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2016 beginnt mit einem zyklischen Trendwendesignal im Rohstoffsektor

05.02.2016  |  Uwe Bergold
Im Marktkommentar 05/2015 erläuterten wir detailliert, dass der dritte und finale Akt der globalen Verschuldungs- und Wirtschaftskrise begonnen hat. Im April 2015 generierte der DAX bei 12.391 Punkten sein nominales Allzeit-Hoch. Sein reales (inflationsbereinigtes) erreichte er bereits im März 2000 (von uns publiziertes strategisches Aktienverkaufssignal).

Außerdem wiesen wir darauf hin, dass der finale dritte Akt jeder säkularen Baisse in der Geschichte immer in einer fulminanten Rohstoffblase enden würde. Aufgrund der bis dato historischen Einmaligkeit der Überbewertung aller drei zinstragenden Anlageklassen (Aktien, Immobilien und Anleihen), werden wir diese Einmaligkeit auch in der kommenden Gold- und Rohstoff-Hausse erleben. Während Gold, Silber und die Edelmetallaktien bereits im Sommer 2015 ihren zyklischen Boden ausbildeten, korrigierte der übergeordnete Rohstoffsektor jedoch noch bis Mitte des vergangenen Monats.

Besonders beim wichtigsten Rohstoff Rohöl kam es zu einem wahren Ausverkauf. Betrachtet man in Abbildung 1 den Brent-Rohöl-Future auf Candle-Stick-Monatsbasis, so visualisiert sich eindrucksvoll der historische Sell Off, welcher sich im Januar abgespielt hat. Niemals zuvor gab es eine solch lange "Akkumulations-Lunte" (Monats-Reversal), bei gleichzeitig historisch einmalig hohen Volumen. Die "starken Hände" (Smart Money) kauften die Futures, welche von den "zittrigen Händen" (Dumb Money) in Panik auf den Markt geworfen wurden, orchestriert von extrem negativer Medien-Berichterstattung ("Emotionsbeschleuniger").

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Abb. 1: Brent-Rohölpreis in USD auf Monatsbasis von 09/1998 bis 01/2016
Quelle: GR Asset Management


Betrachtet man die Monatskerzen der vergangenen drei zyklischen Tiefpunkte (12/1998, 11/2001 und 12/2008), innerhalb der säkularen Rohstoff-Hausse, so erkennt man sofort die jeweils ähnliche "Lunten Ausbildung" wie im vergangenem Monat (siehe hierzu bitte die grün markierten Kerzen in Abb. 1). Da Gold mit seiner relativen Stärke (in allen anderen Währungen außer dem USD bereits im Hausse-Modus) dieser Entwicklung vorausläuft, sollte ihm nun in den kommenden Monaten auch der breite Rohstoffsektor folgen. Dies wird dann als Beginn der größten Rohstoff-Hausse aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingehen.

Im Jahr 2000 platzte die größte Aktienblase, im Jahr 2007 die größte Immobilienblase, im Jahr 2015 die größte Anleiheblase und im Jahr 202? wird die größte Gold- & Rohstoffblase aller Zeiten platzen.


Auch das Gold-Öl-Ratio schrieb im Januar 2016 Geschichte

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Abb. 2: Gold-Öl Ratio (spiegelbildliche Bewertung von Öl in Unzen Gold) von 1920 bis 2016
Quelle: www.macrotrend.net


Nicht nur in USD, sondern auch in Unzen Gold bewertet, generierte der Rohölpreis im Januar 2016 ein epochales Tief. Betrachtet man das Gold-Öl-Ratio (spiegelbildliche Darstellung der Bewertung von Öl in Unzen Gold) in Abbildung 2, so erkennt man auf den ersten Blick die historische Dimension der aktuellen Entwicklung. Das Gold-Öl-Ratio lag im Januar in der Spitze bei 39, was bis jetzt nur einmal in der Geschichte vorkam. Und dies war genau im Jahr 1932, nach fünf negativen Rohstoff-Jahren, während der letzten Weltwirtschaftskrise.

Nun haben wir es zum zweiten Mal in der Geschichte mit einer fünfjährigen Rohstoff-Baisse zu tun (2011 bis 2015), ebenfalls innerhalb einer Weltverschuldungskrise. Nach dem letzten fünfjährigen Rohstoff-Bärenmarkt, im Jahr 1933, kam es weltweit zu politischen Umschwüngen, zum Goldverbot in den USA, zur "Übernachtenteignung" der US-Amerikaner (US-Dollar-Abwertung gegenüber Gold) und zur zweitstärksten Rohstoff-Hausse aller Zeiten. Da sich Geschichte zwar nie wiederholt, jedoch immer reimt, gehen wir zumindest bei den Rohstoffpreisen von einer ähnlichen Entwicklung wie 1933 aus. Man sollte sich in 2016 auf signifikante Rohstoffpreissteigerungen einstellen, auch wenn derzeit überall vor Deflation gewarnt wird.


Das Zeitfenster für günstige Edelmetallinvestments beginnt sich zu schließen

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Abb. 3: Gold in EUR auf Monatsbasis von 03/1999 bis 01/2016
Quelle: GR Asset Management


Für Edelmetallinvestoren in Europa (Anlagebewertung in EUR) beginnt sich das Zeitfenster, für eine historisch günstige Kaufgelegenheit, bereits zu schließen. Das zyklische Tief beim Goldpreis in EUR lag im Dezember bei 873. Seitdem stieg er um zirka 18 Prozent, ohne dass dies vom Publikum wahrgenommen wurde. Im Januar 2016 lag Gold, sowohl in EUR als auch in USD bewertet, mit über 5 Prozent Plus auf Platz 1 der verschiedenen Anlageklassen (siehe hierzu bitte Abb. 4).


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