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Platin scheint die Kraft zu fehlen

15.11.2019  |  Christian Kämmerer
Anfang Oktober - am dritten um genau zu sein - hatten wir das Industrie- und Edelmetall Platin bereits im Fokus. Damals notierte es auf ähnlichem Niveau wie derzeit und bot eine Long-Chance an. So geschehen, steigerte sich das Metall im Anschluss beinahe um 10% und doch reichte es nicht für einen annährenden Lauf in Richtung der Marke von 1.000 USD je Unze. Warum die Kraft ausgeht und worauf es jetzt ankommt, wollen wir wieder im Nachgang bewerten.

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Quelle Charts: Tradesignal Web Edition


Fazit:

Mit dem Hoch vom 4. November bei 955, 64 USD verabschiedete sich Platin vom angedachten Aufwärtsimpuls und sackte buchstäblich in sich zusammen. Diese Schwäche führte das Metall bis zum bekannten Unterstützungslevel bei 880 USD je Unze zurück. Fehlt die Kraft oder wiederholt sich die Geschichte im Rahmen der Verteidigung des Supports? Aktuell zeigt sich eine gewisse Stabilisierungstendenz. Allerdings das jüngste und tiefere Reaktionshoch durchaus zur Vorsicht einlädt, sodass man insbesondre auf den sich annähernden gleitenden 200-Tage-Durchschnitt (SMA - aktuell bei 865 USD) achten sollte.

Ein Tageschluss darunter wäre in jedem Fall als Signal der Schwäche anzusehen. Dementsprechend sollte man unterhalb von 860 USD von einer weiteren Preisschwäche bis hin zur runden 800-USD-Marke ausgehen, bevor sich eine neue Stabilisierungschance bietet. Ob dieses Niveau dann hält, bleibt zunächst abzuwarten. Wir werden im Falle von Platin wieder zur rechten Zeit unter die Lupe nehmen. Im gegenteiligen Fall eines erneuten Aufwärtsschubs von der aktuellen Unterstützung bei 880 USD ausgehend, darf man sich durchaus auf einen Impuls von 40 USD je Unze einstellen.

Das Niveau bei 920 USD stellt hierbei eine erste Zielzone im Zuge der dort verlaufenden kurzfristigen Abwärtstrendlinie dar. Ein Ausbruch über dieses erlaubt einen Impuls bis rund 950 USD, bevor darüber wieder das vierstellige Preisniveau ins Visier rücken dürfte. Oberhalb dieser runden Preismarke wäre wiederum erheblicherer Spielraum für Zugewinne gegeben. Doch bedarf es eben vorab eines signifikanten Anstiegs über 1.000 USD und dann wären Niveaus bis 1.180 USD und höher wieder ein Thema.

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Quelle Charts: Tradesignal Web Edition


Long Szenario:

Ähnlich wie Anfang Oktober bietet sich durchaus eine spekulative Einstiegschance. Allerdings das tiefere Hoch wie auch Tief nicht gefallen. Doch glückt die Stabilisierung erneut, erlaubt sich kurzfristiges Potenzial bis 920 bzw. 950 USD. Oberhalb dessen wäre wieder die Marke von 1.000 USD der Angriffspunkt schlechthin für die Bullen.

Short Szenario:

Sollte sich die aktuell darstellende Stabilisierung mit Preisen unterhalb von 860 USD auflösen, erlaubt sich unmittelbares Abwärtspotenzial bis zur Marke von 800 USD. Ein Rutsch darunter könnte das Level bei 785 USD auf die Agenda führen, bevor darunter deutlichere Verluste zu erwarten wären.


© Christian Kämmerer
Head of German Speaking Markets
www.jfdbank.com



Offenlegung gemäß § 34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.
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