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US-Staatsanleihe: Zurück zum Emittenten (Teil 2/2)

02.07.2013  |  Jim Willie CB
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Umwandlung der russischen und chinesichen Devisenreserven:

Auch wenn es nur sehr schwer zu beweisen ist, so wandeln die Russen und Chinesen ihre Devisenreserven aggressiv in physisches Gold um. Die Russen besitzen über 20.000 Gold. Die Chinesen besitzen über 10.000 Gold. Sie wahren ihre Geheimnisse, doch hier wartet eine Riesenstory. In der gesamten US-Presse ist nichts über diese Umwandlung zu lesen, hier hängt man sich immer noch an den offiziellen und falschen IWF- und WGC-Goldstatistiken auf, die genauso viel Wahrheit enthalten, wie die staatlichen US-Statistiken zum Arbeitsmarkt, zur Wirtschaft und zur Preisinflation. Fast jeder westliche Wirtschafts- oder Finanzbericht ist eine Lüge.

Weder Russland noch China genehmigen Exporte aus ihren Goldminen. Dennoch konvertieren beide Supermachtnationen emsig FOREX-Devisenreserven in physisches Gold. Die umgewandelten Reserven sind zum Großteil US-Staatsanleihen, jene toxischen Papiere, die von der US Fed selbst torpediert und geschwächt werden. Die zerstörerische QE- und Nullzinspolitik sind das Hauptmotiv für diese Umwandlungen. Die politische Tragweite dieser Goldumwandlungen ist unklar, vielleicht werden auch die Schweiz, London oder Rom angezapft. Auf jeden Fall werden Vereinbarungen getroffen, um das Zepter der Macht im nächsten Kapitel zu teilen.

Ich persönlich glaube, dass der Bergbauout von der Mongolei bis Kasachstan von Russland und China aufgesaugt wird. Darunter sind viele ehemalige Sowjetrepubliken, und sie bilden die Verbindungen zwischen den BRICS und der SCO - der Shanghai Coop Organization. Toxische und geschädigte US-Staatsschuldentitel werden an den Emittenten, die USA, in großen Mengen zurückgeführt, und das wird die US Fed und ihre Weimar-Presse mit Sicherheit überfordern.


Russische Öl- und Gaslieferungen über Pipelines:

Aus den russischen Pipelines werden deutlich mehr Energieträger an die chinesischen Entnahmestationen fließen als das, was sich die Chinesen über den Finanzdeal mit Rosneft bei der BP-TBL-Aufkaufübernahme gesichert haben. Wie man in der Grafik deutlich sehen kann, wird Europa ohnehin schon durch russische Pipelines versorgt (in rot). Auch wichtige russische Ölpiplines versorgen Europa (in blau). Zur Verrechnung wird Russland meist in Form von US-Staatanleihen oder Euro-Anleihen bezahlt, die bald darauf fleißig umgewandelt werden. Zu den Pipeline-Strukturen zählt auch einen wichtige Passage durch Kasachstan und Turkmenistan. Flüssiggas-Pipelines sind in den nördlichen Regionen Europas in Bau.

Bei den zukünftigen Arbeiten wird es verstärkt um die russisch-chinesische Beziehungen gehen, beide Riesennationen haben ihre Anstrengungen dahingehend verdoppelt, weil sie erkennen, dass sie gegen das US-Dollar-Syndikat im selben Team spielen. Die Chinesen haben zwar den größten Anteil verzerrter Medienberichterstattung erfahren, doch eigentlich halten die Russen die meisten Trümpfe hinsichtlich Goldbestände und Energievorräte und -lieferungen in der Hand. Der Kreml wird fässerweise toxische US-Staatsanleihen verklappen, ein Teil davon wird auch aus chinesischen Händen stammen. Toxische und geschädigte US-Staatsschuldentitel werden an den Emittenten, die USA, in großen Mengen zurückgeführt, und das wird die US Fed und ihre Weimar-Presse mit Sicherheit überfordern.

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Afrikanische Ressourcengeschäfte mit China:

Zu zahlreich sind die Vereinbarungen, die China zur Sicherung von Mineralien- und Energieressourcen auf den dunklen Kontinent Afrika getroffen hat. In den letzten Jahren hatte der Hat Trick Letter immer wieder Details zu diesem Thema geliefert. Die Struktur dieser Deals ist oft identisch. Die betreffenden Nationen, ob nun Nigeria oder Angola, erhalten einen Stapel US-Staatsanleihen von China. Im Gegenzug kooperiert die afrikanische Nation bei der Konstruktion von Minen, Häfen oder Zuglinien sowie Straßen und Depots, in manchen Fällen auch Gemeindezentren, Krankenhäuser und Schulen.

Die zukünftigen Rohstoffendprodukte landen dann schließlich in chinesischen Häfen. Im südlichen Afrika werden seit 2011 Kämpfe zwischen China und dem US-Militär ausgetragen, direkt oder aber durch Stellvertreter. Das sind die Verbindungslinien zwischen Konflikten zwischen Kongo und Dschibuti. Die afrikanischen Nationen werden die US-Staatsanleihen sicherlich nicht sammeln und das toxische Papier aus diesen Verkäufen in die eigenen Bankensysteme stopfen. Nigeria macht das vielleicht in gewissem Maße, die meisten afrikanischen Nationen funktionieren aber auf der "Von-der-Hand-in-den-Mund-Basis". Toxische und geschädigte US-Staatsschuldentitel werden an den Emittenten, die USA, in großen Mengen zurückgeführt, und das wird die US Fed und ihre Weimar-Presse mit Sicherheit überfordern.


Saudis lösen Petro-Dollar-Anleihen ein:

Die Grundlage des Petro-Dollars ist das Recycling der Überschüsse aus den OPEC-Ölverkäufen, welche in US-Staatsanleihen konvertiert und gespeichert werden. Die Saudis halten zudem große Aktienpakete großer US-Banken, aber keine Hypothekenanleihen, da diese als amoralisch gelten. Wenn sich die Planken, die den Petro-Defacto-Standard zusammenhalten, weiter zersetzen und verrotten, dann werden auch die Saudis ihre toxischen US-Staatsanleihen zugunsten von Gold, dem traditionellen Liebling der Araber, aufgeben. Ihre Ergebenheit gegenüber der US-Staatsanleihe ist eine recht junge Anomalie in ihrer langen Geschichte, diese Ergebenheit sollte die Vereinigten Staaten versöhnlich stimmen und für US-Militärpräsenz und Wachschutz sorgen.

Der Fall der Dynastie der Saud ist im vollen Gange. Es fehlen wirklich nur noch der Aufprall und die Folgewirkungen. Der schnelle Auflösungsprozess (der inzestuös gezeugte Prinz wird in dieser Zeit Thronsitzversuche machen) wird mit einer rapiden Umwandlung von US-Staatsanleihen in physisches Gold einhergehen. Auch der Umtausch in Immobilien, wie in Spanien, wird forciert. Die Saudis könnten auch dem Beispiel der staatlichen US-Sicherheitsbehörden folgen und Lagerhäuser mit Schweizer Franken füllen.




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