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QE-Ausfall & Pappmaché-Wahn

07.11.2014  |  Jim Willie CB
Die QE-Initiativen wurden offiziell zum Stimulus erklärt und als erfolgreich bei der Stützung des US-Finanzsystems ausgewiesen. Der Schuldenfluss konnte aufrechterhalten werden wie auch die vielen Marktstützen, die den staatlichen Schuldpapieren der USA und den hypothekarisch gesicherten Wertpapieren, die keiner will, finanzielle Deckung verschaffen.

Als Stimulus kann man diese Initiativen aber wohl kaum bezeichnen. Die monetäre Hyperinflation bewirkt genauso das, wie es uns immer schon beigebracht wurde: Sie entfaltet ihre mächtigen korrosiven Wirkungen. Diese Inflation lässt die Kostenstrukturen steigen, sie eliminiert die Gewinnspannen und zwingt Unternehmen zur Aufgabe, wodurch Ausrüstung etc. außer Betrieb genommen wird. Jackass bezeichnet den QE-Effekt daher lieber als Todeskapital, das Kapitalverrentung erzwingt, zur Stilllegung von Betriebsausrüstung führt, die häufig liquidiert wird.

Weder die US Fed noch ihre Wall-Street-Partner reden jemals von diesem Effekt der Kapitalzerstörung, weil es ihrem Stimulus-Argument und ihren falschen Botschaften widerspricht. Wenn sie ihren Grundsatz hartnäckig artikulieren, dass Banken gerettet werden müssen, weil diese Too Big To Fail seien, dann senden reine Propaganda. Sie sind die Zentren des amerikanischen Finanzverbrechens.

Die Interventionen haben viele Gesichter. Wollen wir also die unterschiedlichen Formen durchgehen und am Ende des Artikels den Goldmarkt behandeln. Die Pappmaché-Lösung kann scheinbar endlos fortgeführt werden, mit dem Goldmarkt geht das aber nicht. Die Interventionen und Kursdrückungen am Goldmarkt sind endlich. Dafür braucht es physisches Gold, Goldbarren, um wiederholt Störungen und Ablaufsänderungen in diesem Finanznischenmarkt durchführen zu können. Diese Unterminierung ist endlich, und sie geht auf ihr Ende zu.

Während der Ost-West-Großkonflikt zwischen Russland und den Vereinigten Staaten durchgespielt wird, sollte man einen entscheidenden Unterschied nicht vergessen. Die Russen haben ein riesiges Netz aus Erdgaspipelines, um die gerade in der Ukraine gekämpft wird. Die Pipelines versorgen viele Wirtschaften, jeweils die Industrie und die Haushalte.

Die Vereinigten Staaten haben hingegen ein riesiges Netzwerk aus giftigen, kontaminierten Geldflüssen - so der Markt für US-Staatsanleihen, der FOREX-Devisenmarkt und die Bankensysteme. Diese Pipelines für verdorbenes Kapital verfügen über Kanäle, Fenster, Röhren, Seiteneingänge, Rohrinstallationen und Hebel - fast wie in einer gewaltigen Chemiefabrik. Das große Problem ist, dass das US-Liquiditätsnetzwerk toxisch ist, Kapital zerstört und zu wirtschaftlichem Ruin führt.

Die USA werden diese Schlacht nicht gewinnen. Sie werden sich dadurch nur ihre eigene Isolation von all ihren Alliierten verdienen. Die USA werden zum Pariastaat.


Bankenpleitenstränge punktuell unterbrochen

Während der sogenannten Weltfinanzkrise (die Jackass lieber Zusammenbruch des westlichen Geld- und Bankensystems bezeichnet) ist es in den letzten Jahren zu zahlreichen Bankenpleiten gekommen. Der größte und wichtigste, im September 2008, wurde aber versteckt.

Damals wurde Goldman Sachs gerettet und der Eindruck erweckt, all das wäre ein Lehman-Bankrott und eine AIG-Verstaatlichung gewesen. Unter dem Deckmantel der US-Regierung wurde GSax eine 100%ige Erstattung für Derivateauszahlungen und ein kompletter Ausgleich der Hypothekenpapieranlagen gewährt, die Bank wurde zudem an die erste Stelle bei der Verteilung der erfolgenden Kapitaltransfers gesetzt.

Dies war der cleverste Banken-Bailout der Geschichte. Das Kapital zur Auszahlung der Derivatepositionen stammte aus der bekannten Spielgeldquelle, von dort, wo alle Spuren hinführen - von der US Fed und ihrer Geldschöpfung. Die braven US-Amerikaner reden von der privilegierten 1%-Elite. Sie haben aber keine Vorstellung davon, wer die Banker eigentlich sind, was sie machen, welche Instrumente sie nutzen, welche Kontrolle sie ausüben oder welchen Einfluss sie durchdrücken.

Wenn sie nur wüssten, inwieweit Goldman Sachs und die Citibank die Gesetzestexte im Kongress mitschreiben und die Märkten unrechtmäßig abschöpfen und mit Aufschlägen belasten. Die gewaltigen Strafen und Bußgelder für das eigene kriminelle Verhalten sind schon in ihren Geschäftsmodellen einkalkuliert. Kriminelles Verhalten ist ein relativ kleiner aber wachsender Teil ihre Geschäftskosten.

Die Royal Bank of Scotland war ein weiterer gigantischer Bailout, dem ein Bankrott oder ein Fast-Bankrott vorausging. Die Regierung Großbritanniens übernahm 81% der gescheiterten Finanzinstitution - also kein kompletter Totalaufkauf der vielen kaputten Unternehmenssegmente. Der Bailout hatte einen Gegenwert von 46 Mrd. Britischen Pfund, er wurde 2008 und 2009 durchgeführt. Jetzt ist alles weg, verschleudert - gutes Geld dem schlechten hinterhergeworfen. Die braven Briten haben sich seither immer wieder über die schreckliche Behandlung durch diese Bank beschwert. Die RBS-Bank bleibt aber ein Raubtier, aber ein staatlich geschütztes.

Ein Ereignis jüngeren Datums macht die Situation erneut deutlich. 2012 und 2013 fragte sich Jackass, ob sich eine mittelgroße Bank nicht auf dem Weg in den Bankrott befände. Sie hätte einen systemischen Zusammenbruch auslösen können, weil größere Partnerbanken im Dominoeffekt in die Pleite gerasselt wären. Anschließend hätte die Ansteckung, die Übertragung des finanziellen Stresszustands, eingesetzt. Einige Märkte, die unter ständiger Kontrolle standen, wären nicht mehr beherrschbar gewesen - es wäre zur Freisetzung des Goldmarkts gekommen.

In weiteren Verlauf wären auch einige Banken in London und Ney York in den Bankrott gerutscht. Die Hoffnung auf dieses Szenario wurde dann gewissermaßen zerschmettert, als QE eingeführt und um einige Runden erweitert wurde. Anleiheankaufprogramme ermöglichten die finanzielle Deckung anderer Finanzanlagen, wie Hypothekenbonds, wie Bankenderivate, aber auch Bankenanleihen, im Schutz dieser Ankaufprogramme wurden sogar stille Aktienkäufe getätigt.






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