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Gold: nächster Versuch der Bullen

21.02.2022  |  Björn Heidkamp
Der abgebildete Chart zeigt die historische Kursentwicklung des Gold Futures von 1986 bis heute, bei Kursen von 1.899,80 USD/Unze. Ein Notierungsstab bildet die Kursschwankungen des Gold Futures für ein Quartal ab.

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Aus der Perspektive des Quartalscharts befindet sich der Gold Future seit Mitte 2019 in einem langfristigen Aufwärtstrend. Seit Erreichen der Bestmarke im August 2020 bei 2.060 wurde der übergeordnete Trend durch eine sekundäre Abwärtsbewegung abgelöst. Am 08. März stoppte diese Abgabebereitschaft der Bären bei 1.673,30 vorerst.


Neues 20-Wochen-Hoch erreicht

In der abgelaufenen Börsenwoche schafften es die Bullen erstmalig in diesem Jahr das Novemberhoch bei 1.877 zu überwinden. Damit wurde der Innenstab aus dem Zeitraum des letzten halben Jahres von Juli bis Dezember 2021 (siehe vorherige Analyse) überschritten. Mit dem Hoch vom Donnerstag bei 1.903 wurde ein neues 20-Wochen-Hoch erreicht.


Gold überschreitet erneut mittelfristigen Konsolidierungsbereich

Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts wurde durch den Anstieg der letzten Börsenwoche die vorherige neutrale Konsolidierung wiederholt mit „guten“ Umsätzen nach oben verlassen. Häufig, wenn es einem Chart gelingt, die starke Abgabeneigung rund um ein solch kritisches Niveau komplett abzubauen, darf mittelfristig mit weiteren Kurszuwächsen gerechnet werden.

Ein ähnlicher erster "Ausbruchversuch" im November scheiterte jedoch kläglich.

Nichtdestotrotz hat sich das mittelfristige technische Chartbild durch den Kursverlauf der letzten Woche verbessert.


Kurzfristig starker Anstieg

Seit Ende Januar legten die Kurse des Gold Futures um etwa 120 US$ zu Nach einem solchen starken Anstieg unterliegt der eine oder andere Swingtrader der Versuchung seine aufgelaufenen Gewinne zu realisieren. Dadurch korrigieren derartige Märkte nicht selten bzw. treten erst einmal auf der Stelle, ohne die positive Grundausrichtung zu gefährden. Idealtypisch wäre eine kurzfristige Konsolidierung oder eine technische Reaktion bis in den Bereich 1.850 vorstellbar.

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Saisonalität ab Mitte März wieder positiv

Bei der Betrachtung der typischen Durchschnittsverläufe aus der vergangenen letzten 20 Jahre ist der Zeitraum von Ende Februar bis Mitte März durch einen kurzfristigen Rücksetzer aufgefallen, ehe ab Mitte März bis Ende Mai ein erneuter Anstieg zu beobachten war.


Fazit

Aus der Perspektive des Quartalscharts befindet sich das gelbe Edelmetall in einem langfristigen Aufwärtstrend, sodass die mittel- bis langfristigen Erfolgschancen weiter auf der Long-Seite zu finden sein sollten. Insbesondere nach einem kurzfristigen Rücksetzer ist als nächsthöherer Widerstandsbereich die Zone um 1.950 und 1.962 (Bewegungshoch aus November 2020 und Januar 2021) zu nennen.

Überschreitet Gold den Bereich um 1.970 dürfte ein weiterer Anstieg im Richtung Bestmarke bei 2063 anzunehmen sein. Insbesondere bei neuen historischen Höchstständen ist mit weiterem Kurspotential zu rechnen. Kurse zwischen 2.200 und 2.400 sind durchaus im Bereich des Realistischen.

Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts befindet sich der Gold-Future durch den Ausbruch aus der Konsolidierung der Vorwoche erneut in einem mittelfristigen Aufwärtstrend. Kurse unter 1.840 neutralisieren das mittelfristig positive Bild.

Bei Kursen unter 1.720 ist ein Absinken in Richtung 1.670 zu erwarten. Wird dieses Jahrestief aus 2021 klar unterschritten ist von weiter fallenden Goldpreisen bis mindestens 1.500 auszugehen. Insgesamt ist dem letztgenannten Szenario die geringere Wahrscheinlichkeit zuzurechnen.

© Björn Heidkamp
www.kagels-trading.de


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