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Rohstoff Express: Bernanke was hast du da nur gesagt! Alles bricht ein!

06.06.2006  |   Sebastian Hell
Der August Gold Future verliert zur Stunde genau 17 $ und notiert aktuell bei 631,70 $. Schuld an der Misere soll US Notenbankchef Ben Bernanke sein, der gestern eine Abschwächung der amerikanischen Wirtschaftsleistung sowie erhöhte Inflationsgefahren angekündigt hat. Um sich vor dem Inflationsgespenst schützen zu können, hat Bernanke weitere Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen, die heute den Abverkauf bei Gold aber auch vielen anderen Rohstoffen ausgelöst haben. Mit am schwersten betroffen sind Kupfer und Silber die momentan 3.275 $ bzw. 2.875 $ pro Kontrakt verlieren. Vor allem Silber ist technisch am schlimmsten angeschlagen, da das Metall auf bestem Wege ist sein letztes Korrekturtief von Ende April signifikant zu unterbieten. Sollte der Juli Future unter die Schwelle von 11,50 $ fallen ist mit einer weiteren Abwärtswelle zu rechnen. Trotzdem sollten mittelfristig orientiert Anleger ähnlich wie bei Gold langsam die Augen für eine Bodenbildung offen halten, da es auch bei Silber vermehrt Anzeichen für ein Ende der Korrektur gibt. Abschließend wäre noch zu erwähnen, dass die Silberlagerbestände an der New Yorker COMEX inzwischen nur noch bei 108,8 Millionen Unzen stehen.

Eine schöne Bullenfalle konnte man während der letzten Handelstage bei Kaffee erleben. Während der Markt zwei bullische Hammerformationen ausbildete und anschließend zwei Tage in Folge anstieg um diese zu bestätigen, wurde er gestern und heute massivst abverkauft. Der heutige Kurseinbruch hat nicht nur die letzten Tiefs unterschritten sondern gleichzeitig auch ein neues Jahrestief erreicht, weswegen der Markt weiterhin von der kurzen Seite am besten handelbar bleibt. Dennoch deutet ein sehr stark überverkauftes Momentum sowie Divergenzen innerhalb des Indikators auf einen sich abschwächenden Abwärtstrend hin. Auf der fundamentalen Seite gibt es wenig positives zu berichten. Das Wetter ist in Brasilien weiterhin freundlich und verhindert damit den Aufbau jedweden Wetterpremiums im Markt. Des weiteren wird berichtet, dass die brasilianischen Kaffeeexporte im Mai um 200.000 Säcke höher waren als noch im April.

Live Cattle kann sich dem derzeitigen Abwärtstrend des ganzen Fleischsektors nicht entziehen und verliert 320 $ in der Augustnotierung. Nachdem der Future am Freitag einen vielversprechenden Ausbruch über zwei wichtige Fibonacci Retracements geschafft hatte und auch einen früheren Widerstands überwinden konnte, schien die Welt noch in Ordnung zu sein. Gestern ergab sich jedoch eine bärische Umkehrformation, da die neuen Hochs nicht gehalten werden konnten und der Markt deutlich abverkauft wurde. Eine vorübergehende Korrektur ist nicht auszuschließen. Allerdings sieht es ganz danach aus als ob sich der übergeordnete Trend wieder gedreht hat. Seit seinem Doppelboden hat sich August Live Cattle sehr schön entwickelt und der oft beachtete 52 Tages Durchschnitt ist ebenfalls kurz davor sich gen Norden zu drehen. Untermauert wird die Bewegung durch ein steigendes Cutout Value das gestern um 1,04 $ auf 153,76 $ zulegen konnte sowie Aussichten auf die Erlaubnis von Rindfleischimporten nach Süd Korea.


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© Sebastian Hell
    Quelle: www.derivate-magazin.de
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