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Keine Atempause für die Niederträchtigen

19.05.2016  |  Captain Hook
Das Problem der niederträchtigen Zentralbanken, die damit beschäftigt sind, Geld zu drucken und unsere ganze Gesellschaft abzuwerten, besteht darin, dass sie die Musik nicht einfach anhalten können. Dann würden alle ziemlich schnell den Kopf verlieren und das System würde entzweibrechen wie Humpty Dumpty. Es gibt keine Atempause für die Übeltäter, für unsere niederträchtigen Zentralbanker, denn man kann ein Ponzi-System nicht wieder eindämmen.

Diese offensichtliche Wahrheit wurde in der vergangenen Woche erneut bestätigt, als die Bank of Japan die nach Finanzspritzen süchtigen Märkte enttäuschte und die Geldpolitik nicht weiter lockerte. Daraufhin brach der japanische Aktienindex Nikkei innerhalb weniger Minuten um 600 Punkte ein. Auch die zentralen Planungsstellen und die Preismanager in unserem Teil der Erde finden diese Wahrheit nun langsam aber sicher heraus. Die Gold- und Silberkurse sind unterdessen immer schwerer unter Kontrolle zu halten, während die Märkte versuchen, künftige Verzerrungen und Umwälzungen mit einzupreisen.

Die Edelmetallkurse haben sich bis zum Monatsende hin stark entwickelt, was impliziert, dass sie zu den "Must-haves" der Hedgefonds gehören (weil diese sie für Bilanzverschönerungen am Monatsende benötigen). Wenn wir uns die Put/Call-Ratios des Edelmetallsektors zum Freitag ansehen, stellen wir fest, dass die "Wall of Worry" noch immer vorhanden ist. Die kurzfristigen Entwicklungen lassen sich daher nicht voraussagen.

Wird es zu einem gesunden Kursrücksetzer kommen oder werden die Preise weiter nach oben klettern, angespornt von den Machenschaften der Zentralbanken? Der gesunde Menschenverstand mahnt uns an diesem Punkt zur Vorsicht, doch die Manager des Systems üben sich heutzutage kaum noch in Zurückhaltung. Das trifft vor allem auf die Federal Reserve in ihrem Dilemma zu (wird Trump die US-Notenbank einer gründlichen Prüfung unterziehen?) Auf dieser Grundlage ist das Glück bisher weiterhin mit den Mutigen.

Die Frage der Stunde lautet nun: War das Hoch der Edelmetallkurse am letzten Freitag im April das letzte vorläufige Hoch? Aus historischer Perspektive und beim Zählen der Fibonacci-Wellen wäre es nicht erstrebenswert, dieses Hoch erst im Mai zu erreichen. Anderseits sind die Entwicklungen so außer Kontrolle geraten, dass die Aktien der Edelmetallunternehmen vielleicht auch in allen Monaten des Jahres steigen, 13 Monate lang in Folge - eine Fibonaccizahl.

Niemand mit einem Funken an gesundem Menschenverstand würde das erwarten, doch man sollte sich unbedingt vergegenwärtigen, dass angesichts der Vorsicht unter den Marktteilnehmern (d. h. der negativen Marktstimmung) im Moment alles möglich ist - schließlich haben die Computer und Algorithmen keine Emotionen. Sie lesen nur die Überschriften der Nachrichten und lösen einen Short-Squeeze aus. Darauf sind sie programmiert. Der eigentliche Wert einer Aktie und andere Indikatoren, wie beispielsweise ein überkaufter Zustand, fließen in diese Prozesse nicht mit ein.

Die gesamte Abwärtsbewegung der Edelmetallaktien war übermäßig stark ausgeprägt, aber in Form einer tieferen Welle 2 durchaus möglich. Wer sagt also, dass sie sich nicht genauso rasant wieder erholen, wie sie eingebrochen sind. Alles hängt vom Dollar ab. Wie wir wissen haben die Beamten der Federal Reserve Angst, dass sie dank Donald Trump ihren Job verlieren. Angesichts der sinkenden Unternehmensgewinne haben sie keine andere Option, als den Dollar fallen zu lassen, wenn sie nicht wollen, dass die Aktienmärkte crashen.

Der Dollar schloss in der letzten Woche in der Nähe seiner Tiefs bzw. in einem Bereich, der als letzte Unterstützung interpretiert werden kann, bevor die US-Währung im freien Fall von einer Klippe stürzt. Die Kursbewegungen im Edelmetallsektor könnten in dieser Woche folglich noch verrückter werden. Das signalisiert beispielsweise auch der Philadelphia Gold and Silver Index (XAU), der eine starke Widerstandslinie am Freitag problemlos durchbrochen hat.

Aber damit noch nicht genug. Die positiven technischen Indikatoren häufen sich. Der wichtigste ist dabei vielleicht der Schlussstand des US-Dollar unter der monatlichen "Swing-Line", die wir im untenstehenden Chart sehen und die die Unterstützungslinie des Trends darstellte. Sollte sich diese Konstellation nicht sofort zu Anfang der kommenden Woche wieder umkehren, wäre das ein starkes Signal. Wenn die Situation bestehen bleibt, könnte der Dollar regelrecht abstürzen, da sowohl in- als auch ausländische Anleger erkennen werden, dass die Zeit zur Abwertung des Dollars drängt, weil die fiktiven Unternehmensgewinne sich in der zusammenbrechenden Wirtschaft sich nun endgültig rächen.

Zudem verfällt die Federal Reserve aufgrund von Trump zunehmend in Panik, da dessen Chancen mit jedem Tag steigen. Die Ergebnisse der morgigen Vorwahl in Indiana sind daher sehr wichtig. Donald Trump nähert sich nähert sich zunehmend den 1.236 Delegierten, die er benötigt, um sich die Präsidentschaftskandidatur zu sichern.

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Abbildung 1



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