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Jim Rickards: "Digitales Vermögen kann über Nacht vernichtet werden"

02.04.2016  |  Redaktion
In einem aktuellen Interview mit The Korelin Economics Report warnt der Finanzexperte und Bestseller-Autor Jim Rickards vor der Angreifbarkeit von "digitalem Vermögen". Auf digitaler Ebene werde ein Finanzkrieg geführt, der eine Bedrohung für die meisten Anlageklassen darstelle.

Rickards gibt an, dass Russland eine "6.000 Mann starke Cyber-Brigade" unterhält, die Tag und Nacht daran arbeite, digitale Datensätze aus dem Finanzbereich zu hacken und zu zerstören. Dabei bezieht er sich auf Informationen, die er während seiner Arbeit für das US-Verteidigungsministerium und die Sicherheitsdienste erhalten hat. Er betont, dass es sich nicht um eine Gang von Kriminellen handelt, die sich Zugriff auf Kreditkarten verschaffen wollen, sondern um einen Teil des Militärgeheimdienstes, dessen Ziel die Zerrüttung der US-Wirtschaft ist.

Einlagen auf einem Bankkonto, Aktien, Anleihen und viele andere Investments sind Rickards zufolge nicht anderes, als rein digitales Vermögen, das von einem Tag auf den anderen gehackt oder gelöscht werden kann. Dabei verweist er auf einen erst kürzlich bekannt gewordenen Fall: 100 Millionen Dollar, die das Land Bangladesch bei der US-Notenbank Federal Reserve hinterlegt hatte, sind spurlos verschwunden. Die Angelegenheit wird natürlich untersucht, es sei jedoch fraglich, ob die Verantwortlichen ausfindig gemacht werden können.

Aufgrund dieser Risiken sei es sinnvoll, einen Teil des eigenen Vermögens in Form von physischen Wertgegenständen wie Gold zu verwahren. "Gold kann nicht gehackt, gelöscht oder zerstört werden", so Rickards. Der Experte rät dazu, rund 10% des Investitionskapitals in Gold anzulegen.

Ein weiterer wichtiger Grund für Goldkäufe ist Rickards zufolge das systemische Risiko: "Die größten Bedrohungen für den Dollar sind nicht China und Russland, sondern das Finanzministerium und die Fed."

Anschließend diskutiert der Autor den "Krieg gegen das Bargeld", den die Regierungen seiner Ansicht nach bereits gewonnen haben. Es sei zwar nicht illegal, größere Summen Bargeld von der Bank abzuheben, aber man wird "behandelt wie ein Krimineller", meint Rickards. Ab einem gewissen Betrag sei es praktisch unmöglich, sich das Bargeld auszahlen zu lassen. Es gebe folglich kaum eine Möglichkeit diese "digitalen Schlachthäuser" zu umgehen - und die Negativzinsen, die möglicherweise künftig eingeführt werden.

Gold stelle da eine gute Alternative dar. Mit dem Edelmetall können Investoren Rickards zufolge sowohl dem Krieg gegen das Bargeld als auch den negativen Zinssätzen aus dem Weg gehen und sich gleichzeitig gegen das Risiko eines Systemkollapses absichern.



© Redaktion GoldSeiten.de



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