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Bitcoin - Kurse unter 10.000 USD unbedingt nützen

18.09.2020  |  Florian Grummes
1. Rückblick

Nachdem der Preis für einen Bitcoin ab dem 7. Mai zunächst über 11 Wochen lang primär zwischen 9.000 und 10.000 USD seitwärts konsolidierte kam es am 21. Juli endlich zum erwarteten und rechtzeitig angekündigten Ausbruch aus dem Konsolidierungsdreieck. Wie immer ging bei derartigen Ausbrüchen alles recht schnell über die Bühne, so dass der Bitcoin bereits 12 Tage später Kurse um 12.100 USD erreichte. Nach einer kurzen Verschnaufpause konnten die bullischen Marktkräfte den Preis für einen Bitcoin dann bis zum 17. August noch bis auf knapp 12.500 USD weiter nach oben treiben. Dieser Mitte August erzielte Hochpunkt konnte dann allerdings bis heute nicht mehr überboten werden.

Zwar konnte sich der Bitcoin in den folgenden zwei Wochen noch zwischen 11.100 und 12.000 USD ganz gut auf dem erhöhten Niveau halten, ab dem 1.September übernahmen aber die Bären das Ruder. Dabei sorgte der scharfe Rücksetzer bei den US-Tech Aktien wie Tesla (-34% in 4 Tagen) für sektorübergreifende Gewinnmitnahmen und kurzzeitige Verwerfungen. Die Bitcoin-Preise verloren plötzlich den Boden unter den Füßen und fielen bis auf 9.830 USD deutlich zurück. Ebenso gingen dann auch Ethereum und damit der boomende DeFi-Sektor relativ plötzlich in eine scharfe Korrektur über, was ebenfalls zur kurzzeitigen Schockstarre beitrug.

Mittlerweile hat sich der Krypto-Sektor aber schon wieder gefangen und Bitcoin notiert mit knapp 10.900 USD wieder deutlich erholt (+11,4%) oberhalb der psychologischen Marke von 10.000 USD.


2. Chartanalyse Bitcoin in US-Dollar

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Quelle: Tradingview


Auf dem Wochenchart konnte der Bitcoin in den letzten zwei Monaten den seit Anfang 2018 entstandenen Abwärtsfächer überwinden. Nacheinander wurde der Fächer, bestehend aus drei Abwärtstrendlinie, überwunden. Was noch fehlt wäre ein höheres Hoch im Vergleich zum Sommer 2019, also Kurse oberhalb von ca. 13.800 USD. Das große Bild hellt sich also nur langsam, aber insgesamt doch stetig weiter auf. Der nächste notwendige Befreiungsschlag wären Kurse oberhalb von 13.800 USD. Danach wäre dann ein Ausbruch über 20.000 USD und damit ein neues Allzeithoch notwendig, damit der Bitcoin wieder ganz offiziell in seinen übergeordneten Bullenmarkt zurückkehrt.

Auffällig ist auf dem Wochenchart außerdem, dass die Bitcoin-Notierungen von der mehrjährigen Aufwärtstrendlinie (in grau) nicht wirklich ablassen wollen. Zwar sorgte das Unterschreiten im März für den Corona-Crash, im Juli notierte der Bitcoin aber schon wieder oberhalb dieser alten Trendlinie. Der Rückfall darunter in den letzten zwei Wochen wirkt im großen Bild nicht tragisch. Der bereits erwähnte Abwärtsfächer dürfte diesen Rücksetzer im Bereich 8.500 bis 9.800 USD höchstwahrscheinlich auffangen.

Etwas negativ ist das aktive Verkaufssignal beim Stochastik-Oszillator. Dieses macht klar, dass der angelaufene Rücksetzer vermutlich noch nicht ausgestanden ist. Ein wirklich gutes antizyklisches Kaufsignal auf Basis einer stark überverkauften Wochenstochastik ist noch mindestens einige Wochen entfernt und würde zudem klar fallende Kurse benötigen.

Insofern lässt der Wochenchart im Vorfeld der US-Wahlen zunächst eher eine etwas verwirrende Konsolidierung zwischen 9.500 USD und 12.000 USD erwarten. Gelingt der erneute Ausbruch über 12.500 USD müssen die Bitcoin-Bullen nur noch den Widerstand um 13.500 USD und 14.000 USD aus dem Weg räumen, um genügend Momentum für einen ersten Angriff auf das Allzeithoch bei 20.000 USD zu erzeugen.

Auf der Unterseite sind zwar Kurse bis 8.500 USD denkbar, aber nicht sehr wahrscheinlich. Die runde psychologische Marke von 10.000 USD dürfte auf Wochenschlusskursbasis nur schwer zu knacken sein. Kurzzeitig Ausflüge in Richtung 9.900 bis 9.000 USD sind aber immer noch möglich und würden eine gute Kaufchance bieten!

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Quelle: Tradingview



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