliche Silberproduktion von durchschnittlich 6,9 Millionen Unzen 1493 - 1600 auf 13 Millionen Unzen von 1600 - 1700, 18 Millionen Unzen von 1700 - 1800, 51 Millionen Unzen von 1800 - 1900, 274 Millionen Unzen von 1900 - 2000 und schließlich auf 722 Millionen Unzen seit dem Jahr 2000 erhöht.

In der Zeit von 2000 - 2017 wurde weltweit pro Jahr 103-mal mehr Silber gefördert als zwischen 1493 und 1600. Der nächste Chart zeigt die gesamte Produktionsmenge für jeden Zeitabschnitt. Zwischen 1483 und 1600 wurden auf der ganzen Welt 747 Millionen Unzen gewonnen, verglichen mit 13 Milliarden Unzen in den 18 Jahren von 2000 - 2017.

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Der letzte Balken im Chart ist niedriger als der vorhergehende, weil hier die Produktion aus 18 Jahren mit der Fördermenge aus 50 Jahren (1950 - 2000) verglichen wird. In den 50 Jahren von 1950 - 2000 wurden also 17 Milliarden Unzen Silber produziert, während allein in den letzten 18 Jahren seit der Jahrtausendwende bereits 13 Milliarden Unzen gefördert wurden. Wenn wir die Gesamtfördermenge der verschiedenen Zeitabschnitte vergleichen, erhalten wir folgendes Ergebnis:

Anteil verschiedener Zeitabschnitte an der weltweiten Silberproduktion seit 1493

  • 2000-2017 = 26.4%
  • 1950-2017 = 61%
  • 1900-2017 = 82%

Allein in den letzten 18 Jahren wurde mehr als ein Viertel alles jemals geförderten Silbers gewonnen. 82% des gesamten Silbers wurden nach 1900 abgebaut, d. h. 40,4 Milliarden der insgesamt 49,3 Milliarden Unzen, die seit 1493 gefördert wurden. Interessanterweise wurde mehr als die Hälfte dieses Silbers in der Industrie verwendet. Doch darüber werde ich in künftigen Artikeln ausführlicher berichten.

Den letzten Chart finde ich besonders interessant. Vor etwas mehr als einem Jahrhundert waren die Vereinigten Staaten noch der größte Silberproduzent weltweit. 1915 wurden in den USA 75 Millionen Unzen Silber gefördert, während sich die weltweite Minenproduktion auf 189 Millionen Unzen belief.

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1915 wurden also 40% des Silbers in den USA gewonnen. Mexiko stand mit einer Produktionsleistung von 39,3 Millionen Unzen nur knapp an zweiter Stelle. 2017 wird der Gesamtausstoß der US-Silberminen jedoch nur 34 Millionen Unzen betragen, während globale Gesamtfördermenge auf 870 Millionen Unzen geschätzt wird. Damit haben die Vereinigten Staaten heute nur noch einen Anteil von 4% an der weltweiten Silberproduktion. Was für ein Wandel in 100 Jahren!

Die USA importieren zudem rund 22% der weltweiten Minenproduktion, d. h. 193 Millionen der insgesamt 870 Millionen Unzen, die 2017 gewonnen wurden. Da sich der Ausstoß der inländischen Silberminen nur auf 34 Millionen Unzen beläuft, müssen die Vereinigten Staaten mehr als ein Fünftel des globalen Minenangebots aufkaufen, um ihre Nachfrage zu decken.


© Steve St. Angelo
(SRSrocco)



Dieser Artikel wurde am 16. Dezember 2016 auf www.srsroccoreport.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.



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