Euro in trendbestätigender Konsolidierung
09:02 Uhr | Björn Heidkamp

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Mittelfristige SeitwärtsbewegungAus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts wurde der übergeordnete Aufwärtstrend durch eine mittelfristige Seitwärtsbewegung abgelöst.
Aktuell pendelt der Euro Future zwischen dem Bereich erhöhter Abgabebereitschaft zwischen 1,1815 und 1,1875, erweitert um das Jahreshoch um die 200-Monatslinie (siehe Monatschart) bei 1,980, und dem Bereich erhöhter Aufnahmebereitschaft zwischen 1,16 und 1,1520, erweitert um das Juli- und September-Tief bei 1,1424 und 1,1488 hin und her.
Derartige Konsolidierungen weisen in der Regel einen trendbestätigenden Charakter auf, welche zwar die Chance auf eine Trendumkehr andeuteten, danach aber in der Mehrzahl der Fälle mit einem neuen Kaufsignal nach oben aufgelöst werden.
Saisonal positive Phase beendet
Aufgrund historischer Erfahrungswerte lassen sich für Rohstoffe, Währungen, Aktien und Indizes statistische Durchschnittswerte berechnen. Mit Beginn des neuen Jahres ist der positive saisonale Zeitraum der letzten 1,5 Monate beendet. Typische Durchschnittsverläufe der vergangenen 20 Jahre zeigen für den Euro Future von Anfang Januar bis Ende Februar eine leicht negative Tendenz, ehe die Bullen Anfang März wieder das Zepter übernehmen.

Fazit:
Aus der Perspektive des langfristigen Quartalscharts bleibt der Euro Future trotz der Seitwärtsbewegung der letzten Wochen in einem etablierten Aufwärtstrend. Im April 2025 ist die europäische Gemeinschaftswährung aus einer zweijährigen Seitwärtsbewegung nach oben ausgebrochen.
Derartige Trends pflegen sich auch nach einer entsprechenden Korrektur oder Konsolidierung in der Regel weiter fortzusetzen bis sehr gute Argumente gegen sie vorliegen, was aktuell im Chart noch nicht abzulesen ist. Somit bleiben die langfristigen Erfolgschancen weiter auf der Kaufseite. Für dieses positive Szenario ist aus Sicht der Bullen die Verteidigung der Marke von 1,14 elementar. Bei Kursen unter 1,10 neutralisiert sich die langfristig bullische Ausgangsposition wieder. Erst Kurse unter 1,0350 oder eine noch nicht ausgebildete obere Umkehrformation drehen das Chartbild wieder auf Verkauf.
Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts ist der übergeordnete Aufwärtstrend in eine richtungslose, trendbestätigende Seitwärtsbewegung übergegangen. Mit dem Dezemberhoch bei 1,1857 wurde der Bereich erhöhter Abgabebereitschaft resultierend aus entsprechenden Marktwendepunkten dieser Konsolidierung um 1,18 bis 1,1980 erneut getestet.
Kurse darüber, insbesondere im Zusammenhang mit der Anfang März einsetzenden positiven Saisonalität, würden den primären Aufwärtstrend wieder durchsetzen. Der nächsthöhere stärkere Widerstandsbereich wäre bei diesem positiven Szenario um 1,2250, 1,2365 und 1,2580 zu beziffern.
Bei Kursen unter 1,14 ist ein weiteres Absinken in Richtung der alten Widerstände und jetzigen Unterstützungen der vergangenen langfristigen Seitwärtsbewegung um 1,13 bis 1,11 anzunehmen.
Aktuell scheint, nicht zuletzt durch die leicht negative saisonale Phase, eine Fortsetzung der angegebenen Seitwärtsbewegung in den nächsten Wochen das wahrscheinlichste Szenario.
© Björn Heidkamp
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