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Die Margen der Goldminenunternehmen (Teil 3)

10.05.2013  |  Scott Wright
Goldbergbau ist ein knallhartes Geschäft. Nicht nur der Kapitalaufwand und die Umweltrisiken sind äußerst groß, sondern die Umsätze der Goldminengesellschaften sind außerdem von einem volatilen Rohstoff abhängig. Für eine erfolgreiche Förderung des gelben Metalls muss man einen unermüdlichen Eifer zeigen.

Trotz der massiven Marktzutrittsschranken und der zahllosen Risikofaktoren, die mit dem Bergbau einhergehen, braucht die Welt das gelbe Metall und irgendwer muss es nun einmal produzieren. Ob Sie es glauben oder nicht, eine Menge Geld kann im Industriezweig Bergbau verdient werden.

Im Großen und Ganzen ist der Goldbergbau auch mit jeder anderen Branche vergleichbar. Wenn der Produktionsaufwand geringer ist als der Verkaufspreis, sollte der Erfolg garantiert sein. Je höher diese Differenz ist, desto größer ist der anschließende Erfolg. Anders als in den meisten anderen Branchen ist der Verkaufspreis in diesem Fall jedoch eine unkontrollierbare Variable, die unglaublich volatil sein kann.

Goldminengesellschaften werden belohnt, wenn der Goldpreis steigt. Und natürlich ergeben sich die besten Zeitpunkte hierfür meist im Laufe eines Bullenmarktes des Metalls. Gold hat im vergangenen Jahrzehnt von seinem Tief im Jahre 2001 bis zu seinem Hoch im Jahre 2011 einen beachtlichen Bullenmarktverlauf verzeichnet und ist um 638% gestiegen. Angesichts dieses erheblichen Zuwachses konnten viele Goldminengesellschaften ohne Schwierigkeiten hohe Gewinne erzielen.

Die von den Goldaktien repräsentierten Goldminenunternehmen haben in der Tat einen beeindruckenden Zuwachs im Laufe des Goldbullenmarktes verzeichnet. Gemessen am Goldaktienindex haben die Goldaktien bis zu ihrem Hoch im Jahre 2011 einen mehr als doppelt so hohen Gewinn wie der Goldpreis erzielt.

Auch wenn die Gewinne der Goldaktien in den 2000er Jahren mit Abstand ganz vorne lagen, haben sie dennoch nie wirklich an Beliebtheit bei Mainstream-Anlegern gewonnen. Die einzige Aufmerksamkeit, die Mainstream-Anleger Goldaktien schenken, ist meist negativ und beschränkt sich auf den Vorwurf, dass man mit Goldaktien unmöglich Geld verdienen könnte.

Diese Behauptung war für mich lange Zeit Anlass zum Haare raufen. Zum Glück waren diese negativen Stimmen eigentlich nebensächlich, wenn man bedenkt, wie viel Geld wir sowie unsere Newsletter-Abonnenten hier bei Zeal mit Goldaktien verdient haben. Da ich jedoch zu den neugierigen Personen gehöre, habe ich diese Behauptung auf den Prüfstand gestellt. Kann man aus einfacher Perspektive beweisen, dass die Goldminengesellschaften zumindest die Möglichkeit haben, einen Gewinn zu erzielen? Wenn es diese Möglichkeit nämlich gibt, dann werden die besten Unternehmen diese auch in die Tat umsetzen.

Um mit der Beantwortung der Frage zu beginnen, möchte ich zunächst einen Blick auf eine der grundlegendsten finanziellen Kennzahlen werfen, nämlich die Bruttomarge. Bruttomargen werden errechnet, indem die Kosten der verkauften Erzeugnisse von den Einnahmen abgezogen werden und diese Zahl anschließend durch die Einnahmen geteilt wird. Einfach ausgedrückt gibt eine Bruttomarge den Prozentsatz der Einnahmen an, den eine Minengesellschaft nach den anfallenden Betriebskosten einbehält. Je höher die Marge, desto mehr behält das Bergbauunternehmen von jedem Dollar seiner Einnahmen. Werfen Sie ruhig einen Blick auf die bisherigen, durchschnittlichen Bruttomargen der Goldminengesellschaften seit Bullenmarktbeginn.

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Im Fall der Goldminengesellschaften ist eine Bruttomarge einfach zu errechnen. Die Kosten der verkauften Produkte werden als Cash-Betriebskosten bezeichnet und je Unze angegeben. Diese Cashkosten sind im Wesentlichen die kumulierten, direkten Inputkosten für den Abbau einer Unze Gold. Den größten Teil der Kosten machen meist die Lohn-, Energie- und Verbrauchsmaterialienkosten aus. Addiert liegen sie im besten Fall weit unter dem Goldpreis.

Für meine Berechnungen nutze ich die Cashkosten der im HUI gelisteten Aktien. Diese global diversifizierten Unternehmen gehören zu den führenden Minengesellschaften der Welt und sind für mehr als ein Drittel des gesamten bergbaulich gewonnenen Goldangebots verantwortlich. Auch wenn der HUI nicht alle Minengesellschaften berücksichtigt, ist er dennoch ein guter Stellvertreter des gesamten Industriezweiges.




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