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Schnäppchen am Silbermarkt

22.02.2016  |  Clive Maund
Zu Beginn einer Hausse an den Edelmetallmärkten entwickelt sich der Goldkurs normalerweise besser als der Silberkurs, aber gegen Ende eines Bullenmarktes zeigt Silber die stärkere Performance. Der Grund dafür ist, dass die frühe Phase einer Hausse vor allem durch ernsthafte, wertorientierte Investoren gekennzeichnet ist, während später vor allem Trader und Spekulanten, die die Dynamik ausnutzen und einen schnellen Gewinn erzielen wollen, das Marktgeschehen beherrschen. Diese werden von der hohen Hebelwirkung des weißen Metalls gegenüber Gold angezogen. Deswegen signalisierten der gigantische Anstieg des Silberkurses in den ersten Monaten des Jahres 2011 und der anschließende parabolische Kursverlauf im April und Mai schon Monate vor dem Höchststand des Goldpreises, dass die Hausse bald vorüber sein würde.

Obwohl der Goldkurs mit seinem jüngsten Ausbruch nach oben nun den Beginn eines neuen Bullenmarktes signalisiert, bleibt Silber noch immer hinter den Erwartungen zurück und ist selbst kaum aus seinem langfristigen Abwärtstrend ausgebrochen. Grund dafür ist, dass wir uns noch immer ganz am Anfang dieser langsam ins Rollen kommenden Hausse befinden und die Trader dem schnellen Geld noch in anderen Sektoren hinterherjagen. Die schlechte Performance des Silberkurses hat jedoch auch einen positiven Aspekt, besonders, wenn sie so lange anhält, wie das zur Zeit der Fall ist: Im Verhältnis zu Gold sind Silberinvestitionen derzeit wirklich günstig und bieten auf lange Sicht eine beträchtliche Hebelwirkung gegenüber dem gelben Metall.

Der Kursverlauf zeigt uns, dass Silber sich in letzter Zeit schlechter entwickelt hat als Gold. Während der Goldkurs in diesem Monat deutlich über seine Hochs vom vergangenen Oktober gestiegen ist, sehen wir im 6-Monatschart, dass dies dem Silberkurs nicht gelungen ist. Zudem ist Gold auch klar über seinen 200-tägigen gleitenden Durchschnitt gestiegen, der seitdem ebenfalls wieder nach oben klettert. Silber konnte seinen weiterhin fallenden 200-tägigen gleitenden Durchschnitt dagegen nur wenig übertreffen und gerät angesichts des seit sieben Jahren nicht mehr erreichten Rekordniveaus an Short-Positionen der Commercials schon wieder ins Stocken.

Diese Underperformance und extrem bearishe Positionierung der Commercials bedeuten, dass der Silberkurs bei einer Korrektur wahrscheinlich deutlich einbrechen wird. Der Silberchart zeigt derzeit ein viel schlechteres Bild als der Goldchart, was jedoch in dieser frühen Phase des Bullenmarktes vollkommen normal ist. Im Falle einer Korrektur, die unserer Einschätzung nach kurz bevorsteht, wird der Silberkurs wahrscheinlich bis auf sein Unterstützungsniveau bei 14,40 USD-14,60 USD in der Nähe der oberen Grenze seiner letzten zwischenzeitlichen Basis zurückfallen.

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Auch im langfristigen 6-Jahreschart können wir die relative Schwäche von Silber im Vergleich zu Gold erkennen. Gold ist eindeutig aus seinem allgemeinen Trend ausgebrochen, während Silber mit dieser Entwicklung kaum mithalten konnte und die obere Trendlinie nur gerade so überschritten hat. Dennoch ist der Chart sehr vielversprechend, da die Trendlinien stark aufeinander zulaufen und die Formation sich schließt. Sobald Schwung in den Silbersektor kommt, sollten wir eine beeindruckende Bewegung erleben.

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Es lohnt sich, die schlechte Performance des Silberkurses im Verhältnis zu Gold im Verlauf der letzten Jahre darzustellen, denn je länger dieser Zustand sich fortsetzt, desto größer ist das Aufwärtspotential von Silber, wenn das weiße Metall beginnt, relativ zu Gold wieder Boden gutzumachen. Wenn es soweit ist, werden Silberinvestoren und die entsprechenden ETFs und Aktien enorme Gewinne verbuchen, deshalb ist das Silber/Gold-Verhältnis für uns so interessant. Wie der 7-Jahreschart zeigt, entwickelte sich Silber gegen Ende der vorherigen Hausse 2010 und Anfang 2011 viel besser als Gold - ein sicheres Anzeichen für das baldige Ende der Party am Edelmetallmarkt.


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