Suche
 
Folgen Sie uns auf:

Erwarten Sie 2019 Stagflation und überdurchschnittliche Silberentwicklung

24.01.2019  |  Mike Gleason
- Seite 2 -
Meiner Ansicht nach gibt es eine direkte Verbindung zwischen ehrlichem Geld, freien Geld, staatlichem Geld und Blockchain. Diese Kombination wurde also von mehreren Innovatoren übernommen, die diese Idee weiterentwickeln, indem ein Vermögenswert oder Geld mit Gold und Silber gedeckt wird. Das könnte der nächste Schritt sein. Und wenn das richtig durchgeführt wird, dann könnte eine Menge Nachfrage nach Kryptos als Wertanlage und Geld an sich entstehen, also als Zahlungsmittel.

Ich weiß, dass das eine starke Aussage ist. Sie haben das bereits eingeleitet, Mike, dafür bin ich Ihnen dankbar. Lassen Sie uns nicht in Schwäche verharren, sondern stattdessen diesbezüglich eine starke Position einnehmen. Das bedeutet also, dass eine derartige Möglichkeit besteht. Das wiederum heißt, dass sich der Markt an sich - wenn ihm die Idee gefällt und er diese übernimmt – deutlich weiter entwickeln kann, als wir uns zu diesem Zeitpunkt vorstellen können.


Mike Gleason: Da ist etwas dran. Wenn es um die Privatsphäre von Kryptowährungen gegenüber Edelmetallen geht, findet man diese dann eher an einer Bitcoinbörse oder an einer Edelmetallbörse?

David Morgan: Nun, darüber habe ich mich informiert und diese Informationen stammen von Leuten, die sich am besten mit Bitcoin auskennen. Ein Teil dieser Leute meinte ehrlich zu mir: "Wenn Sie glauben, Kryptowährungen seien absolut anonym, dann haben Sie falsch gedacht." Das bedeutet nicht, dass Sie durch Ihr Offline-Wallet keinerlei Anonymität genießen und all das, doch es befindet sich dennoch auf der Blockchain.

Wenn eine Agentur also wirklich herausfinden möchte, was da vor sich geht, dann könnte das in den meisten Fällen gelingen. Wenn Sie jedoch eine Goldmünze, Silbermünze oder mehrere von diesen hernehmen und eine Transaktion mit Ihrem Nachbar gegen ein Fahrzeug oder ein Stück Frucht durchführen, dann ist das praktisch ein anonymer Austausch. Von einer absolut objektiven Perspektive heraus betrachtet, ist der Handel von Geldmünzen gegen eine Ware oder Dienstleistung weniger nachvollziehbar als etwas, das auf der Blockchain stattfindet. Zumindest zum derzeitigen Stand der Dinge.


Mike Gleason: Das Umfeld für Metalle und Bergbauunternehmen war in den letzten Jahren nicht sonderlich gut und vor allem die Unternehmen hatten eine harte Zeit. So werden wir in den kommenden Monaten wohl weitere Fusionen innerhalb der Branche beobachten können, wenn einige Unternehmen aus der Situation Kapital schlagen und kostengünstige Minenoperationen erwerben möchten.

Kürzlich haben wir von der großen Fusion zwischen Newmont und Goldcorp gehört und ich möchte hier Ihre Meinung dazu hören. Was sagt Ihnen das und was halten Sie von dem Deal, David?


David Morgan: Allgemein, Mike, bin ich kein Fan davon. Ich bin nicht sicher, ob die Aktionäre Goldcorps die bestmögliche Vereinbarung bekommen. Und selbst wenn das der Fall ist, dann bin ich der folgenden Meinung: Es ist wie der Bankensektor, je mehr Macht wenigen Leuten in die Hand gelegt wird, desto weniger Flexibilität besitzt das System. Es wird also immer zerbrechlicher. Und hat ebenfalls mehr Kontrolle.

Es ist, als würde man von einem bimetallischen Standard, unter dem Banker Gold und Silber als endgültiges Zahlungsmittel akzeptieren mussten, zu einem reinen Goldstandard wechseln, unter dem sie mehr Kontrolle hätten. Von dieser Perspektive heraus betrachtet, mag ich diesen Deal also nicht. Ein anderer Punkt lautet wie folgt: Sobald man derartig groß ist, ist es extrem schwierig in dieser Größe weiterzumachen. Zumindest in der Goldbranche; ausgenommen es findet ein technologischer Durchbruch statt, den ich nicht ausschließe...

Tatsächlich bin ich mir bewusst, dass so etwas passieren könnte... Wir befinden uns bei "Peak Gold". In der Goldbranche wird es immer schwieriger für diese gigantischen Konglomerate werden, weiterhin notwendige Lagerstätten zu finden, um die Produktionsrate aufrechtzuerhalten.

In anderen Worten: Die jährliche Goldförderrate wird von Jahr zu Jahr immer schwieriger aufrechtzuerhalten sein.


Mike Gleason: Wie ist Ihre Prognose für den "King" Dollar 2019?

David Morgan: Schwer einzuschätzen. Es scheint, als habe er den Höhepunkt überschritten. Doch es sieht so aus, als würde er allgemein schwächer werden. Man muss sich jedoch daran erinnern, dass viele Faktoren die Dollarentwicklung beeinflussen. Er ist nicht nur Reservewährung, sondern auch eine der Währungen mit dem größten Anleihemarkt.

Er besitzt eine positive Rendite und diese nahm zu, da die Fed die Zinsen erhöht hat. Der Dollar hat also noch immer genügend Anziehungskraft. Ich bin praktisch neutral, was den Dollar angeht und werde weitere Entscheidungen treffen, wenn sich die Dinge ändern.



Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!




Alle Angaben ohne Gewähr! Copyright © by GoldSeiten.de 1999-2023.
Die Reproduktion, Modifikation oder Verwendung der Inhalte ganz oder teilweise ohne schriftliche Genehmigung ist untersagt!

"Wir weisen Sie ausdrücklich auf unser virtuelles Hausrecht hin!"