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Manipulation der Märkte spricht für Sachwerte

17.09.2014  |  Dr. Jürgen Müller
In meinem neuen Buch "Drei Speichen Regel" äußere ich meine Meinung, dass heutzutage alle Märkte manipuliert sind. Ich schreibe "alle", ich meine "alle". Ich gebe hierzu im Buch nur einige wenige Beispiele an. Der größte Markt ist mit Abstand der der Devisen. Welche Macht die Zentralbanken in diesen Märkten haben, zeigt die Schweizerische Nationalbank sehr anschaulich. Am 6.11.2011 vermeldete diese, dass Sie den - Zitat - "Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro" festgelegt habe und dies mit aller Konsquenz und durch den Ankauf unbeschränkter Devisen (sprich unbeschränkter Euro) durchzusetzen bereit sei. Schauen wir uns also den Chart Euro/Franken an.

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Abb. 1: Wechselkurs Euro/Franken 2009 - heute (Bildquelle: ariva.de)


Wie nicht wenig verwunderlich hat der Kurs seit dieser Ankündigung die 1,20 Marke nicht mehr unterschritten (lustig in diesem Zusammenhang ist, dass z.B. SWR1 immer noch diesen Kurs in ihren Börsennachrichten vermeldet). In diesem Zusammenhang ist auch interessant, dass sich die Schweizer Geldmenge in den letzten 10 Jahren ca. verdoppelt hat.

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Abb. 2: Geldmenge CHF M1, M2 und M3 (Quelle: Schweizer Nationalbank, http://www.snb.ch/ext/stats/statmon/pdf/deen/B2_Geldmengen.pdf)


Dass die Edelmetallmärkte beobachtet werden, wurde hinreichend durch Autoren wie z.B. Ferdinand Lips oder Dimitri Speck inhaltlich bzw. mathematisch statistisch nachgewiesen.

Quizfrage: Wie lange ist heute die durchschnittliche Haltedauer einer Aktie? Antwort: 40 Sekunden!

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Abb. 3: Prozentualer Anteil des Hochfrequenzhandels an internationalen Aktienmärkten (Quelle: New York Times)


Wie kann man sinnvoll an Märkten investieren, die derart "be-handelt" werden? Wie will sich der Kurs einer Aktie entwickeln, wenn sie derartigen Kräften und Geldströmen ausgesetzt ist? Der in den USA bekannte Fondsmanager Steve Eisman verkündete im Juli diesen Jahres: "Vernünftige Investitions-Entscheidungen seien heute unmöglich geworden. Es mache für ihn keinen Sinn mehr nur mit Unternehmens-Daten der Real-Wirtschaft fortzufahren." (Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/06/vermoegens-verwalter-manipulationen-machen-geld-anlage-unmoeglich/).

Die Idee zu diesem Artikel kam mir beim aktuellen Zucker-Chart.

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Abb. 4: Zucker-Kontrakt Juni 2014 - heute.


Die Großbanken sehen genau, auf welchem Level welche Scheine verfallen und treiben die Kurse auf absurde Niveaus, um die Knock-Out Schwellen der Hebelpapiere zu erreichen. Ist alles eingesammelt, darf der Kurs wieder steigen. Am gestrigen Dienstag stieg Zucker um 20% an einem Tag an. Kann das normal sein? Die CoT-Daten zeigten schon Mitte August "kaufen" an, doch der Kurs musste erst nochmal richtig runtergeprügelt werden.

Dies ist nur ein sehr schönes und aktuelles Beispiel, wie den kleinen Privatinvestoren das Geld aus der Tasche gezogen wird bzw. wie Umverteilung praktisch aussieht. Meine Erkenntis hieraus ist, dass man als Provatinvestor gegen die Haie im Becken keine Chance hat und sich aus allen manipulierten Märkten zurückziehen bzw. raushalten sollte. Dass dies in der Tat sehr gut geht, indem man nur Sachwerte wie Gold und Silber kauft, habe ich in meinem neuen Buch nachgewiesen. Neue empirische Studien zeigen, dass die alte Drei Speichen Regel in der Tat keine schlechteren Ergebnisse generiert, als ein "modernes" nach Markowitz optimiertes Wertpapierportfolio.

Auf der kommenden Edelmetallmesse in München werde ich einen Vortrag zu diesem Thema halten. Am Stand des Kopp-Verlages kann ich dann auch gerne mein Buch für Sie signieren.


© Dr. Jürgen Müller
Einkaufsgemeinschaft für Sachwerte GmbH
www.ekg-sachwerte.de





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