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Das Ende des vierten Zyklus

02.06.2016  |  Prof. Dr. Hans J. Bocker
Macht der Zyklen

Zyklen als periodisch wiederkehrende Ereignisse haben Macht. Sie bestimmen mit ihren geheimen Gesetzen das Geschehen in der gesamten Natur, wie die Wechsel zwischen Tag und Nacht, Jugend und Alter, Mangel und Überfluss, den Herzschlag, Schlaf, die Launen und Gemütszustände, Revolutionen nach Zeiten unerträglicher Herrschaft und Unterdrückung, den Untergang aller ungedeckten Papierwährungen, die es je gab und geben wird, wie auch den Wechsel sozialer und politischer Machtstrukturen. Die Gesetze des Zyklus arbeiten im Verborgenen. In aller Stille bahnt sich der Wechsel an, wie eben jetzt, wie schon so oft in der Vergangenheit, unerkannt von den betroffenen Mächtigen, herbeigesehnt von den Unterdrückten oder Ausgenutzten.

Schon seit Alters her sind zyklische Wechsel in den Herrscher- bzw. Machtstrukturen der menschlichen Gesellschaft zu beobachten. Im alten Griechenland wechselten Tyrannei mit Demokratie, in England Monarchie mit Parlamentarismus, in Russland Kapitalismus und Zar mit Kommunismus und brutaler Einparteien-Diktatur. Auch im Bereich der Technik herrscht der Zyklus mit seinen Gesetzen.

Segelschiffe machten Dampfschiffen Platz, Kohle dem Nuklearreaktor, Autokomponenten werden nicht mehr repariert, sondern (ähnlich wie Körperorgane) nur noch ausgetauscht. Pferdekutschen und Reiter wichen dem Automobil, analoge Datensysteme den digitalen, und das Erdölzeitalter wird von der Sonnenenergie, der Tesla-Technologie, und letztlich weltweit dem elektrischen Antrieb abgelöst. Sobald die "Zeit reif ist", tritt der Zyklus in seine nächste Phase und die jeweiligen Herrscher in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Technologie treten ab - oder werden abgetreten.

Vergangenheit und Geschichte mögen für Altertumsforscher, Historiker und Geschichtslehrer interessant sein, doch uns interessiert vielmehr die Gegenwart und die unlängst abgelaufenen zyklischen Wechsel, die aus jenen zu ziehenden Lehren, und natürlich die kommenden zyklisch bedingten Geschehnisse. Kennt man diese oder sieht sie am Horizont heraufziehen, kann man sich und seine Familie entsprechend vorbereiten und vor Unbill schützen.


Verzweiflungstaten verzögern nur, heilen aber nicht

Oft genügen einfache Beobachtungen und primitive Schlussfolgerungen, um die kommenden Ereignisse im Rahmen eines laufenden Zyklus zu erkennen. Der Zyklus "Schuldenaufbau und Schuldenabbau" mag als simples Beispiel dienen. Die westliche Welt, und insbesondere die USA - und als Welt-Rekordhalter Japan - hat seit etwa 7 Jahrzehnten weit über ihre Verhältnisse gelebt und folglich einen nie dagewesenen Schuldenberg aufgetürmt. Die gesamten Weltschulden stehen inzwischen mit einer Größenordnung von etwa 900 Billionen $ (also 900.000 Milliarden $) zu Buche und wachsen, der Zinseszinsformel getreulich folgend, exponentiell munter weiter.

Die Realwirtschaft dagegen wächst in guten Zeiten "schwach linear", und in Zeiten von Rezession, wie sie sich weltweit derzeit anbahnt, oder während Depressionsphasen, wird das Wirtschaftswachstum negativ. Jedenfalls wird der Abstand der Schuldenkurve zu den zeitgleichen Zahlen der Realwirtschaft immer größer und damit steigen natürlich die Zins- und Abzahlungs-Verpflichtungen der Schuldner in Bereiche, die realwirtschaftlich nicht mehr machbar sind.

Ohne den noch nie dagewesenen Brems- und Verzögerungseffekt der in aller Verzweiflung der Herrschenden künstlich eingeführten Null- und Negativzinsen (derzeit in 8 Ländern negativ, mehr werden kommen) wäre das Finanzsystem längst zusammengebrochen. Aber auch dieser Trick der Hochfinanz kann das unausweichliche Ende nur hinausschieben, nicht aber dauerhaft aufhalten.

Denn wenn Sparer massiv bestraft - sprich um die Früchte ihrer Arbeit und fleißigen Kapitalakkumulation massiv betrogen werden -, wenn Pensionskassen und Versicherungen keine Renditen mehr erwirtschaften können, daher die Versicherten und Pensionäre bestraft werden, wenn die Bevölkerung Papiergeld zu horten beginnt, um mit der "Matratzenlösung" wenigstens den Negativzinsen und Bankgebühren zu entgehen (in der Schweiz z. B. sind die 1000-Franken-Noten wegen der Hortung durch die Bürger extrem knapp geworden) ist das systemische Ende nicht mehr fern.

Hinzu kommt, dass wegen der Hortung die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes stark abnimmt. Dies aber hat einen starken deflationären Effekt. Immer weniger Geld läuft um, und wird daher wegen des Knappheitseffektes nach Kaufkraft immer "wertvoller".

Doch Deflation (genau wie Edelmetall) ist der Todfeind des weltweiten Finanzkartells, denn das Absahnen von Billionen in einer auf beliebiger Geldvermehrung basierenden Kasinowirtschaft, kann nur in einem inflationären Umfeld funktionieren. Daher die panischen Ängste der Zentralbanker und das fast schon hysterische Schreien der streng kontrollierten Medien nach "wenigstens 2% Inflation", ein Ziel, dass in immer weitere Ferne rückt. Der eiserne Klammergriff der Deflation wird schließlich immer stärker. Die Systemkatze beißt sich - heftig kreiselnd - selbst in den Dollar-Schwanz.


Selbst die harte Nuss der Kasino- und Schuldenwirtschaft wird der Zyklus knacken, 4 Varianten bieten sich an

Auch im Bereich der maßlosen Schuldenwirtschaft, mit ihren gewaltigen und fortlaufenden Vermögenstransfers von den vielen Fleißigen zu den wenigen Superreichen, werden die Zyklengesetze, wie immer, eine Umkehr erzwingen, ob das den Mächtigen nun passt oder nicht. Diese zyklische Wende zeichnet sich in Umrissen bereits ab, und dürfte in den kommenden 1 bis 3 Jahren voll einsetzen. Wenn schon heute nur 56 Menschen über die Hälfte des Weltvermögens gehört, und übermorgen denn vielleicht 80% oder mehr, kann das auf Dauer niemals gut gehen. Erste Verwesungsgerüche liegen in der Luft.

Die Schulden werden jedenfalls, zyklisch bedingt, sei es nun in Schüben, oder auch schlagartig, wieder abgebaut. Sei es durch Hyperinflation, Währungsreform, Bargeldverbot mit Zwangsabbuchungen von den Konten der Bürger, die sich nicht wehren können, oder mit Hilfe eines Krieges, der bis zu einem Weltkrieg ausarten könnte, was der Kosmos verhindern möge. Vielleicht haben die in karmischen Begriffen denkenden indischen Weisen nicht so unrecht, wenn sie behaupten: „Solange es brutale Schlachthöfe auf dieser Erde gibt, wird es brutale Kriege auf dieser Erde geben.“


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