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Uran das neue Gold – wie der Bullenmarkt die Preise über alle Erwartungen hinaus nach oben treiben wird!

07:00 Uhr  |  Uli Pfauntsch
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Goldman Sachs erhöhte zuletzt seine Nachfrageprogose für Uran deutlich. Die US-Bank erwartet nun ein "deutliches strukturelles Angebots-/Nachfragedefizit für Uran bis 2045" auf sage und schreibe 1,9 Milliarden Pfund. Bedenkt man die Versorgungsrisiken im Angebotssektor, könnte sich die Prognose von Goldman sogar als sehr konservativ erweisen.
  • Die Dasa Mine in Niger verzögert sich nun bis ≥ 2028

  • Die weltgrößte und hochgradigste Uran-Lagerstätte Arrow (Rook I) befindet sich im Infrastruktur-schwachen Teil des Athabasca Basin und könnte sich bis in die Mitte der 2030er Jahre verzögern.

  • Das Entwicklungsprojekt Triple R ist noch weiter von der Außenwelt entfernt als Arrow.

Und dann kommt Folgendes:

  • Die Erschöpfung der kasachischen ISR-Systeme beschleunigt sich Mitte der 2030er Jahre.

  • Die Cigar Lake Mine wird Mitte der 2030er Jahre erschöpft sein.

Historisch betrachtet ist noch nie eine Mine termingerecht und im Rahmen des Budgets in Betrieb gegangen. Und das in einer Zeit, in der Fachkräfte und Know-how sowie Bergleute und andere benötigte Arbeitskräfte deutlich häufiger vorhanden waren.

Unklar ist, ob die SMR-Nachfrage ab Ende der 2020er/Anfang der 2030er Jahre in der Goldman-Prognose berücksichtigt ist.

Goldman bereitet den Markt auf panikartige Vertragsabschlüsse und Spotkäufe vor, sobald die Energieversorger der Realität ins Auge sehen, dass die zukünftige Versorgung schlichtweg nicht gesichert ist.

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Bis 2045 wird sich das Angebotsdefizit nach Prognosen von Goldman Sachs dramatisch ausweiten. Ein Szenario, das den Stillstand von Reaktoren aufgrund Brennstoffmangels impliziert. Sobald Versorger erkennen, was auf sie zukommt, etwa dann, wenn Ausschreibungen auf keine Gebote stoßen, wird Panik ausbrechen, die die Preise über sämtliche Erwartungen hinaus in die Höhe treiben wird. Um überhaupt die Aussicht auf höheres Angebot herzustellen, müssen die Uranpreise mindestens ein Niveau von 130 Dollar/Pfund erreichen, um den Anreiz für Entwicklungsprojekte wie Rook 1 zu erreichen.

Doch was passiert, wenn die Uranpreise ein Niveau von 130 oder 150 Dollar/Pfund erreicht haben? Das Angebot erhöht sich dennoch nicht. Denn der Bau einer neuen Uranmine dauert erfahrungsgemäß zehn Jahre und länger. Nichtsdestotrotz ist es für die Versorger von existenzieller Bedeutung, die Weichen so zu stellen, dass der Uranbergbau in die Lage versetzt wird, sämtliche Potenziale auszuschöpfen. Es ist nur dann möglich, wenn Milliarden-Investitionen in den Sektor fließen, was wiederum signifikant höhere Uranpreise erfordert.


Sprott-Report: Milliarden für die nordamerikanische Kernenergie!

Die politischen Zusagen Nordamerikas führen zu einer steigenden Nachfrage, verbesserten Beschaffungsrahmen und beschleunigten Genehmigungsverfahren, die Investitionen in die vorgelagerte Energieerzeugung begünstigen. Ein wichtiger Meilenstein war der 80-Milliarden-Dollar-Deal für Camecos Tochtergesellschaft Westinghouse zum Bau neuer Kernreaktoren in den USA. Dieser Vertrag dient nicht nur der Finanzierung, sondern auch der Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens.

Die Trump-Regierung hat die US-Atomaufsichtsbehörde (NRC) angewiesen, regulatorische Hürden abzubauen, die Genehmigung neuer Reaktorlizenzen zu beschleunigen und bis 2030 zehn neue Großreaktoren im Bau zu haben. Die Struktur sieht Beteiligungsmechanismen für die Regierung vor, sobald bestimmte Schwellenwerte erreicht sind. Dies unterstreicht das Engagement für den Ausbau zuverlässiger und CO₂-freier Kapazitäten und den Wiederaufbau der Lieferketten im Nuklearbereich.

Die Initiative zielt darauf ab, das Ausführungsrisiko bei Komponenten mit langen Lieferzeiten zu minimieren und bietet eine Vorlage für die Mobilisierung von Kapital und regulatorischer Unterstützung in großem Umfang.

Parallel dazu festigte sich das Bündnisverhältnis, vor allem getrieben durch die Politik westlicher Nationen zur Sicherung der heimischen Versorgung mit nuklearen Brennstoffen und zur Reduzierung der Abhängigkeit von russischen Importen. Die Vereinigten Staaten und Japan kündigten ein Rahmenabkommen im Umfang von 550 Milliarden US-Dollar an, von denen bis zu 332 Milliarden US-Dollar in die US-amerikanische Energie- und KI-gestützte Infrastruktur fließen sollen.

Dazu gehören neue Nuklearkapazitäten wie die Inbetriebnahme von AP1000- und BWRX-300-Reaktoren (entwürfe für fortschrittliche Kernreaktoren, darunter große und kleine modulare Reaktoren, SMRs) sowie die Modernisierung der Stromnetze.

Das Abkommen priorisiert die Zusammenarbeit entlang der Lieferkette und die Skaleneffekte in der Fertigung kritischer Ausrüstung, um Engpässe zu beseitigen, Entwürfe zu standardisieren und wiederholbare Prozesse zu etablieren, die Bauzeiten verkürzen und Unsicherheiten reduzieren. Diese Zusagen signalisieren eine klare politische Präferenz für den Ausbau der Nuklearkapazitäten und eine Ausrichtung der Politik auf die Energiesicherheit, was voraussichtlich eine frühere Beschaffung und eine nachhaltige Urannachfrage begünstigen wird.

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Abb.: Die USA betreiben die weltgrößte Reaktorflotte mit einem jährlichen Verbrauch von circa 50 Millionen Pfund Uran. Die Trump-Regierung plant, die Kernkraft-Kapazität um das Dreifache auszubauen, womit die USA nahezu die gesamte weltweite Uranproduktion benötigen. Im vergangenen Jahr produzierten die USA allerdings weniger als 1 Million Pfund Uran. Die wenigsten Leute verstehen, wie abhängig die Vereinigten Staaten von ausländischen Lieferanten sind. Die Uran-Bergbauunternehmen in den USA stehen kurz vor einem massiven Boom!



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