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Währungscrash: in "Betongold" fliehen?

25.10.2020  |  Prof. Dr. Eberhard Hamer
Die weltweite Corona-Hysterie macht die Hälfte aller Mediennachrichten aus. Täglich verordnet die Politik neue Gesundheitsvorschriften wie z. B. Freiheitsbeschränkungen für die Bevölkerung, die diese aus Angst vor der Ansteckung (82%) sogar für ihr Privatleben erträgt und befolgt.

Unter dem wachsenden Donner der Coronageschütze vollziehen sich entscheidende Lebensveränderungen für uns:
  • Nicht mehr die Parlamente, sondern die Exekutive bestimmt inzwischen, was zu geschehen hat, beteiligt die Legislative nicht einmal daran.

  • Ohne Corona-Angst hätte sich die Bevölkerung nicht ihr Verhalten vorschreiben und ihre Freiheit so wie heute einschränken lassen.

  • In internationaler Hysterie haben die Regierungen (Ausnahme Schweden und Weißrussland) sogar einen Wirtschaftscrash eingeleitet (Lockdown), der längst angekündigt war, an dem aber niemand persönlich schuld sein wollte.

  • Völlig enthemmt haben unter Corona-Vorwand die Zentralbanken und Finanzpolitiker ein Billionenfeuerwerk in die Luft geschossen und ihre Währungen damit gesprengt.

Die Geldvermehrung ("Gelddrucken") hat in den letzten Monaten die vorstellbaren Größenordnungen von Millionen oder sogar Milliarden verlassen und hantiert nun mit Billionen - tausend Milliarden mal tausend Millionen. Trump hat Rothschilds Firma Blackrock zwei Billionen Dollar allein dafür überwiesen, die amerikanischen Börsen damit zu pflegen und sie nicht abstürzen zu lassen.

Die EU hat ein 1,5 Billionen-Programm für die Rettung verzockter Banken und Unternehmen sowie noch unbekannter Öko-Pläne (Green Deal) beschlossen. Die angeblichen Corona-Sonderprogramme der europäischen Staaten machen mehrere Billionen aus (Deutschland allein 1,5 Bio. Euro). Die Geldvermehrung kennt keine Grenzen mehr.

Erstaunlich ist, dass das internationale Finanzsyndikat und seine Zentralbanken trotz hemmungsloser Geldflutung immer noch Vertrauen der Bevölkerung in die Währung aufrechterhalten können. Die internationale Hochfinanz selbst hatte bereits seit Jahren die Flucht in die Sachwerte angetreten (dadurch stiegen Börsen, Immobilienpreise und der Goldpreis), viele Mittelständler aber sehen erst jetzt, dass der Geldwert explodieren wird, dass die Zentralbanken längst dabei sind, das Bargeld abzuschaffen und digitales Geld einzuführen, bei welchem sie die Menschen im existenziellen Finanzgriff haben und jede Währungsreform am leichtesten per Mausklick durchführen können.

Wer klug ist, muss erkennen, dass der Geldwert nicht mehr nur langsam, sondern künftig rasant schwindet. Damit verlieren auch alle monetären Werte an wirklichem Realwert, wie Bargeldguthaben, Ansparvermögen, Altersversicherungen, Aktien, Derivate, Darlehen und Fonds usw. Ein Teil des finanzgewohnten Mittelstandes hat bereits wie die internationale Hochfinanz die Flucht in die Sachwerte nachvollzogen, ein anderer Teil jedoch noch nicht. Und dieser Teil merkt jetzt, dass seine Geldwerte in höchster Gefahr sind und dass er handeln muss.

In Geldanlagen kann er nicht mehr gehen, auch in Aktien nicht mehr, da diese kein Realwert, sondern nur monetärer Spekulationswert sind. Bleiben also Gold und "Betongold".

Der in den letzten Monaten gestiegene Goldpreis hat gezeigt, dass viele Anleger Sicherheit statt Rendite durch Goldkäufe suchen.

Die Hauptvermögensanlage des Mittelstandes ist aber nach Untersuchungen des Mittelstandsinstituts die Immobilienanlage (60%)¹. Wenn viele vor der Geldentwertung in Immobilienbesitz flüchten, steigen naturgemäß die Immobilienpreise. Inzwischen sind in den Großstädten sogar Immobilienpreisblasen entstanden, was zeigt, dass es den Immobilienkäufern nicht mehr um Rendite, sondern um Flucht in Sachwerte und Sicherheit geht.

Aber sind Immobilien wirklich sichere Vermögensanlage?

Der Autor hat in seinem Crash-Buch (Der große Crash-Ratgeber, Kopp-Verlag 2016) unterschieden zwischen Crash-Sicherheit und Nach-Crash-Sicherheit.

Wenn alle Geldwerte in Crash und Währungsreform abgewertet werden, sind Realwerte wie Immobilien davon nicht betroffen. Der Crash selbst wirkt monetär und erst nachher real durch Wertverlust der früher überbewerteten Realgüter.

Während oder nach dem Crash droht aber dem Immobilienrealvermögen eine besondere Gefahr, welche etwa selbst verwaltetem Goldvermöge² nicht droht: der staatliche Zugriff. Schon 1952 wurde in Deutschland nach der Währungsreform - der Abwertung des monetären Vermögens um 90% - für das Immobilienvermögen ein "Lastenausgleich" eingeführt, eine Sonderbelastung von 50% des Einheitswertes als Zwangshypothek auf jedes Grundstück. Begründet wurde dies damals schon mit angeblichem "Gerechtigkeitsausgleich".


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