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Meist gehasster Rohstoff vor stärkstem Bullenmarkt aller Zeiten!

22.09.2018  |  Uli Pfauntsch
Uran ist ein Rohstoff, der bei einigen Menschen negative Emotionen hervorruft. Viele Leute mögen Uran schlicht und einfach nicht. Sie hören Uran und denken an "Atomkrieg", "Krebs" oder "Weltuntergang".

Natürlich war es hauptsächlich die Katastrophe von Fukushima, die die negativen Emotionen verstärkt hat. Doch auch vor Fukushima wurde Uran mit anderen Katastrophen in Verbindung gebracht, etwa Hiroshima, Nagasaki, Chernobyl oder Three Mile Island. Nach Fukushima fiel der Uranpreis von 80,00 Dollar/Pfund auf unter 30,00 Dollar/Pfund. Anschließend setzte sich der Preisverfall auf etwa 18,00 Dollar im Tief fort - weit unter die Produktionskosten von 60,00 bis 65,00 Dollar/Pfund.

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Doch mit der Durstrecke im Uran geht es nun zu Ende. Tatsache ist, dass der Bedarf an hochzuverlässiger und emissionsfreier Energie ein Schlüsselfaktor für die Nachfrage nach Kernenergie und Uran bleibt, nicht nur in den USA, sondern auf der ganzen Welt. Derzeit verzeichnet die Atomenergie das schnellste Wachstum seit 25 Jahren. Es gibt derzeit mehr Reaktoren in Betrieb (453), und es sind mehr Reaktoren geplant, beabsichtigt und im Bau (543), als noch im März 2011, vor Fukushima.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich das Interesse für den Uransektor über die letzten Wochen und Monate spürbar erhöht hat. Der Uran-Spotpreis notiert aktuell bei 27,00 Dollar je Pfund auf einem frischen 2-Jahreshoch, was einem Anstieg von +30% vom April-Tief entspricht. Per Definition der Wall Street ist Uran somit einer der wenigen Rohstoffe, der sich offiziell in einem Bullenmarkt befindet, wenn auch erst am Beginn.

Die wachsende Überzeugung, dass uns eine signifikante Uranpreis-Wende bevorsteht, die möglicherweise ähnlich spektakulär abläuft wie in der Phase von 2005 bis 2007 (die schlechteste Uranaktie ver20-fachte sich im Preis, die beste, Paladin Energy, ver1000fachte sich), zeigt sich an der antizyklischen Haltung zahlreicher Industrievertreter, Fondsmanager sowie angesehener und erfahrener Marktexperten wie Doug Casey, Marin Katusa oder Rick Rule.

Nichtsdestotrotz ist es erstaunlich zu sehen, dass die zunehmenden Beweise, die für eine Uranpreis-Rally sprechen, beim Mainstream-Anleger noch nicht angekommen sind. Dies spricht dafür, dass wir nur noch ein begrenztes Zeitfenster haben werden, ehe der antizyklische Uran-Trade nach mehr als einem Jahrzehnt andauernden Bärenmarkt erneut "Mainstream" wird.

Es gibt offensichtlich nur einen Grund, der die Uranaktien noch bremst. Über die vergangenen beiden Jahre kam es trotz Nachrichten über massive Produktionskürzungen zu mehreren Fehlstarts im Uran. Sämtliche Anstiege, die von spekulativer Nachfrage im Spotmarkt getrieben waren, wurden durch übermäßiges Angebot praktisch im Keim erstickt. Was bislang fehlte, war ernsthafte Nachfrage der bedeutendsten und größten Käufergruppe, den globalen Betreibern der Atomkraftwerke.

Genau das beginnt sich nun zu ändern. Wie das Industrieberatungsunternehmen Ux berichtet, beläuft sich das Volumen am Spotmarkt seit Jahresbeginn bereits auf mehr als 60 Millionen Pfund, ein Allzeit-Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen zu den Urandaten vor 26 Jahren.


Rick Rule bullisch zu Uran: Gleichung "nicht ob", sondern "wann"!

Rohstoffinvestor-Legende Rick Rule (Sprott U.S.) ist bekannt für seine Überzeugung, dass man entweder ein "Contrarian", also ein antizyklisch agierender Investor, oder einfach nur ein Opfer ist. Zum jüngsten Sprott Natural Resources Symposium sprach er über zwei Sektoren, von denen er glaubt, dass diese unter dem Radar fliegen.

Rule sagte, dass Landwirtschaft einer dieser Industrien sei und die Attraktivität einfach zu erklären ist: "Es gibt ungefähr 7,4 Milliarden Menschen auf der Erde und sie essen gerne. So ist die anhaltende Nachfrage gesichert, und es gibt ein echtes Bevölkerungswachstum. "Er fügte hinzu:" Aber es ist besser als das Wachstum der Weltbevölkerung."


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