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USA: Wirtschaftliches Umfeld - schlimmer geht’s fast nimmer

02.09.2017  |  Prof. Dr. Hans J. Bocker
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Der rapide Preisverfall von Rohöl dürfte die ohnehin massiv verschuldete Fracking-Industrie empfindlich treffen. Die Gewinnschwellen für die meisten dieser künstlichen Schieferölquellen, auf die die Amerikaner so unglaublich stolz sind, liegen im Bereich von 60 bis 70 $ je Fass, oder sogar darüber. "Fracking ade, bankrott tut so weh."

Doch zum Ausgleich, und zur Aufheiterung Washingtons, legt man sich mit den braven und treuen Kanadiern (Öleinfuhren gestoppt) sowie den Mexikanern (angedrohter Mauerbau und Peso auf Tiefststand) in zwei lokalen Kleinkriegen an, während der Großkrieg mit China noch aussteht (Strafzölle und umstrittene Weltraumdominanz, wie auch Raketenaufbau vor Chinas Haustür in Küstennähe und in Korea).

Gehen die USA den Weg Griechenlands, dessen Staatsverschuldung von 140% des BIP im Jahre 2000 auf derzeit 185% anstieg? Welcher Trost für die Trumpianer, dass sich die Gewinn-Performance der US-Unternehmen seit 3 Jahren als Trend im Rückwärtsgang befindet. Kein Wunder, dass sich das amerikanische BIP Anfang 2017 mit einem Zuwachs von 0,7% auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2007 abgesenkt hat.

Drei Mal ist das Weltwährungssystem im letzten Jahrhundert zusammengebrochen oder erlitt einen fundamentalen Umsturz (1914, 1939 und 1971). Wann könnte es einen vierten Umsturz erleiden und könnte Amerika, und sein Dollar als Weltleitwährung, den Zündfunken liefern?

Der negative Wust des Zahlenwerkes; wie es vorstehend skizziert wurde, könnte einem solchen Verdacht eher bestärken als entkräften. Hinzu kommt ein neuer Präsident, der nach 120 Tagen Amtszeit noch nicht einmal über den Anfang seiner gutgemeinten Wahlversprechen hinausgekommen ist. Zudem meldete der US-"Halbstaat" Puerto Rico gerade Insolvenz an und das soziale Sicherungssystem des Staates Illinois ist ebenfalls bankrott.

Und der von Riesenausgaben und Steuersenkungsgelöbnissen geplagte Trump muss voll ins Wasser springen, um das größte Rüstungs- und Armeesystem der Welt zu unterhalten. Sein Dollar und seine Schuldengebäude wanken im Regensturm. Er steht im Schuldensumpf bis zum wohlgepflegten Hals, aber er darf keineswegs nass, ja nicht einmal feucht werden.

Geht’s denn noch sehr viel schlimmer?

Aber Börsen, Dollar und Immobilienpreise steigen real, oder in Prozent, noch schneller als die Goldpreise gleichzeitig fallen können. Versagen denn die Krisenmetalle Gold und vor allem Silber als Warninstrumente völlig? Nein, sie atmen nur ein letztes Mal tief durch, vor dem Ausbruch des großen Sturms, den die missachteten Naturgesetze erzwingen werden.

Sie haben, wie die Schwerkraft, weder in der Inflation (Südafrika, wo der Preis des Krügerrands seit seiner Einführung von 27 Rand auf bis heute über 18 000 Rand anstieg) noch in der Deflation (Japan) jemals versagt. Sollten Sie in die USA im Allgemeinen und in den Dollar im Besonderen, investieren - und dies rasch, bevor dort der ganz große Mega-Wohlstand vulkanartig ausbricht? Oder doch lieber in Gold und vor allem in Silber, bevor dort die Preise vulkanartig ausbrechen?

Eine entscheidende Bedrohung schwebt wie eine Art Fallbeil über Amerika im Allgemeinen und dem Dollar im Besonderen. Sollte der IWF seine SDRs als "Weltwährung" einführen, verlören die USA alle lebensentscheidenden Privilegien, die mit dem unbeschränkten Drucken und dem Bezahlen mit der Weltleitwährung automatisch einhergingen. Dann wäre der Dollar eine Währung unter vielen anderen und alle Rechnungen, Importe und Verpflichtungen müssten seitens der USA mit echten Waren, und nicht mehr mit beliebig frisch gedruckten bunten Papierchen, beglichen werden.

Die Konsequenzen wären nicht nur für die USA, sondern auch für alle Dollar-Besitzer (Euro und Schweizer Franken eingeschlossen) weltweit, und natürlich die Edelmetallpreise wie auch die Börsen- und Immobilienpreise, unausdenkbar.

186 Länder sind dem IWF angeschlossen. Im entscheidenden Gremium hatten sich die USA eine Sperrminorität von 14,9% gesichert, um notfalls alle für Washington unangenehmen Beschlüsse blockieren zu können. Doch mit diesem Privileg könnte es am 15. Oktober vorbei sein. Die BRICS-Staaten, unter Führung Russlands, Chinas und Indiens, könnten zusammen diese alte Blockade der USA brechen und eine Mehrheit von 15,0% erreichen - und damit das Geschehen danach bestimmen, wozu die Ablösung des Dollars als Weltleitwährung und seinen Ersatz durch die SDR sowie das Ende der "Blasenwirtschaft" erzwingen. Putin frohlockte bereits: "… Uns fehlt nur noch ein Zehntel Prozent…".

Dass die BRICS-Staaten die Dollar-Vorherrschaft brechen wollen, ist seit Langem bekannt. Ob es ihnen gelingt, eine Massenflucht aus dem Dollar auszulösen, werden wir im Verlaufe des Monats Oktober bzw. bis Weihnachten erleben. Dann würde der Goldpreis nicht mehr in Dollars, sondern in SDRs gemessen. Ob dann die vier Führungsaktien der Wall Street, also Apple (760 Mrd. $), Google (640 Mrd. $), Microsoft (540 Mrd. $) und Amazon (440 Mrd. $) zusammen noch immer einen Kurswert von über 2 Billionen $ aufweisen, wird zur wichtigsten Quiz-Frage des Jahrhunderts. Wo mag dann der Goldpreis stehen? Und wo das als Anlage noch viel aussichtsreichere Silber?

Diese Fragen werden immer dringlicher, wenn man bedenkt, dass der Handel mit rein fiktivem, undecktem Papiersilber in etwa dem 520-fachem Volumen an echtem physischen Silber entspricht. Sollten im Krisenfalle die Käufer an den Terminmärkten von ihrem Recht Gebrauch machen, die physische Auslieferung zu verlangen, müsste sich jeder Fordernde, jede in den Lagern noch real vorhandene Unze des weißen Metalls mit 519 anderen Fordernden teilen.

Das war der Stand im Jahre 2016, der sich inzwischen natürlich verschlechterte. Auf diesen friedlichen Teilungsvorgang dürften sich alle Beteiligten freuen. Für physische Werte wäre leider überhaupt nicht, für Unterhaltungswert aber wäre mehr als reichlich gesorgt. Im Falle von Gold müsste sich jeder Fordernde jede noch physisch im Lager vorhandene Unze "nur" mit 234 Mitbewerbern teilen. Es gibt also lediglich 234 Unzen des gelben Metalls in fiktiver papierener Form für jede real vorhandene Unze des noch vorhandenen physischen Metalls.

Daher: Kauft und lagert in erster Linie Silber. Die Chancen im Krisenfalle sind einfach viel größer, die Mengen viel knapper.


© Prof. Hans-Jürgen Bocker
www.profbocker.ch



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