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19.04.2012 07:00  | GoldMoney

Erklärung von Delhi signalisiert wirtschaftliche Spannungen

Open in new windowDie Gold- und Silberkurse entwickelten sich gestern an den US-amerikanischen Märkten hauptsächlich seitwärts, abgesehen von einem drastischen Kursrückgang mit anschließender Erholung gestern Vormittag. Der Goldpreis fiel bis auf 1.635 Dollar, bevor die Nachricht, dass die indische Zentralbank den Leitzins um 50 Basispunkte gesenkt hatte, wieder für steigende Nachfrage sorgte. Auch der Silberkurs gab im Umfeld sinkender Goldkurse nach. Silber musste vorübergehend Verluste von ca. 1,1% hinnehmen. Anschließend setzte aber auch hier eine Kurserholung ein, die das Edelmetall leicht im Plus schließen ließ.

Die Goldnachfrage aus Indien ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 50% gesunken. An den Terminmärkten hatte man gehofft, dass das anstehende Akshay-Tritiya-Fest den Nachfrageeinbruch, zu dem es jüngst aufgrund von Unterbrechungen im indischen Edelmetallmetallhandel gekommen war, wieder wettmachen könnte. Prithviraj Kothari, Präsident der Bombay Bullion Association, wird zudem von Wall Street Journal folgendermaßen zitiert: "[F]ür die Festwoche sind Goldkäufe in Höhe von maximal 10 t bis 15 t zu erwarten, letztes Jahr lag diese Zahl noch bei 30 t bis 40 t."

Apropos Indien: Letzten Monat hatten sich die Staatschefs Brasiliens, Russlands, Indiens, Chinas und Südafrikas zum vierten BRICS-Jahrestreffen auf dem Subkontinent in Neu-Delhi zusammengefunden. Die Abschlusserklärung steckte voller spitzer Bemerkungen bezüglich der globalen geldpolitischen Entwicklungen. Wortwörtlich hieß es: "Aggressive geldpolitische Maßnahmen wie exzessive Liquiditätsflutung, mit denen die Zentralbanken ihre Binnenwirtschaften stabilisieren wollen, bleiben auch für die Wirtschaften der Schwellenländer nicht folgenlos. Sie fördert dort übermäßige Volatilität im Bereich der Kapitalflüsse und Rohstoffpreise." Im gemeinsamen Statement wird zudem eine "wachsende Repräsentanz und Mitbestimmung“ der Schwellenländer gefordert sowie "ein gerechtes internationales Geldsystem, das den Interessen aller Länder dienen kann".

John Butler präsentiert auf dem Blog Cobden Centre eine aufschlussreiche "Übersetzung" der Diplomatensprache. Aber auch im diplomatischen Jargon macht die Erklärung von Delhi deutlich, wie sehr sich die führenden Politiker der BRICS über die übermäßig lockere Geldpolitik (z.B. der Fed und der EZB) irritiert zeigen. Und das machte die brasilianische Präsidentin Dilma Rouseff auch bei ihrem jüngsten Treffen mit US-Präsident Obama sehr deutlich. Die Tage, als die Führer dieser Staaten von derart offenen Konfrontationen gegenüber einem US-Präsidenten lieber absahen, sind ein für alle Mal vorbei.


© GoldMoney News Desk
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