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Wird physisches Gold bald knapp?

01.09.2015  |  Redaktion
Wie der Marktbeobachter Lawrence Williams kürzlich in einem Artikel schrieb, ist die Nachfrage nach Goldmünzen und -barren vor allem in China weiterhin ungewöhnlich hoch - dabei gehöre der August normalerweise eher zu schwächeren Monaten. In den ersten drei Augustwochen wurden in diesem Jahr allerdings bereits 194 Tonnen Gold über die chinesische Edelmetallbörse Shanghai Gold Exchange (SGE) verkauft.

Wenn die Zahlen für die vierte Woche, die diesen Freitag veröffentlicht werden, ähnlich hoch ausfallen, erreichen die Goldlieferungen im August eine Höhe von mindestens 250 Tonnen. Das entspricht etwa 90% des weltweiten Minenausstoßes pro Monat!

Die chinesischen Goldimporte über Hongkong fielen im Juli ebenfalls deutlich höher aus, ein weiterer Hinweis auf die steigende Nachfrage im Reich der Mitte. Zudem müssten direkte Goldeinfuhren aus anderen Ländern, deren Umfang nicht veröffentlicht wird, in die Schätzungen zur chinesischen Nachfrage mit einkalkuliert werden, ebenso wie die inländische Goldproduktion. Letztere belief sich im vergangenen Jahr auf 460 Tonnen, die komplett im Inland verblieben.

Von großer Bedeutung ist Williams zufolge vor allem, dass an den beiden größten Goldmärkten der Welt - Indien und China - jetzt die "Goldsaison" beginnt. In China steige die Nachfrage demnach gegen Ende des Jahres und vor dem chinesischen Neujahrsfest deutlich an und in Indien beginnt nach dem Monsun und der Erntezeit die Festivalsaison. In dieser Zeit finden in Indien besonders viele Hochzeiten statt, was jedes Jahr ab September zu einer stark erhöhten Nachfrage nach dem Edelmetall führt.

Selbst an den westlichen Märkten zeichne sich eine gewisse Stärke bei Gold ab, da an den Aktienmärkten nach dem Einbruch in der letzten Woche weiterhin eine gewisse Nervosität und Angst verbreitet sind. Dem Goldkurs könnte das zugutekommen.

Williams schlussfolgert aus diesen Faktoren, dass das Potential für eine echte Angebotsknappheit bei Gold besteht. Diese nehme schon seit einiger Zeit immer weiter zu. Vor Kurzen konnte beispielsweise die New Yorker Comex nach Angaben der Webseite ZeroHedge eine Leerung ihrer Goldbestände nur vermeiden, weil JPMorgan sich bereit erklärte, große Mengen Gold in die Kategorie "Registered" transferieren zu lassen, in der die lieferbaren Bestände zusammengefasst sind.

Früher oder später könnte die Verfügbarkeit von physischem Gold also so stark eingeschränkt sein, dass die Entwicklung des Marktes wieder durch das tatsächliche Angebot bestimmt wird - und nicht mehr das "Papiergold". Wenn das aktuelle Nachfrageniveau Bestand hat oder, wie in der zweiten Jahreshälfte üblich, sogar noch steigt, könnte dieser Tag laut Williams nicht mehr fern sein.


© Redaktion GoldSeiten.de





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