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Risiko deutlicher Kurseinbrüche wächst

05.07.2019  |  Mack & Weise
US-Notenbank:

Spätestens mit der Absage ihres Zinsstraffungskurses nach dem US-Aktienmarktabsturz im Dezember letzten Jahres hat sich die Fed zur Geisel der Finanzmärkte und des US-Präsidenten Trump gemacht.

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Denn obwohl die Kreditvergabekonditionen in den USA die lockersten seit 1994 sind und sich die Aktienmärkte auf Höchstständen befinden, deutete Fed-Chef Powell auf der Fed-Juni-Sitzung an, die im historischen Vergleich äußerst niedrigen US-Leitzinsen bereits auf der nächsten Fed-Sitzung am 31. Juli senken zu wollen.

Diese Panikreaktion, begleitet von Trumps Amtsenthebungsdrohungen gegen den Fed-Chef, zeigt nur, wie besorgt man in den USA ist, dass die 72.797 Mrd. USD schwere US-Gesamtverschuldungsblase oder die von Trump bereits im September 2016 als … "big, fat and ugly" bezeichnete Aktienblase angesichts der "viel zu hohen Zinsen" (Trump) platzen könnten.

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EZB:

Im Juni sorgte der seit seinem Amtsantritt vor knapp acht Jahren im Krisenmodus operierende EZB-Chef Draghi für Aufsehen, will er doch im Falle einer weiteren Konjunktur- und Inflationsschwäche in der Euro-Zone nicht nur wieder die Billionen-QE-Druckerpresse anwerfen, sondern auch die Zinsen noch weiter absenken. Nach dieser whatever-it-takes-2.0-Ankündigung rauschten die Renditen der Eurozonen-Anleihen noch tiefer in den Keller, so dass nun über 50% aller ausstehenden Staatsanleihen und mehr als 20% aller Investment-Grade-Unternehmensanleihen negativ rentieren (EU-Negativzins-Gesamtvolumen: >5.000 Mrd. Euro = 64% aller Anleihen!).

Auch wenn uns viele Ökonomen Negativzinsen als "neue Normalität" verkaufen wollen, steht die zuletzt global auf einen Rekordwert von nunmehr über 13 Billionen USD angeschwollene Negativzinsblase nicht für Normalität, sondern nur für den geldpolitisch-planwirtschaftlichen Irrsinn unserer Zeit und die Krise eines heillos überschuldeten Weltfinanzsystems!

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