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Vor dem großen Knall IX

10.11.2009  |  Rolf Nef
- Seite 6 -
Silber

Silber ist viel volatiler als Gold in jeder Beziehung. Im 19. Jahrhundert wurde es sogar aus dem Geldsystem entfernt und hat enorm an Wert verloren. Es wurde als das Geld des armen Mannes bezeichnet, aber heute ist es knapper wie Gold ( max. 1 Mia Unzen = ca. 17 Mia $) und trotzdem noch äusserst billig. Grafik 20 zeigt seine Preisgeschichte seit 1720: den Preisanstieg im US Bürgerkrieg und der anschliessende Preiszerfall bis 1932 auf 0,26 $, wo der erste Bull Markt startete und bis Januar 1980 dauerte. Der zweite Bull Markt startete 2003 bei ca. 4 $ und hat sich erst vervierfacht (1932 bis 1980: x 192). Die Trendlinie von 1980 verbunden mit März 2008 ist noch oberhalb des aktuellen Preises. Aus meiner Sicht hat Silber erst letzten Herbst die vierte Welle abgeschlossen und ist seither in der explosiven Fünften.

Grafik 21 zeigt Silber im Tageschart eingeklemmt in einem steigenden Keil, beide Trendlinien schon vier mal berührt. Aufsteigende Keile gelten als das Ende einer Bewegung. Brechen sie aber nach oben aus, so sind sie fulminant. Alle Korrekturen innerhalb des Keils sind gleicher Natur, alle sind steil. Es scheint viel mehr, dass eine Konstellation wie in den Aktienmärkten vorliegt, aber nach oben gerichtet. Auch scheint es unwahrscheinlich, dass Gold steigt, während Silber fällt.

Grafik 22 zeigt das Verhältnis von Gold zum Silberpreis seit dem Altertum. Noch nie in der Geschichte war es so billig und das bei gleichzeitig maximaler Verschuldung rund um den Globus.

Grafik 23 zeigt wie viele Unzen Silber man bezahlen musste um einen Dow Jones zu bekommen. Auch in dieser Betrachtung ist Silber noch sehr billig.

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Grafik 20


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Grafik 21


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Grafik 22 links, Graf 23 rechts


Minenaktien

In Gold investieren ist nicht dasselbe wie in Minenaktien investieren. Grafik 24 zeigt, wie volatil das Verhältnis der beiden Grössen zu einander ist. Vom Tief Mitte der zwanziger Jahre bis zum Hoch 1966 hat sich das Verhältnis von Goldminenaktien zu Gold rund verdreissigfacht. Seither ist es wieder um das 5,4 Fache gefallen. Ist es möglich, dass es noch mehr fällt?

Grafik 25 zeigt einen Goldminenindex von 1890 bis jetzt (1890 bis 1938: Homestakemining, ab 1938: Barrons Goldmining Index) sowie ein einfaches Mass des Momentums (12 monatliche % Preisänderung). Typisch für Momenti ist, dass sie Trendänderungen, also Spitzen und Böden, mit Divergenzen anzeigen. Am Beispiel dieses Indexes ist das ausnahmslos der Fall seit 120 Jahren. Das letztjährige Tief des Indexes erzeugte das tiefste Momentum seit 120 Jahren und deshalb auch keine Divergenz. Damit besteht eine sehr gute Wahrscheinlichkeit, dass Minenaktien nochmals zumindest das alte Tief testen werden, wenn nicht sogar tiefer fallen.

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Grafik 24 links, Graf 25 rechts


Diese Analyse bestärkt mich, die Strategie des Tell Gold & Silber Fonds weiterzuführen. Der "Tell Gold & Silber Fonds" ist zu ca. 50% in physischem Gold und Silber investiert und zu ca. 50% in langen Silberoptionen. Der physische Teil ist gegen den US Dollar abgesichert.


© Rolf Nef
Manager Tell Gold & Silber Fonds, www.tellgold.li



[i]Disclaimer

Der Fonds ist ein Investmentunternehmen für andere Werte mit erhöhtem Risiko. Der Fonds investiert in Gold- und Silber-Derivate, Derivate von Minenaktien und -indizes, in physisches Gold und Silber sowie weltweit in Unternehmungen, die in der Förderung und dem Abbau von Gold und Silber (monetären Edelmetallen) tätig sind. Der Fonds setzt neben traditionellen Anlagen auch Optionsstrategien ein, welche als nicht traditionelle Anlagestrategien zu qualifizieren sind. Diese Anlagestrategie weist ein anderes Risikoprofil als jenes der traditionell bekannten "Investmentunternehmen für Wertpapiere" auf. Die Anleger werden ausdrücklich auf die im vollständigen Prospekt erläuterten Risiken aufmerksam gemacht, insbesondere auf die Möglichkeit des Einsatzes von Optionen zu Anlagezwecken. Durch den Kauf von Optionen kann eine erhebliche Hebelwirkung entstehen, welche ein Vielfaches des eingesetzten Kapitals betragen kann. Das Risikopotenzial des Fonds ist deshalb nicht abschätzbar. Eine Hebelwirkung über Kreditaufnahme oder andere Verpflichtungen ist ausgeschlossen. Der Fonds kann bis zu 100 % in physisches Gold und Silber investieren und diese bei einer Lagerstelle hinterlegen. Der Fonds kann sich auf wenige Anlagen konzentrieren und deshalb eine verringerte Risikostreuung aufweisen. Die Anleger müssen insbesondere bereit und in der Lage sein, höhere Kursschwankungen oder auch substanzielle Kursverluste hinzunehmen. In der Konsequenz eignet sich eine Anlage nur für risikofähige Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont und als Beimischung zu einem bestehenden Portfolio.



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