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Warum ein gigantischer Marktcrash längst überfällig ist

20.06.2017  |  Chris Martenson
Reines Gelddrucken kann nicht zu Wohlstand führen

Lassen Sie mich mit einer Warnung beginnen: Einen Bestätigungsfehler zu begehen ist für einen Analysten wie mich eine allgegenwärtige Gefahr. Falls Sie mit dem auch als "Confirmation Bias" bekanntem Phänomen nicht vertraut sind - es handelt sich dabei um unsere Neigung, Informationen zu suchen, die genau die Weltsicht bestätigen, die wir uns im Laufe der Zeit zurechtgelegt haben und in deren Entwicklung wir emotionale Energie investiert haben.

Nachdem ich nun schon seit vielen Jahren über die Wirtschaft schreibe, bin ich mittlerweile so überzeugt davon, dass wir durch bloßes Gelddrucken nicht zu Wohlstand gelangen können, dass ich überall und jeden Tag Anzeichen finde, die meine Meinung bestätigen. Dessen sollten Sie sich bewusst sein, wenn Sie meine Artikel lesen. Ich werde dieses Mantra immerzu wiederholen und ich werde immer Daten finden, die meine Ansicht unterstützen.

Basierend auf umfangreichen historischen Informationen bin ich zu dem Schluss gelangt, dass die Schöpfung von Geld aus dem Nichts alles mögliche hervorbringen kann, einschließlich Spekulationsblasen und einer Umverteilung des Vermögens von den normalen Bürgern in die Taschen der Eliten. Was sie jedoch nicht vermag, ist die Erzeugung echten Wohlstands.

So sehr ich es auch versuche - ich kann mich nicht der Meinung anschließen, dass das willkürliche Herbeizaubern von Geld einen langfristigen Nutzen für die Wirtschaft hat. Für mich ist einfach zu offensichtlich, welche Gefahren ein solches Vorgehen birgt. Der Grund dafür ist etwas, das man als "ökonomische Schwerkraft" bezeichnen könnte: Was nach oben steigt, muss auch wieder fallen.

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Die Spekulationsblase, die Alan Greenspan aufgepumpt hat und die im Jahr 2000 platzte, war ziemlich schlimm. Die nächste Finanzblase von Ben Bernanke war fürchterlich. Und die aktuelle Blase von Janet Yellen könnte sich als tödlich erweisen, zumindest für die Finanzmärkte, große Institutionen und den ein oder anderen Staat.

Machen Sie sich bewusst, dass mehr als zwei Drittel der im obenstehenden Chart dargestellten Vermögenswerte mittlerweile aus "Finanzwerten" bestehen - d. h. aus Papierforderungen auf reale Dinge. Da die Zentralbanken im letzten Jahrzehnt mit beispielloser Hingabe Geld gedruckt haben, haben sie die größte Kluft zwischen realen Vermögenswerten (repräsentiert durch das Bruttoinlandsprodukt) und Forderungen auf eben diese Werte geschaffen, die es in der Geschichte je gab.

Nach der Großen Rezession bestand der "Plan" der Zentralbanken (wenn man überhaupt von einem Plan sprechen kann) darin, das Papiervermögen der Menschen zu mehren, in der Annahme, dass Verbraucher, die sich reicher fühlen, mehr ausgeben und hoffentlich auch mehr Kredite aufnehmen. Dieser Plan hat insofern recht gut funktioniert, als er tatsächlich die Summe des neu geliehenen Geldes (die Schulden und Kredite) enorm erhöhte. Doch wie viel reales Wirtschaftswachstum wurde dadurch letztlich erzeugt? Nicht allzu viel.

Die Kluft zwischen den beiden Sphären wächst mittlerweile immer weiter. Die Notenbanken befinden sich in einem Dilemma - sie haben nicht die geringste Ahnung, wie sie das Problem lösen sollen, das sie selbst geschaffen haben. Eines Tages muss die Kluft sich schließen. Dann werden wir entweder viele Jahre lang das höchste Wirtschaftswachstum in der Geschichte der Menschheit verzeichnen (eine reine Wunschvorstellung, wenn wir ehrlich sind), oder die Insolvenzen beginnen sich zu häufen und der globale Schuldenberg gerät ins Rutschen. Letzteres hätte äußerst unangenehme Folgen.

Aus diesem Grund haben wir uns in letzter Zeit so stark auf die Zentralbanken konzentriert und ein Webinar mit dem Titel "The End of Money" produziert, zu dem wir exzellente Gäste (u. a. Edward Griffin, David Stockman und Axel Merk) geladen hatten - wir wollten verstehen, welche Maßnahmen die zunehmend verzweifelteren Notenbanken wahrscheinlich als nächstes ergreifen werden.

Wie der Chart oben deutlich macht, wurde der Schaden, der beim Platzen aller früheren Finanzblasen entstand, mit jedem Mal größer. Dieses Mal wird keine Ausnahme sein. Die dritte Blase ist, wie wir in unserem Artikel "Die Mutter aller Finanzblasen" ausführlich dargelegt haben, die größte der Geschichte - und sie wird eine erschreckende Zerstörungskraft entfalten.

Der kommende Crash wird so heftig, dass wir unseren Lesern auf PeakProsperity.com nicht nur helfen, den gefährlichen Ozean der finanziellen Vermögensbildung und -sicherung in einer stürmischen Zeit wie der unseren zu queren, sondern ihnen auch raten, hinsichtlich anderer grundlegender Aspekte des Lebens eine echte Widerstandsfähigkeit aufzubauen.

Dazu zählen beispielsweise das soziale Umfeld, materielle Dinge, die Lebensweise, das eigene Wissen, Zeitmanagement, emotionales Kapital und kulturelle Werte. Im Zuge des vor uns liegenden Systemneustarts werden wahrscheinlich so viele Dinge verloren gehen, dass wahrer Reichtum von viel mehr abhängen wird als nur Geld.



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