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Krisenfahrplan

05.04.2020  |  Prof. Dr. Eberhard Hamer
Vorbemerkung

Unser politisches, finanzwirtschaftliches und realwirtschaftliches System war längst pleitereif, war nur noch ein Kartenhaus, welches als künstlicher Boom nur durch systemfremde Geldflutung der Zentralbanken errichtet und aufrechterhalten wurde.

Durch die künstliche Überliquidität
  • wurden die Großbanken zu immer unsolideren Spekulations- und immer leichtsinnigeren Darlehnsgeschäften verführt und dadurch pleitereif,

  • wurden mehr als 20% veraltete, unrentable Zombie-Unternehmen am Leben erhalten,

  • haben sich die Staaten durch Steuerflut aufgebläht und unwirtschaftliche Ausgabeblöcke (z.B. 250 Gender-Lehrstühle) geschaffen,

  • sprudelten auch überreichlich Sozialbeiträge, so dass immer mehr und immer höher umverteilt werden konnte (Sozialparadies)

  • und konnte durch die höchsten Steuern und Sozialabgaben der Welt die deutsche Mittelschicht zu 80% als Zahler der öffentlichen Ausgabenorgien missbraucht werden.

Schon immer wies deshalb vor allem die Mittelstandsforschung darauf hin, dass Fehlentwicklungen korrigiert werden müssten oder sich sonst zum Crash entwickeln würden (1). Da die Politik aber ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat und die Zentralbanken im Auftrag des internationalen Finanzsyndikats gegen Recht und Gesetz die unsoliden Staaten, Unternehmen und Sozialleistungen finanzierten, mussten außerökonomische Ereignisse (Corona) das Platzen des unsoliden Finanz- und Scheinwohlstandsballons herbeiführen.


Die große Korrektur kommt nun in vier Krisenphasen:

• 1. Phase: bis Sommer 2020

Ganz gleich, ob der Corona-Schock als biologische Waffe gegen China und Iran oder zufällig ausgelöst wurde - Corona wurde sofort von der gesamten Presse der westlichen Welt von einer Grippe zur Epidemie hochgestuft und beherrscht seitdem die gesamten Medien, hat die Politik zu Schockreaktionen verführt und die Bevölkerung zur Panik getrieben. So wurde der Corona-Schock sicher nicht unabsichtlich zum Auslöser des Finanz-Crashs.


• 2. Phase: bis Herbst 2020

Aus dem Corona-Schock wurde im März 2020 der Börsenabsturz (40%) ausgelöst, weil die Finanzanleger voraussehend orientiert sind und deshalb eher reagieren als andere Wirtschaftsteilnehmer. Es kam zur Verkaufswelle an der Börse, aber auch zu einem von der Politik erzwungenen Produktionsstillstand und durch beides zu einer Finanzkrise, die sich in einer akuten Krise der unsoliden Finanzsysteme und Staaten (Italien, Spanien, Frankreich), von überschuldeten Unternehmen und von überschuldeten oder zu üppig lebenden Privatleuten auswirkt.

Nach der Konjunkturtheorie hätte der Staat einen Börsenabsturz zuerst wirken lassen müssen. Da er aber zugleich einen Produktionsstopp verfügt hat, fehlte der Wirtschaft plötzlich der Umsatz, Einnahmen für die zwangsläufigen Ausgaben - insbesondere für die Löhne - und fehlte den europäischen Pleitestaaten das Geld für ihre weiteren Ausgabenorgien. Das unsolide Finanzsystem ist gerissen.


• 3. Phase: Winter 2020

Durch Stillstand großer Teile des Produktionssektors kommt es zum deflatorischen Schock. Die überschuldeten Banken brauchen Überlebenshilfe, die stillstehenden Unternehmen bekommen zwar staatliche Darlehen, geraten aber dadurch in Überschuldung. Sie müssen Mitarbeiter entlassen, was wiederum zu sinkenden Steuern und Sozialausgaben, aber auch Konsumausgaben führt. Ganze Gütermärkte brechen zusammen. Geld wird trotz staatlicher Liquiditätsflutung an die Banken in der Realwirtschaft und bei den Privatpersonen knapp. Wirtschaft und Wohlstand brechen auf breiter Front ein.


• 4. Phase: 2021

Die Wirtschaftskrise präsentiert uns die Rechnung für das zu lange Leugnen und Verschleppen der notwendigen Wirtschafts- und Finanzreformen. Nun wirken sich die unlimitierten Geldspritzen von Politik und Notenbanken in Überliquidität in rasanten Preissteigerungen aus.

Es entsteht eine galoppierende Inflation, die Auflösung des Währungssystems (Euro), aber auch der nationalen Finanzsysteme, ihrer Wirtschaft und ihres Wohlstandes. Dann kommt es zur Generalbereinigung: die Währungsreform, mit welcher die Illusion der alten Geldwerte und des Scheinwohlstands zerrissen wird und die Bevölkerung wie in den 30er Jahren des vorherigen Jahrhunderts schließlich verarmt und sich von der Politik betrogen sieht. Ein Drittel der Unternehmen und der Arbeitsplätze sind damals verlorengegangen und auch die heute üppigen Sozialsysteme gibt es dann nicht mehr.

Wir müssen dann nach diesem größten Weltwirtschaftscrash der Geschichte wie vor hundert Jahren wieder neu anfangen, neu aufbauen und müssen wieder von einer Lust- zur Leistungsgesellschaft werden. Dann ist es vorbei mit Sozialleistungen ohne Arbeit, mit Massenimmigration von Sozialleistungsforderern, mit wirtschaftsfeindlichen Öko-Illusionen, mit Welt-Urlaubsreisen und mit üppigen Renten. Dann werden die sich betrogen fühlenden Menschen die dafür verantwortlichen Politiker zum Teufel jagen (2) und wird uns wieder eine "Schweiß- und Tränen-Politik" abgefordert werden.

Ein Trost aber bleibt: Keine Depression dauerte ewig. Es ging immer wieder aufwärts. Man muss nur die Rezession so gut wie möglich zu überleben versuchen. Und für die Klugen war eine Rezession sogar eine Jahrhundertchance: Wenn alle verlieren, kann man billig erwerben. In der ersten Weltwirtschaftskrise haben fast alle Menschen verloren, die Hochfinanz aber ihren Vermögensanteil um 22% erhöht. Auch die Vermögen manch deutscher reicher Familien sind in der ersten Weltwirtschaftskrise entstanden (3).


© Prof. Dr. Eberhard Hamer



(1) Vgl. Hamer E. + E. "Was tun, wenn der Crash kommt?", 2000 und "Der große Crash-Ratgeber", 2017
(2) Merkel hat deshalb schon einen Landsitz in Paraguay
(3) Flick, Quandt, Stinnes u.a.



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