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Junior- folgen den Senior-Rohstoffproduzenten mit zyklischem Kaufsignal

07.04.2014  |  Uwe Bergold
Nach dem Ausbruch der Rohstoffpreise (CRB-Index) und der großkapitalisierten Senior-Rohstoffaktien (CRX-Index) aus ihrem mittelfristigen Abwärtstrend (vgl. Marktkommentar 02-14), bestätigt nun auch der sehr breit aufgestellte (mehr als 500 Aktien enthaltene) S&P/TSX Venture Composite Index (beinhaltet kleinkapitalisierte Junior-Rohstoffproduzenten) diesen zyklischen Trendwechsel (siehe hierzu bitte Abb. 1). Das taktische Tief wurde dabei bereits im Juni 2013 generiert ("Kapitulationstief"), was eine positive Divergenz zu den Gold - und Silberminenaktien darstellt. Diese unterschritten ihr Sommertief im Dezember 2013 nochmals. (siehe hierzu bitte grüne Pluszeichen in Abb. 1).

Solch ein signifikant positiver Vorlauf der marktbreiten Small-Cap-Rohstoffaktien fand zuletzt am zyklischen Tief 2005 statt. In Abbildung 1 wird die anschließende Rally eindrucksvoll visualisiert. Die übergeordnet zusammengehörende A-B-C-Korrektur (2008 bis 2013) im Rohstoffsektor endete nicht nur mit einer Divergenz, sondern sie wurde auch mit solch einer eingeleitet (siehe hierzu bitte rotes Minuszeichen in Abb. 1). Während der breite kleinkapitalisierte S&P/TSX Venture-Minenindex bereits im Frühjahr 2007 toppte, folgte der XAU-Gold-&Silberminen-Index mit seinem zyklischen Hoch erst ein Jahr später. Da Edelmetallaktien einen Hebel auf die übergeordnete Anlageklasse Rohstoffaktien darstellen, implizieren diese mittelfristigen Ausbrüche der Senior- und Junior-Rohstoffproduzenten natürlich eine ansteigende Erwartungshaltung gegenüber zukünftiger Inflation und der kommenden Gold-/ Goldminenaktienentwicklung ("Inflationsseismographen").

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Abb. 1: Junior-Rohstoffaktien-Index (schwarz) vs. Gold- & Silberaktien-Index (gelb) von 01/03 bis 03/14
Quelle: GR Asset Management GmbH


Zyklische Trendwechselbestätigung auch durch die Microcap-Rohstoffproduzenten

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Abb. 2: Microcap-Rohstoffaktien (schwarz) vs. Gold- & Silberaktien-Index (gelb) von 01/03 bis 03/14
Quelle: GR Asset Management GmbH


Neben den Junior-, bestätigen auch die Microcap-Rohstoffproduzenten (kleinstkapitalisierte Aktien) das taktische Kaufsignal zu Jahresbeginn 2014. Neben dem charttechnischen Bruch des mittelfristigen Abwärtstrends (Anfang 2011 bis Ende 2013) nach oben, kam es auch zu einem markttechnischen Kaufsignal von der MACD-(http://de.wikipedia.org/wiki/MACD)Indikation auf Monatsbasis (siehe hierzu bitte grünen Kreis und grünen Pfeil zu Jahresbeginn 2014 in Abb. 2).

Zu den Microcaps und Juniors ein aktuelles Statement von Rick Rule, (Direktor, Präsident und CEO von Sprott US Holdings Inc.) mit der Headline: Microcaps und Juniors - Eine der besten Gelegenheiten in Jahrzehnten! (Quelle: www.goldseiten.de)

"…Vor allem kleine Bergbaugesellschaften, wie Microcaps und Juniors betrachtet Rick Rule aktuell als eine hervorragende Investitionsgelegenheit, wie sich der Direktor, Präsident und CEO von Sprott US Holdings im Interview mit King World News überzeugt zeigt. Die Aktien dieser Unternehmen, so der Experte, haben im vergangenen halben Jahr eine positive Performance hingelegt, der noch kein Ende gesetzt ist.

