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Gold und Silber: Das war noch gar nichts!

29.06.2012  |  GoldMoney
Die Kursentwicklungen an den Edelmetallmärkten der letzten zwei Tage müssen wohl wieder als "so lala" beschreiben werden. Gold und Silber haben angesichts der anhaltenden politischen Unsicherheit in Europa nach wie vor Probleme, eine kurz- bis mittelfristige Ausrichtung zu finden.

Das Handelsvolumen für Comex-Gold-Futures sinkt weiter, was jedoch häufig während der Sommermonate der Fall ist. Hinzu kommt, dass sich die US Federal Reserve hinsichtlich neuer monetärer Stimuli noch immer nicht rührt - obwohl diese bald kommen werden. Die Gesamtheit all dieser Faktoren lässt die Edelmetalle weiter konsolidieren.

Und die Millionen-Dollar-Frage lautet: "Wie lange wird diese Konsolidierung andauern?" Wenn der Verfasser dieses Kommentars die Antwort wüsste, säße er schon längst auf seiner Yacht vor einer Insel in den Bahamas, und nicht gekrümmt vor seinem Computer, um dieses Markt-Update zu verfassen. Nichtsdestotrotz können gewisse Indikatoren zumindest Hinweise geben. Und hier vor allem folgende Fragen:

Haben sich die fundamentalen Gründe, die für den Besitz von Gold und anderen Edelmetallen sprechen, in letzter Zeit geändert? Haben die Zentralbanken plötzlich “zum rechten Glauben" zurückgefunden, geloben sie hoch und heilig, von nun an den Wert der von ihnen herausgegebenen Währungen zu schützen?

Treiben die Staaten und Regierungen erfolgreich die Senkung ihrer Defizite voran? Bieten sich den Sparern plötzlich reale Kapitalerträge? Kehrt gerade wieder Stabilität und Kreditwürdigkeit ins Bankensystem zurück?

Die eindeutige Antwort auf all diese Fragen ist nach wie vor "nein". Zudem halten die Fed, die EZB, die Bank of England sowie andere Zentralbanken unbeirrt an der Entwertung ihrer Währungen fest, um eine Deflation abzuwehren. Und folgender Punkt wird auf diesen Blog immer und immer wieder aufgegriffen (wie natürlich auch durch andere, so z.B. John Butler vom Cobden Centre, der hier ins Detail geht): In einem Fiat-Währungssystem ist die Entscheidung zwischen Inflation und Deflation eine politische Entscheidung.

Gäbe es einen Goldstandard, wäre eine Deflation die natürliche Entwicklung. Hätten die Marktkräfte freien Lauf gehabt, wäre es nach der Panik von 2008 in vielen Ländern zu deutlichen Einbrüchen der allgemeinen Preisniveaus gekommen. Aber in Bezug auf Rezessionen und Depressionen liegt es einfach nicht in der Natur von Regierungen, der schöpferischen Zerstörung des Marktes tatenlos freien Lauf zu lassen.

Das Problem ist nur, dass die Zentralbanken mit ihrem Festhalten an immer aggressiveren Geldschöpfungsmethoden auch das Vertrauen der Menschen in die Währung stetig aushöhlen.

Der Alptraum wäre schließlich ein Szenario, das James Turk und andere wie Jim Sinclair von MineSet seit einigen Jahren immer wieder im Detail erörtern: Wir werden am Ende einen Punkt erreichen, an dem das Vertrauen der Menschen in die Währung quasi über Nacht verpufft.

Noch mögen sich Gold und Silber sehr ruhig verhalten, lassen Sie sich aber nicht weißmachen, die Party wäre schon vorbei. Die bisherigen Kursentwicklungen waren gerade erst der Anfang!


© GoldMoney News Desk
www.GoldMoney.com/de



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