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Sweetspot für Goldfundamentaldaten

28.01.2020  |  Jordan Roy-Byrne
Gold kann dieses Jahr nicht verlieren.

Lassen Sie mich das erklären.

Die bearischsten Punkte für Gold (mit Ausnahme des Inflations-Blowoffs) findet man dann, wenn eine wirtschaftliche Erholung an Fahrt aufnimmt oder die Fed die Zinsen anhebt, um die Inflation zu bekämpfen. Alle drei dieser Szenarien bringen stabile oder zunehmende Realzinsen mit sich und demnach keine Investitionsnachfrage nach Gold.

Aktuell ist die Fed auf höhere Inflation aus, während man versucht, die Wirtschaft davon abzuhalten, in eine Rezession zu verfallen. Erwarten Sie in absehbarer Zukunft keine höheren Realzinsen.

Deshalb hat Gold seine Sommerzunahmen recht gut gehalten und sogar auf diesen aufgebaut.

Zudem entwickelt sich Gold - anders als andere Male in seiner Geschichte - relativ gut, trotz der Stärke des US-Dollar, der in den letzten Wochen Spitzen erreicht hat.

Mein Verhältnis zwischen Gold und einem Warenkorb an ausländischen Währungen (oder Gold mit dem US-Dollar Index multipliziert) schloss die letzte Woche auf einem neuen Allzeithoch. Es wird 7% über seinem Hoch von 2011 gehandelt!

Ein Grund, dass Gold nicht verlieren kann, ist die Tatsache, dass die Stärke des US-Dollar zu einem bullischen Katalysator für Gold geworden ist. Die US- und Weltwirtschaft befinden sich nicht auf stabilem Boden und demnach ist ein stärkerer Dollar ein Auslöser für eine lockerere Fed-Politik (Zinssenkungen) und faktisch niedrigere Realzinsen.

Vor diesem Hintergrund sind die kurzfristigen Risiken für den Sektor primär technisch.

Die Nettopositionen der Spekulanten in sowohl Gold als auch Silber sind nominal extrem und als Prozentsatz des Open Interests erhöht.

Aktuell ist Gold der stärkste Teil des Sektors. Das ist ein Zeichen dafür, dass wir uns in einer Korrektur oder Konsolidierung befinden. Wenn die Edelmetalle höher steigen, so ist Gold der Nachzügler.

Am Montag testeten die anderen Teile des Sektors (Silber und Goldbergbauaktien) den Widerstand, scheiterten jedoch. Unten plotten wir Silber, GDX und GDXJ. Die roten Linien und roten Pfeile heben die Schlüsselniveaus hervor.

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Silber, GDX, GDXJ


Silber und Goldaktien haben diese Niveaus bereits so oft getestet, dass es wahrscheinlich ist, dass sie den Widerstand eher früher als später durchbrechen. Sie haben ihre Zunahmen seit dem Sommeranstieg gut gehalten und das spiegelt auch die sehr starken makroökonomischen Fundamentaldaten für Gold wider.

Der Sektor könnte bis in den Februar hinein etwas korrigieren oder konsolidieren und das würde nichts ändern. Die Fundamentaldaten sind stark und der Aufwärtstrend ist stark und intakt.


© Jordan Roy-Byrne



Dieser Artikel wurde am 28. Januar 2020 auf www.thedailygold.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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