Jetzt sei für langfristig denkende Investoren die Zeit gekommen einzusteigen und die nach Kapital dürstenden Unternehmen mit solchem zu versehen. Vor allem die Teilnahme an Privatplatzierungen legt der Experte ans Herz aufgrund des Warrants, den man zusätzlich zur Aktie erhalten kann und der die Gewinne in einem Bullenmarkt deutlich zu steigern imstande ist.

Man brauche nur die prozentualen Verluste und Gewinne an der TSX Venture Exchange und ihren Vorläufern während der vergangenen 20 Jahre zu betrachten, um festzustellen, dass es lohnenswert ist, am Boden eines Bärenmarktes die Scherben aufzulesen und die besseren Zeiten eines Bullenmarktes auszusitzen…"



Während vor Deflation gewarnt wird, steht der nächste Inflationszyklus vor der Tür

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Abb. 3: Erzeugerpreise %VJ (schwarz) vs. CRB - Rohstoffpreise (blau) von 08/98 - 02/14
Quelle: GR Asset Management GmbH


Von offizieller Seite (EZB und IWF) kommt jetzt immer öfters die Warnung vor Deflation in Europa. Hierdurch lässt sich natürlich verbal die nächste "Geldmengenlockerung" (Inflationierung), zur Ankurbelung der südeuropäischen Wirtschaft vorbereiten und begründen. Betrachtet man die vergangenen sechszehn Jahre der strategischen Rohstoff-Hausse (Rohöl generierte sein säkulares Tief im Dezember 1998 bei 10 USD), kombiniert mit der jährlichen Veränderung der Erzeugerpreise (reagieren kurz zeitverzögert auf die Rohstoffpreise), so erkennt man einen zyklischen Verlauf von mittelfristig inflationären und disinflationären Phasen.

Inflationsphasen (zunehmende Erzeuger- und somit auch Konsumentenpreisanstiege) waren dabei die Zeiträume von Anfang 1999 bis Ende 2000, von Mitte 2002 bis Anfang 2006, von Mitte 2007 bis Anfang 2008 und zuletzt von Mitte 2009 bis Anfang 2011. Die anschließenden Disinflationsphasen (abnehmende Erzeuger- und somit auch Konsumentenpreisanstiege) erstreckten sich über die Perioden von Anfang 2001 bis Mitte 2002, von Mitte 2006 bis Mitte 2007, von Mitte 2008 bis Mitte 2009 und nun aktuell von Anfang 2011 bis heute.

Steigen die Rohstoffpreise, dann kommt es zeitverzögert zu Erzeugerpreisanstiegen und dies führt wiederum, mit einem Time lag, zum Anstieg der Konsumentenpreise. Der gleiche Prozess funktioniert reziprok auch in die entgegengesetzte Richtung. Betrachtet man nun die aktuelle Situation, so lässt sich relativ schnell die derzeitig deflationäre Stimmung im historischen Kontext einordnen. Nach einer dreijährigen Baisse im Rohstoffsektor, befindet sich die Veränderungsrate der Erzeugerpreise wieder auf einem ähnlichen Niveau, wie zuletzt bei allen zyklischen Rohstofftiefpunkten, seit Beginn der säkularen Gold- und Rohstoff-Hausse.

Nach solch einer Konstellation kam es jedes Mal, für die Allgemeinheit überraschend, zu einem neuen zyklischen Inflationsschub (Konsumentenpreissteigerungsprozess). Aufgrund der Rohstoffpreisausbrüche zu Beginn dieses Jahres, sollten spätestens im Sommer 2014 die Verbraucherpreise wieder beginnen, signifikant zu steigen. Dies führt zu einem Absinken der Realzinsen, was wiederum die fundamentale Basis für die nächste zyklische Gold-/Goldaktien-Hausse schafft.




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