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Silber - Droht ein neuer Bärenmarkt?

22.05.2012  |  Robert Schröder
Die mehrwöchige Abwärtsspirale - man kann eigentlich schon fast "Salami-Crash" dazu sagen - scheint beendet. Sie ist zumindest mit der jüngsten Aufwärtsbewegung unterbrochen. Seit dem Jahreshoch Ende Februar ab 37,50 USD hat Silber 10,75 USD bzw. 28,7% verloren. Jeder Silber-Anleger fühlt sich damit gleich an die beiden großen Crash-Phasen aus 2011 (Mai & September) erinnert, in denen Silber innerhalb von nicht einmal vier Wochen jeweils über 35% einknickte. Sehen wir jetzt eine ähnliche Phase? Bricht Silber also nach einer kleinen Erholung weitere 10% ein?

Vergleicht man die Abwärtsbewegungen, so stellt man fest, dass der Kursrutsch ab 37,50 USD auf 26,75 USD (Tiefstkurs am 16. Mai) deutlich weniger Dynamik hatte. In 2011 hat Silber innerhalb kürzester Zeit und innerhalb weniger Handelstage über 10 USD verloren. In 2012 war das jedoch anders. Für 10 USD haben wir jetzt 2½ Monate gebraucht. Jeden Tag ist Silber ein bisschen gefallen. Einen richtigen Crash gab es nicht. Silber ist einfach nur dahingeplätschert. Wir haben aktuell also eine ganze andere Marktsituation als damals.

Im Tages-Chart hat das jetzt seine Spuren hinterlassen. Unabhängig von Elliott Wave wird jeder Charttechniker wohl bestätigen, dass Silber seit dem Test der 50 USD Marke an einem großen Dreieck bastelt und in dieses immer weiterhin hineinrutscht. Dreiecke deuten immer auf eine Konsolidierung innerhalb einer Trendbewegung hin. Die Kurse holen hier gewisser Maßen Luft, um dann ab einem gewissen Punkt dynamisch aus dem Dreieck in Trendrichtung auszubrechen.

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Genau davon gehe ich aus. Mein Kursziel von 50 USD bleibt für dieses Jahr aktiv. Sie erinnern sich vielleicht. Ich hatte dazu des Öfteren geschrieben, dass ich nicht weiß, wann mein Kursziel erreicht wird. Nur eben, dass es innerhalb dieses Jahres erreicht wird. So wie es jetzt aussieht, wird Silber wohl erst zum Jahresende im 4. Quartal 2012 diesen Bereich ansteuern.

Bis dahin kann es noch einmal tricky werden. Denn nach Elliott Wave läuft momentan vermutlich noch nicht der finale Befreiungsschlag. Ich gehe aktuell davon aus, dass Silber lediglich die vierte Teilwelle - die Welle d - dieses großen Dreiecks begonnen hat. Diese d-Welle sorgt nun vorerst für steigende Silber-Notierungen. Im Bereich der 33 USD wird allerdings schwer werden für die Bullen. Das 61,8% Fibonacci-Retracement und der dort verlaufende Abwärtstrend sowie die 200-Tage-Linie werden aller Voraussicht nach nicht im ersten Anlauf überwunden werden.

Ich erwarte ab ca. 33 USD wieder fallende Kurse. Allerdings nichts Dramatisches! Im Rahmen der Welle e, die dann das ganze Dreieck abschließen und beenden wird, sollten sich Silberbullen auf einen nochmaligen und verhältnismäßig kleinen "Wash-Out" auf etwa 27 USD einstellen. Mit diesem Niveau würde zum Einen die untere Dreieckslinie bestätigt und die Unterstützungszone ein weiteres Mal manifestiert werden. Anschließende heißt es dann: Ready for take off?

Fazit: Ähnlich wie bei Gold (Siehe Analyse vom 16. Mai "Crasht Gold mit dem DAX?") gibt es auch bei Silber Meiner Ansicht nach keinen Grund nervös zu werden und panisch alles zu verkaufen. Wir sehen seit einem Jahr lediglich eine große, wenn auch sehr nervenaufreibende Korrekturbewegung innerhalb des nach wie vor intakten langfristigen Aufwärtstrends. Das aktuelle Niveau bietet wieder eine hervorragende Möglichkeit Silber günstig einzusammeln. Es könnte auch die letzte sein!

Das aufgezeigte Kursziel von 27 USD für Welle e ist ein Idealtypisches. Das bedeutet allerdings nicht zwangsweise, dass es auch wirklich noch einmal zu 100% erreicht wird. Sollte der Trend stark sein, kann es passieren, dass Silber nur noch einmal z.B. auf 28 oder 28,50 USD fällt und dann schon nach oben ausbricht. Bei Dreiecken ist es eher die Regel als die Ausnahme, dass die letzte Teilwelle nicht mehr die untere Dreieckslinie direkt touchiert, sondern eben schon kurz vorher beendet wird.


© Robert Schröder
www.Elliott-Waves.com

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